Basel-Stadt will Wettbewerb bei Bewirtschaftung der Plakatflächen

In Basel-Stadt soll die Bewirtschaftung der Plakatflächen auf öffentlichem Grund künftig an mehrere Unternehmen vergeben werden. Der Kanton verspricht sich davon mehr Wettbewerb und dadurch tiefere Preise für die Werbekunden. Auch die Staatskasse soll profitieren.

Der Prozess im Basler Kulturplakatwesen ist noch nicht abgeschlossen.

In Basel-Stadt soll die Bewirtschaftung der Plakatflächen auf öffentlichem Grund künftig an mehrere Unternehmen vergeben werden. Der Kanton verspricht sich davon mehr Wettbewerb und dadurch tiefere Preise für die Werbekunden. Auch die Staatskasse soll profitieren.

Eingeführt werden soll das neue Regime auf Anfang 2018, wie aus einer Mitteilung des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) vom Mittwoch hervorgeht. Die geltenden Plakatkonzessionen laufen per 31. Dezember 2017 aus und werden nun neu ausgeschrieben.

Die rund 2000 geklebten Grossplakate in Basel und entlang der Kantonsstrassen in Riehen und Bettingen wurden bisher ausschliesslich von der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG/SGA) bewirtschaftet. Für die 2500 Kleinplakate dagegen sind schon jetzt zwei Firmen zuständig, nämlich die Kulturbox GmbH und die Kulturservice S.E.A. GmbH.

Für die Ausschreibung werden die 4500 Plakatflächen in elf Lose aufgeteilt. Sowohl für die Gross- wie auch für die Kleinplakate will der Kanton mindestens zwei verschiedene Anbieter berücksichtigen, um damit für mehr Wettbewerb zu sorgen. Dieses Vorgehen habe sich laut dem BVD in andern Städten bewährt.

Mehr Wettbewerb bei der Plakatierung hat gemäss der Mitteilung auch der Preisüberwacher gefordert. Dadurch sollen die Preise für die Werbekunden sinken und gleichzeitig die Konzessionserträge für den Kanton steigen.

APG-Zahlungen unter Verschluss

Wie viel die APG dem Kanton Basel-Stadt für ihre für einen Zeitraum von 14 Jahren abgeschlossene Konzession zahlt, will das BVD nicht konkret sagen. Es handle sich um einen jährlichen einstelligen Millionenbeitrag, war auf Anfrage lediglich zu erfahren.

Nur wenig Geld bringen der Staatskasse die Kleinplakate. Bei diesen gehe es vorab um ein günstiges Angebot für die Kunden, hiess es bei der Allmendverwaltung, die für die Plakatierung zuständig ist. Mit Kleinplakate werden in erster Linie kulturelle Events beworben.

Konzession für zehn Jahre

Vergeben werden die Konzessionen für jeweils zehn Jahre. Neben den traditionellen Werbeflächen werden in Basel im öffentlichen Raum neu auch digitale Plakatflächen und Leuchtdrehsäulen zugelassen.

Wer sich für eine Konzession bewerben will, muss sein Angebot bis zum 7. November einreichen. Der Zuschlag durch den BVD-Vorsteher ist für Januar 2017 terminiert.

Konversation

Nächster Artikel