Burkhalter will Diplomaten auf nächstes Jahrzehnt vorbereiten

Die diesjährige Botschafterkonferenz steht unter dem Motto „Die Schweiz in der Welt – Vision 2022: ein Jahrzehnt gestalten“. In seiner Eröffnungsrede hat der Chef der Schweizer Diplomaten, Bundesrat Didier Burkhalter, seine Visionen der Schweizer Aussenpolitik im nächsten Jahrzehnt skizziert.

Burkhalter sieht Schweizer Aussenpolitik vor grossen Herausforderungen (Archiv) (Bild: sda)

Die diesjährige Botschafterkonferenz steht unter dem Motto „Die Schweiz in der Welt – Vision 2022: ein Jahrzehnt gestalten“. In seiner Eröffnungsrede hat der Chef der Schweizer Diplomaten, Bundesrat Didier Burkhalter, seine Visionen der Schweizer Aussenpolitik im nächsten Jahrzehnt skizziert.

Fundament bleiben für den Schweizer Aussenminister „Neutralität, Universalität der Beziehungen und rechtsstaatliche Prinzipien“, wie er in Bern ausführte. Doch in der Zukunft sieht er viel Wandel: „Eine beschleunigte tektonische Bewegung scheint die globale Geopolitik und die Weltwirtschaft ergriffen zu haben.“

Daraus leitete er vier Schwerpunkte für die Schweizer Aussenpolitik ab: Pflege und Ausbau der Beziehungen zu den Nachbarländern, Fortsetzung und Erneuerung des bilateralen Wegs mit der EU, Förderung der Stabilität in der Welt durch Entwicklungszusammenarbeit sowie Ausbau der gezielten Partnerschaften, vor allem mit den aufstrebenden Schwellenländern und in der multilateralen Zusammenarbeit.

Die Schweiz müsse sich auch künftig solidarisch zeigen und einen Teil der Verantwortung für die Zukunft des Planten tragen, erklärte der Vorsteher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weiter. Dabei müsse die Schweiz als kleines Land immer einen Schritt voraus sein: „Die Schweiz hat keine andere Wahl als hervorragend zu sein“, schrieb er den Diplomaten ins Stammbuch.

230 Geladene

Die Botschafter und Aussennetzkonferenz 2012 dauert bis am Mittwoch. Nach EDA-Angaben sind 230 Vertreterinnen und Vertreter der Schweiz im Ausland angemeldet.

Die jährlich stattfindende Konferenz gibt den Botschafterinnen und Botschaftern, Generalkonsuln sowie den Chefs der Kooperationsbüros der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) die Möglichkeit, sich über wichtige Themen der Aussenpolitik auszutauschen und sich aufzudatieren.

Burkhalter hat das EDA am 1. Januar von Micheline Calmy-Rey übernommen. Es ist somit das erste Treffen der Schweizer Diplomaten und der Chefs der DEZA-Aussenstellen in der Ära Burkhalter.

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