Amazon arbeitet an Zustellung mit Mini-Drohnen

Schnapsidee oder zukunftsweisende Vision? Der Online-Händler Amazon will in einigen Jahren Bestellungen auch mit automatischen Mini-Drohnen zustellen. Der Konzern arbeite an eigenen Fluggeräten, enthüllte Gründer Jeff Bezos in einem US-Fernsehinterview am Sonntag.

Amazon CEO Jeff Bezos (Archiv) (Bild: sda)

Schnapsidee oder zukunftsweisende Vision? Der Online-Händler Amazon will in einigen Jahren Bestellungen auch mit automatischen Mini-Drohnen zustellen. Der Konzern arbeite an eigenen Fluggeräten, enthüllte Gründer Jeff Bezos in einem US-Fernsehinterview am Sonntag.

Amazon hat einen verwegenen Plan. Doch bis dieser umgesetzt werden kann, sind noch einige Hürden zu überwinden. Die Luftfahrt-Behörde FAA zum Beispiel arbeitet erst noch daran, Regeln für den möglichen Einsatz unbemannter Drohnen im US-Luftraum zu erarbeiten.

Die Idee sei, dass die «Octocopter» bestellte Ware binnen 30 Minuten zum Käufer bringen, erklärte Jeff Bezos dem US-Sender CBS. Es seien aber noch weitere Tests und Zulassungen der Luftfahrt-Behörde FAA nötig. Er rechne allerdings damit, die Zustell-Option in vier bis fünf Jahren anbieten zu können. Einen Namen für den Service hat er bereits: «Prime Air».

Begeisterung – und Kritik

Die Dienstleistung dürfte für kleine und besonders eilige Bestellungen auf kurze Entfernung vorbehalten bleiben: Die achtmotorigen Drohnen könnten Waren mit einem Gewicht von bis zu 2,5 Kilo transportieren und pro Lieferung etwa 16 Kilometer zurücklegen, sagte Bezos.

Der Konzern demonstriert den Plan in einem Video, in dem eines der Fluggeräte eine Bestellung direkt vom Band eines Logistikzentrums abholt und damit vor einem Haus landet.

Im Internet stiess die Ankündigung neben Begeisterung auch auf Skepsis. Einige Kommentatoren fragten sich, wie eine solche Luftzustellung in dicht besiedelten Gegenden funktionieren würde.

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