Bündner Express nicht zu stoppen

Zum zweiten Mal innerhalb vier Tagen feiert der HC Davos in der heimischen Arena ein Schützenfest mit acht Toren. Die Bündner kantern die noch punktelosen Kloten Flyers 8:3 nieder.

Davoser Jubel nach deutlichem Sieg gegen Kloten (Bild: SI)

Zum zweiten Mal innerhalb vier Tagen feiert der HC Davos in der heimischen Arena ein Schützenfest mit acht Toren. Die Bündner kantern die noch punktelosen Kloten Flyers 8:3 nieder.

Arno Del Curtos HC Davos garantiert auch in dieser Saison mit einer verjüngten Mannschaft für Spektakel auf dem Eis. Dem 8:2 gegen Fribourg liessen die Bündner ein 8:3 gegen die Kloten Flyers folgen. Davos dominierte das erste und dritte Drittel, im Mittelabschnitt wäre den Zürchern beinahe das Comeback gelungen. Davos ging bereits mit einem hoch verdienten 2:0 in die Schlussminute des ersten Abschnitts. Dann fielen innerhalb von 39 Sekunden drei weitere Tore. Dario Simion schoss seinen ersten von zwei Treffern an diesem Abend zum 3:0, Marcel Jenni verkürzte auf 3:1 und Félicien Du Bois, der aus Kloten ins Landwassertal gewechselt ist, erhöhte wieder auf 4:1.

Das Mitteldrittel gehörte dann voll und ganz den Klotenern. Sie schossen 16 Mal aufs Tor von Leonardo Genoni (Davos auf der anderen Seite 9 Mal). Als nach Victor Stancescus Tor Romano Lemm von der Grundlinie via Genonis Schlittschuh zum Anschluss traf, drohte die Partie zu kippen. 2,6 Sekunden vor der zweiten Pause markierte jedoch der Finne Ville Koistinen in Überzahl das 5:3 für die Platzherren.

Die letzte Chance auf die Wende verpasste Michael Liniger, als er in der 44. Minute nur den Pfosten traf. Praktisch im Gegenzug sorgte ausgerechnet Du Bois mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung. Bei Davos klappt offensiv derzeit praktisch alles. Ob die dritte Linie mit Mauro Jörg, Samuel Walser und Dario Simion oder die ausländischen Stars Marcus Paulsson und Koistinen – alle treffen sie ins Tor. Einzig der als Spektakelmacher angekündigte Schwede Dick Axelsson wartet noch auf seinen ersten Treffer.

Kloten hingegen klebt mit null Punkten aus drei Spielen am Tabellenende. Der letztjährige Playoff-Finalist, der im Viertelfinal auch Davos aus dem Weg geräumt hatte, schlittert in eine bedrohliche Krise.

Davos – Kloten Flyers 8:3 (4:1, 1:2, 3:0)

3186 Zuschauer. – SR Küng/Kurmann, Kaderli/Kovacs. – Tore: 3. Jörg (Simion) 1:0. 7. Paulsson (Axelsson, Lindgren) 2:0. 20. (19:05) Simion (Jörg) 3:0. 20. (19:18) Jenni (Bühler, Lemm) 3:1. 20. (19:44) Du Bois (Ambühl, Dino Wieser/Strafe angezeigt) 4:1. 24. Stancescu (Guggisberg) 4:2. 32. Lemm (Stoop) 4:3. 40. (39:58) Koistinen (Corvi, Paulsson/Ausschluss Santala) 5:3. 45. Du Bois (Hofmann) 6:3. 49. Paulsson (Lindgren) 7:3. 53. Simion (Koistinen, Lindgren/Ausschluss Stancescu) 8:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 Minuten gegen Kloten. – PostFinance-Topskorer: Marc Wieser; DuPont.

Davos: Genoni (57. Senn); Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Koistinen; Guerra, Jung; Jan von Arx, Paschoud; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Paulsson, Lindgren, Axelsson; Simion, Walser, Jörg; Corvi, Reto von Arx, Hofmann.

Kloten Flyers: Gerber (21. Müller); DuPont, Back; Frick, Von Gunten; Stoop, Vandermeer; Schelling, El Assaoui; Bieber, Santala, Guggisberg; Bodenmann, Liniger, Stancescu; Jenni, Lenni, Bühler; Casutt, Kellenberger, Praplan.

Bemerkungen: Davos ohne Sciaroni, Forster, Schommer (alle verletzt) und Camperchioli (krank), Kloten ohne Randegger, Hollenstein und Harlacher (alle verletzt). Timeouts: Davos (24.); Kloten (7.). Pfostenschüsse: 44. Liniger. 52. Dino Wieser. 58. Paulsson.

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