Bundespräsident Ueli Maurer kritisiert die Schweizer Medien

Die Medien in der Schweiz seien inhaltlich gleichgeschaltet und hätten sich dadurch weit von ihrer wichtigen staatspolitischen Rolle entfernt: Dies sagte Bundespräsident Ueli Maurer am Freitagabend am Kongress des Verbands Schweizer Medien.

Macht sich bei den Verlegern nicht beliebt: Ueli Maurer (Archiv) (Bild: sda)

Die Medien in der Schweiz seien inhaltlich gleichgeschaltet und hätten sich dadurch weit von ihrer wichtigen staatspolitischen Rolle entfernt: Dies sagte Bundespräsident Ueli Maurer am Freitagabend am Kongress des Verbands Schweizer Medien.

Der SVP-Bundesrat war als Gastredner zur Schweizer Mediennacht in Interlaken BE geladen und sparte vor den versammelten Verlegern nicht mit Kritik. Anstatt einen Wettbewerb von Ideen stattfinden zu lassen, herrsche in der Schweizer Medienlandschaft ein «Meinungskartell», sagte Maurer.

Es gebe zwar noch eine Vielfalt von Titeln, aber die Meinungsvielfalt fehle, so Maurer. Die Medien verbreiteten Glaubensbekenntnisse und legten politisch korrekte Tabuzonen fest, in denen nicht recherchiert werde: «Gute Diskussionen werden nicht gefördert, sondern verhindert.»

Aus Sicht des Bundespräsidenten leisten die Schweizer Medien nicht mehr das, was für einen freiheitlichen Staat nötig wäre. Er sei «in echter Sorge», sagte Maurer den Verlegern.

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