4200 Liter pro Tag

Die Zwischenbilanz der Schweizer Delegation am Weltwasserforum in Marseille fällt verhalten positiv aus. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hätte sich jedoch einen deutlicheren Akzent auf das Recht auf Trinkwasser gewünscht.

Pakistanische Frauen tragen Wasser (Symbolbild) (Bild: sda)

Die Zwischenbilanz der Schweizer Delegation am Weltwasserforum in Marseille fällt verhalten positiv aus. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hätte sich jedoch einen deutlicheren Akzent auf das Recht auf Trinkwasser gewünscht.

In Marseille sind die Vertreter von 140 Staaten versammelt, um die Umsetzung des von der UNO im Juli 2010 proklamierten Rechts voranzutreiben.

Die Millenniumsziele der UNO hinsichtlich des Trinkwassers liessen sich erreichen, sagte der DEZA-Chef und Leiter der Schweizer Delegation, Martin Dahinden, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Entscheidend sei der politische Wille und und die Ressourcen, die zur Verfügung stünden.

Schweiz will Beitrag leisten

Die Schweizer Delegation will über die Swiss Water Partnership ihren Teil dazu leisten. Zu dieser Plattform haben sich die DEZA und weitere öffentliche, zivilgesellschaftliche, universitäre sowie privatwirtschaftliche Institutionen Ende Februar zusammengeschlossen. Sie dient dem Informationsaustausch und der Entwicklung von Technologien und Konzepten im Umgang mit Wasserproblemen.

Das Thema Wasser sei zwar stärker in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt, sagte Dahinden. Allerdings stünden teilweise wichtige Informationen nicht zur Verfügung.

Nach Angaben der UNO sterben jedes Jahr rund 3,5 Millionen Menschen wegen schlechter Wasserversorgung. Im Jahr 2010 waren rund 800 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Konversation

  1. Brauche ich Mineralwasser? Und wenn: Aus welcher Gegend stammt das Mineralwasser, das ich kaufe? Keine Firma, die Mineralwasser verkauft, mit Kauf unterstützen, die rücksichtslos Quellen leerpumpt, an Orten, wo Wasser z.T. ein rares gut ist oder es durch die Ausbeutung rar werden kann.

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  2. Langatmige Konferenzen hin oder her, es muss uns in unseren Breitengraden zu denken geben, dass wir Abermillionen von Hektolitern Trinkwasser für WC-Spühlungen verwenden. Zugegeben, auch wenn wir dies morgen abstellen würden, stände in den „Durstländern“ kein Liter Wasser mehr Wasser zur Verfügung, aber, unsere Einstellung zu diesem Gut „Wasser“ muss überdenkt werden. Sind wir so sicher, dass uns und uneren Nachfahren Wasser weiterhin in unerschöplichen Mengen so zur Verfügung steht? Bedenklich ist die Sache dort, wo Weltkonzerne Mineralwässer fördern und in geringer Distanz daneben verdursten Leute. Auch die unsinnigen Mineralwasserverschüber durch Kontinente sind ein Unsinn, wenn schon, dann Transporte zu den Durstenden. Wird darüber an diesen Konferenzen auch gesprochen, oder ist man einfach wieder einmal beisammen, weil es wieder Zeit ist sich zu sehen, isst und trinkt (zumeist nicht Wasser) und entwickelt Theorien, die an der nächsten Konferenz bereits wieder kalter Kaffee (auch mit Wasser) von gestern sind. Irgendeiner hat mal gesagt oder geschrieben: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst Taten folgen“, (und dafür die Konferenzen schwänzen!)

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