Bern und Fribourg stehen im Champions-League-Viertelfinal

Der SC Bern und Fribourg qualifizieren sich für die Viertelfinals der Champions Hockey League. Damit stehen drei NLA-Vertreter unter den letzten acht, am Mittwoch folgt entweder Lugano oder der ZSC.

Die Berner können über den Viertelfinal-Vorstoss jubeln (Bild: sda)

Der SC Bern und Fribourg qualifizieren sich für die Viertelfinals der Champions Hockey League. Damit stehen drei NLA-Vertreter unter den letzten acht, am Mittwoch folgt entweder Lugano oder der ZSC.

Bern schaltete die Finnen von Jyväskylä dank einem 3:3 auswärts aus. Im Hinspiel (3:2) in der PostFinance-Arena hatten die Berner mit zwei Gegentoren in Unterzahl nach nicht einmal sechs Minuten den Start völlig verschlafen. Im Rückspiel war es vielmehr das Ende, das dem Schweizer Meister unerwartet noch Schwierigkeiten bereitete. Innerhalb von zweieinhalb Minuten glichen der Ex-Lausanner Juha-Pekka Hytönen und Mikko Salmio die vermeintlich beruhigende Berner 2:0-Führung aus. In der zunehmend hektischen Schlussphase behielt der SCB aber die Übersicht, und in der 56. Minute nutzte der Kanadier Andrew Ebbett einen völlig missglückten Befreiungsschlag von Jyväskyläs Goalie Pekka Tuokkola zum 3:2. Der neuerliche Ausgleich der Finnen kam dann 22 Sekunden vor Schluss zu spät.

Dass es nochmals spannend wurde, hatte sich der SCB selber zuzuschreiben. 45 Minuten lang hatte er alles im Griff und war durch Gian-Andrea Randegger nach nur 3:16 Minuten und Ryan Lasch zu Beginn des Schlussdrittels 2:0 in Führung gegangen. Berns finnischer Coach Kari Jalonen hatte vor der Reise in den hohen Norden von einem «Playoff-Spiel 7» gesprochen. Von Playoff-Intensität war aber wenig zu sehen. Auch in Unterzahl hatten die Berner Jyväskylä, das in der finnischen Liga nur den 10. Platz belegt, gut im Griff.

Im Mitteldrittel verpassten Simon Bodenmann und Martin Plüss gute Chancen, den Vorsprung auszubauen. Dies hätte sich beinahe noch gerächt. So aber kann der SC Bern die Viertelfinals am 6. und 13. Dezember planen. Gegner ist Sparta Prag.

Auch Fribourg trifft im Viertelfinal mit Vitkovice auf einen tschechischen Gegner. Gottéron musste sich den Vorstoss aber in einem zähen Kampf verdienen. Wie im Hinspiel (1:1) lieferten sich Fribourg-Gottéron und KalPa Kuopio auch im Rückspiel in Freiburg ein Duell auf Augenhöhe. Folgerichtig ging es nach einem 2:2 in die Verlängerung. Dort hatten die Freiburger, die in der Meisterschaft bisher enttäuschen, etwas mehr Glück. Nach 80 Sekunden gelang Nationalmannschafts-Verteidiger Rathgeb der Treffer, nachdem er bereits auf den Knien gelandet war. Julien Sprunger war vor gut 3000 Zuschauern zum zweiten Mal der Vorbereiter.

Die Finnen waren besser gestartet und in der 8. Minute durch Matias Myttynen nicht unverdient im Powerplay in Führung gegangen. Nur eineinhalb Minuten später glich aber Greg Mauldin mit einem schönen Hockeckschuss aus. Danach gelang es Fribourg besser, auch das Spielgeschehen ausgeglichener zu gestalten. Auch die Besucher aus dem Osten Finnlands konnten aber im Mitteldrittel innerhalb von zehn Minuten reagieren, nachdem Michal Birner einen perfekten Pass von Julien Sprunger zum 2:1 genutzt hatte. Der neu verpflichtete Tscheche führte sich damit in seinem ersten Spiel für Gottéron gleich gut ein.

Am Mittwoch stehen sich im letzten Achtelfinal-Duell die ZSC Lions und Lugano gegenüber. Die Tessiner reisen mit einem kleinen 3:2-Vorteil nach Zürich.

Telegramme:

JYP Jyväskylä – Bern 3:3 (0:1, 0:0, 3:2). – 3029 Zuschauer. – SR Sewell (GBR)/Björk (SWE), Nieminen/Pesonen (FIN). – Tore: 4. Randegger (Plüss, Scherwey) 0:1. 42. Lasch (Bodenmann) 0:2. 46. Hytönen (Tavi, Niku/Ausschluss Macenauer) 1:2. 49. Salmio (Friman) 2:2. 56. Ebbett 2:3. 60. (59:38) Suomela (Vainio, Salmio) 3:3 (ins leere Tor). – Strafen 4mal 2 Minuten gegen Jyväskylä, 5mal 2 Minuten gegen Bern.

JYP Jyväskylä: Tuokkola; Kuukka, Vainio; Yonkman, Niku; Friman, Kalteva; Sund, Pulli; Kolehmainen, Pihlman, Hotakainen; Turkulainen, Tavi, Hytönen; Suomela, Tuppurainen, Nättinen; Rooba, Saari, Salmio.

Bern: Genoni; Blum, Untersander; Gerber, Noreau; Krueger, Jobin; Kamerzin; Moser, Arcobello, Rüfenacht; Randegger, Scherwey, Plüss; Berger, Macenauer, Müller; Bodenmann, Lasch, Ebbett; Meyer.

Bemerkungen: Bern ohne Hischier und Reichert, Jyväskylä ohne Louhivaara (alle verletzt).

Fribourg-Gottéron – KalPa Kuopio 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0) n.V. – 3032 Zuschauer. – SR Kubus/Brügemann (SVK/GER), Progin/Kovacs (SUI). – Tore: 8. Myttynen (Lukka/Ausschluss Rivera) 0:1. 9. Mauldin (Mottet, Rathgeb) 1:1. 25. Birner (Sprunger) 2:1. 35. Jokinen (Sebok) 2:2. 62. Rathgeb (Sprunger, Cervenka) 3:2. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Fribourg, 4mal 2 Minuten gegen Kuopio.

Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Picard; Maret, Abplanalp; Stalder, Leeger; Chavaillaz; Schmutz, Gustafsson, Marchon; Mauldin, Bykow, Mottet; Sprunger, Cervenka, Birner; Neukom, Rivera, Neuenschwander; Chiquet.

KalPa Kuopio: Godla; Timonen, Leskinen; Mikkola, Lukka; Riikola, Sopänen; Keränen, Rissanen, Ruuttuu; Jokinen, Sebok, Mankinen; Mutanen, Myttynen, Junnila; Piipponen, Pitkänen, Nuutinen.

Bemerkungen: Fribourg ohne Ritola, Kienzle, Schilt und Fritsche (alle verletzt). 25. Picard mit Handverletzung ausgeschieden.

Viertelfinal-Tableau:

Vitkovice – Fribourg-Gottéron, Frölunda Göteborg – Linköping; ZSC Lions/Lugano – Växjö Lakers, Sparta Prag – Bern. – Die Partien finden am 6. und 13. Dezember statt.

Nächster Artikel