Baselbieter Regierung lehnt Lehrerausbildungs-Initiative ab

Die Baselbieter Regierung lehnt die 2014 eingereichte Lehrkräfte-Ausbildungsinitiative ab. Sie will das unformulierte Volksbegehren ohne Gegenvorschlag an die Urne bringen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Systemwechsel würde Flexibilität und Rekrutierungspotenzial kosten.

Die Baselbieter Regierung lehnt die 2014 eingereichte Lehrkräfte-Ausbildungsinitiative ab. Sie will das unformulierte Volksbegehren ohne Gegenvorschlag an die Urne bringen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Systemwechsel würde Flexibilität und Rekrutierungspotenzial kosten.

Die Initiative «Ja zu fachlich kompetent ausgebildeten Lehrpersonen» nimmt Kritik aus Schulkreisen auf. Sie will Universität und Pädagogische Hochschule (PH) zu einer gemeinsamen Ausbildung der Sekundarlehrkräfte bewegen. Sie war im Oktober 2014 mit 2500 Unterschriften eingereicht worden – für das Zustandekommen nötig sind 1500.

Für die Regierung bietet das heutige Ausbildungssystem eine «zweckdienliche Flexibilität». Eine Annahme würde die Rekrutierung erschweren und den Lehrkräftemangel im Kanton verschärfen. Die Initianten würden zudem ihre Argumente nicht mit wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, hiess es zuhanden des Landrats weiter.

Konversation

  1. Wenn die fachwissenschaftliche Ausbildung gegenüber dem alten System (Universität, Fachstudium) im Einzelfall auf Bruchteile reduziert wird, erübrigen sich wohl die „wissenschaftlichen Untersuchungen“…
    Die kann man ja dann trefflich im Nachhinein anstellen, um bestürzt festzustellen, dass tatsächlich Wissen und Können der Schülerinnen und Schüler nachgelassen haben.

    Zudem beruhigt es ungemein zu wissen, dass sich die Regierung um die Rekrutierung des Lehrerinnen- und Lehrernachwuchses sorgen macht. Wenn man auch weiterhin Löhne und Anforderungen senkt, wird man sicher genau die Bewerbungen erhalten, die man sich wünscht…

    Danke Empfehlen (0 )

Nächster Artikel