Alain Berset spricht sich gegen Filminstitut aus

Die Schweiz erhält auf absehbare Zeit kein Filminstitut. Kulturminister Alain Berset hat entsprechenden Forderungen aus der Filmbranche am Freitag eine Absage erteilt. Die Filmförderung bleibt damit wie bisher Aufgabe des Bundes.

Bundesrat Alain Berset in Locarno (Archiv) (Bild: sda)

Die Schweiz erhält auf absehbare Zeit kein Filminstitut. Kulturminister Alain Berset hat entsprechenden Forderungen aus der Filmbranche am Freitag eine Absage erteilt. Die Filmförderung bleibt damit wie bisher Aufgabe des Bundes.

„Mit den breit diskutierten Filmförderungskonzepten 2012-2015 steht seit Anfang Jahr ein effizientes Instrument zur Förderung der Filmproduktion und der Filmkultur zur Verfügung“, heisst es im Communiqué des Bundesamtes für Kultur (BAK) vom Freitag. Bislang hätten sich diese neuen Konzepte bewährt, erklärte Berset.

Cinésuisse, der Dachverband der Schweizerischen Film- und Audiovisionsbranche, hatte verlangt, die Filmförderung an ein vom Bund unabhängiges Filminstitut auszulagern. Der Vorschlag sei sorgfältig geprüft worden, schreibt das BAK.

Berset betonte seine Absicht, die Schweiz in Europa kulturell stärker zu positionieren. Zu diesem Zweck müsse sich das Land am MEDIA-Abkommen der EU, das 2014 ausläuft, weiterhin beteiligen.

Zeremonie für Schweizer Tanzpreis

Am Festival del film gab der Kulturminister zudem eine Neuerung für die Sparte Tanz bekannt: Wie der Schweizer Filmpreis sollen künftig auch die Schweizer Tanzpreise feierlich verliehen werden. Die Zeremonie findet 2013 zum ersten Mal statt – im Freiburger Théâtre de l’Equilibre und damit in Bersets näherer Heimat.

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