Cremen, Fummel, Schmuckstücke: An der Feldbergstrasse hat ein neuer Laden fürs Schöne aufgemacht

Das Kleinbasel entwickelt sich langsam, aber sicher zum Szeni-Hotspot der Stadt: Mit «AISSO x Oh, you pretty things» hat an der Feldbergstrasse ein weiterer Laden aufgemacht, der Menschen mit Sinn fürs Schöne beglückt.

Schönes für Schöne von Schönen: Jenny Nyfeler und Rahel Morgen, Inhaberinnen von «Aisso x Oh, you pretty things».

(Bild: Gina Folly)

Das Kleinbasel entwickelt sich langsam, aber sicher zum Szeni-Hotspot der Stadt: Mit «AISSO x Oh, you pretty things» hat an der Feldbergstrasse ein weiterer Laden aufgemacht, der Menschen mit Sinn fürs Schöne beglückt.

«Gibts hier einen Cos? Oder sonst irgendwelche Läden mit hübschen Sachen? Nein? Dann das nächste Mal wohl doch lieber wieder Züri.»

Bis vor ein paar Jahren klang das gefühlt jedes Mal so, wenn man Besuch aus einer europäischen Grosstadt erhielt. Nach dem üblichen Programm an Kunstmuseen und Kaffeestuben wollten die Hipster von Welt die Hipsterläden von Basel sehen. Nur hatte Basel damals noch nicht besonders viele Läden mit entsprechender Auslage zu bieten.

Das hat sich jetzt geändert: In der Feldbergstrasse allein gibt es gleich drei Läden, die das Szeni-Herz höher schlagen lassen: «Marinsel», «Taktil» und «Riviera» (und das Anna Brockenhaus, in dem man betont ironisch eine rosafarbene Delfin-Porzellanvase ergattern kann – aber das lassen wir an dieser Stelle jetzt mal weg) – allesamt hübsche Läden mit hübscher Auslage für Menschen mit gutem Geschmack und gut gefülltem Geldbeutel.

Was das Hipsterherz begehrt

Und jetzt kommt ein vierter dazu: Mit «AISSO x Oh, you pretty things» haben zwei Frauen an der Feldbergstrasse 37 einen Laden aufgemacht, der so schön aufgemacht ist, dass einem bereits beim Eintreten die Luft wegbleibt: Bunte Teppiche auf weissen Dielenböden, ein simpler Holztisch, ein paar Sockel und weisse Regale. 



Clean, nachhaltig, kostspielig: «AISSO x Oh, you pretty things» setzt auf nicht ganz billig, dafür ganz hochwertig.

Clean, nachhaltig, kostspielig: «AISSO x Oh, you pretty things» setzt auf nicht ganz billig, dafür ganz hochwertig. (Bild: Gina Folly)

Die Einrichtung ist das Eine, das wirklich Einzigartige sind aber die Produkte: «Rare Naturpflege-Schätze für die Haut» stand in der Mitteilung, klar, dachte man sich da, ein bisschen Aesop und gut is. Nur hat man die Rechnung ohne Rahel Morgen gemacht. Die Baslerin, die unter anderem jeweils während der Art Basel den Concept Store «JUNE Basel» betreibt, hat sich in den Städten der Welt umgeschaut und Nischenschätze nach Basel gebracht. 

Kornbrand-Tonikum und Hippie-Tinkturen

Dazu gehören urige Kreationen des Nürnbergers Frank Leder (Kornbrand-Muskeltonikum gefällig?), Gesichtspflege von zwei kalifornischen Hippies, die in ihrer Oaklander Küche Kräuter aus dem Garten verarbeiten und Apothekergut nach Originalrezeptur:



Apothekerflasche gefällig? Produkte von Apomanum.

Apothekerflasche gefällig? Produkte von Apomanum. (Bild: Gina Folly)

Neben den Haut- und Haar-Produkten, die Rahel Morgen in der Welt zusammensucht, ist ausserdem eine Kleinbasler Lädeli-Institution dabei: Jenny Nyfeler, Designerin und Inhaberin des AISSO-Shops, der bis vor Kurzem noch am Matthäusplatz stand.

Nyfeler kennt Morgen von der Art Basel – und als sie den Ladenraum an der Feldbergstrasse ausgeschrieben sah, war klar, dass sie ihn mit Morgen betreiben wollte: «Wir haben ähnliche Vorstellungen und Vorlieben, was Produkte betrifft, leben beide bewusst und nachhaltig, nehmen Rücksicht auf die Umwelt und kaufen lieber weniger, dafür hochwertig ein.» 

 

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Ein von AISSO x Oh, you pretty things (@aissoshop) gepostetes Foto am9. Sep 2016 um 0:27 Uhr

Gibts auch im neuen Laden zu haben: Jenny Nyfelers Classic Goodie, den 18-Karat-Kettenring.

Hochwertigkeit wird im «AISSO x Oh, you pretty things» grossgeschrieben – und weniger einkaufen muss man angesichts der nicht ganz günstigen Preise auch. Dafür kann man sich hochwertiger und einzigartiger Stücke erfreuen – nebst Morgens Hautprodukten und Nyfelers Schmuck gibt es Lederwaren des Basler Labels «Optical Pain», Unterwäsche der Baslerinnen von «Irui» und Mützen vom Basler Label «Burgunder».

Alles aus Basler Produktion, alles aus der Nachbarschaft. Da lässt man gerne was liegen. Und der Besuch ist auch zufriedengestellt.

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«AISSO x Oh, you pretty things», Feldbergstrasse 37, 4057 Basel. Weitere Infos unter www.ohyouprettythings.ch und www.aisso.ch.

Konversation

  1. …wäre ja noch schöner, wenn da jeder Looser seine Glubscherchens noch an der getönten Scheibe platt drücken könnte, um da drin irgendwas zu sehen!

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  2. @simcha at its best – konsequent unter der gürtellinie

    (die schönheiten haben doch im sortiment bestimmt auch naturnahe testosteron-blocker 4dirtyoldmen)

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  3. Ich begreif diese Kritik nicht. Was soll Retortenschönheit etc. ? Sehen beide für mich naturbelassen und völlig normal aus.
    Lieber so als wenn die Damen zuerst ihre vorgeschriebene Perücke überstülpen müssten zum photo-shooting…

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  4. … darf man hier neuerdings persönlich beleidigen? Ach nein ist ja kein Schimpfwort dabei in dieser Toleranzpredigt.

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  5. Oje, offenbar sind solche selbstbewussten Frauen mit einer besonderen Ladenidee mal wieder eine Povokation für bestimmte Männer.

    Ich gehöre bestimmt nicht zur Zielgruppe dieses Ladens, aber es ist doch schön, wenn es Menschen mit Ideen gibt und dem Mut, sie umzusetzen? Mal was anderes als das ewige austauschbare Einerlei.

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    1. Hat nichts mit Frauen zu tun. Ich mag den Damen grossen Erfolg gönnen, glaube aber eher dran dass in einem Jahr neue Mieter gesucht werden.
      Ich verstehe nicht wie man so blauäugig sein kann. Klar hat nicht jeder Wirtschaft studiert, aber sogar
      gut laufende Lokale haben es schwer die Kosten zu tragen. Wenn das aber jetzt nur so eine Art Hobby ist, kann ich es verstehen.

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    2. @Kessler:
      Würden Sie auch auf die Idee kommen, das könne eine Art Hobby sein, wenn der Laden von zwei Männern betrieben würde?
      Zwischendurch die Klischees im eigenen Kopf überprüfen, ist manchmal eine gute Sache.

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    3. @ Esther: Natürlich würde ich auch auf die Idee kommen. Wieso wollen Sie mir unbedingt Sexismus vorwerfen? Ich habe nur gesagt, dass ich es nicht verstehen kann wieso man einen (teuren) Raum mieten kann, um dann ein paar Ketten oder Seifen auszustellen. Wie rentiert sich das? Das frage ich mich übrigens bei vielen kleinen Läden, bei denen ich seit Jahren keine Kundschaft sehe, obwohl ich täglich mehrmals vorbeilaufe. Wie schon gesagt, ich wünsche den Frauen nur das Beste.

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  6. Was heisst hier „für Menschen mit Geschmack“? Wer bestimmt denn dass Hipster-Mode gut aussieht? Ist doch genauso peinlicher Gruppenzwang und wird bald vergehen. Lustig wenn 30-40 jährige allen Trends folgen müssen, um dazuzugehören. Ich z.B. trage normale Jeans, normale Shirts oder Hemden und habe eine normale Frisur. Gelte ich in Basel als Spiesser, da ich kein Velo fahre und nicht in der alternativen Szene verkehre?

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