20 Millionen für Altlastensanierung am Walkeweg in Basel

Die Altlastensanierung einer Familiengartenparzelle am Basler Walkeweg kostet den Stadtkanton gut 20 Millionen Franken. Die Regierung hat am Dienstag grünes Licht gegeben. Die Gartenpächter sollen durch die Stadtgärtnerei noch informiert werden.

Für Altlast am Walkeweg soll die Staatsrechnung 2016 mit insgesamt 20,2 Millionen Franken belastet werden.

(Bild: Google Earth)

Die Altlastensanierung einer Familiengartenparzelle am Basler Walkeweg kostet den Stadtkanton gut 20 Millionen Franken. Die Regierung hat am Dienstag grünes Licht gegeben. Die Gartenpächter sollen durch die Stadtgärtnerei noch informiert werden.

Die Regierung hat gemäss ihrer Kurzmitteilung einen Bericht des Finanzdepartements zum Altlastenbefund auf jener Parzelle zwischen Wolf-Gottesacker und Bahngeleisen am Walkeweg zur Kenntnis genommen und die getroffenen Annahmen genehmigt. Im Zuge der Untersuchung sei auch eine erhöhte Belastung des Oberbodens festgestellt worden.

Dass auf jener Parzelle Dreck liegt, war laut einer Sprecherin von Immobilien Basel-Stadt schon länger bekannt; daher ist sie im Altlastenkataster verzeichnet. Doch erst jetzt im Zuge von Planungen habe man den Grund genauer untersucht und das Problem beziffert. Die Sanierungskosten sind entsprechend nicht budgetiert.

Nicht ganze Parzelle betroffen

Konkret geht es primär um Bauschutt und Schlacke; darin hat es unter anderem Teer und Öl. Woher diese Abfälle kommen, ist gemäss der Sprecherin nicht bekannt – so ist auch kein Verursacher zur Kasse zu bitten. Auch unbekannt ist, wie lange sie schon dort liegen. Immerhin sei nicht die gesamte Parzelle verschmutzt.

Für diese Altlast soll die Staatsrechnung 2016 mit insgesamt 20,2 Millionen Franken belastet werden. Davon seien 19,5 Millionen Franken als Rückstellung und 700’000 Franken als Wertverlust – nach der Sanierung soll der Wert wieder steigen. Als Grundeigentümer ist der Kanton für die Beseitigung der Altlast verantwortlich.

Eine ähnliche unangenehme Überraschung hatte Basel-Stadt schon am Riehener Rüchligweg machen müssen, als dort der Boden vor dem Bau eines Pflegeheimes untersucht worden war. Auch dort war der Ursprung der Abfälle nicht eruierbar, und die – vergleichbaren – Kosten gingen zulasten des Kantons.

Konversation

  1. Von Ray

    Da stellt sich die Frage, wie diese 20(!!) Millionen zustande kommen. Zudem wusste die Stadt laut obigem Artikel schon länger von der Bodenverschmutzung. Da haben die Pächter ihr Gemüsse und Obst angebaut und wohl auch gegessen. Mitsamt dem Gift. Ist ja unglaublich!!

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    1. @zurkirchen
      Sie können ja aber nicht so naiv sein, um zu glauben, dass wir sonst gesund essen…
      Gesundes Essen kann man nicht mehr produzieren auf dieser Welt, oder sind Sie anderer Meinung?

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