Das Café Saint Louis betreibt die Buvette im St. Johann

Die Stadt hat sich entschieden: Die neue Buvette am St. Johanns-Rheinweg übernehmen die Betreiber des Cafés Saint Louis. Knapp drei Monate nach der Ausschreibung der geplanten Buvette am St. Johanns-Rheinweg (Höhe Rheinschanze) hat sich die Beurteilungskommission der Stadt entschieden. Wie das Tiefbauamt mitteilt, hat die Kaffeebar Saint Louis an der Elsässerstrasse 29 den Zuschlag erhalten. […]

Der Ort stimmt schon, die Farbe noch nicht. Das Farbkonzept sei noch nicht bestimmt, teilen die Betreiber mit.

 

Die Stadt hat sich entschieden: Die neue Buvette am St. Johanns-Rheinweg übernehmen die Betreiber des Cafés Saint Louis.

Knapp drei Monate nach der Ausschreibung der geplanten Buvette am St. Johanns-Rheinweg (Höhe Rheinschanze) hat sich die Beurteilungskommission der Stadt entschieden. Wie das Tiefbauamt mitteilt, hat die Kaffeebar Saint Louis an der Elsässerstrasse 29 den Zuschlag erhalten.

Beworben hatten sich sechs Projekte für die neue Buvette. Die Beurteilungskommission – bestehend aus Vertretungen der Allmendverwaltung, der Stadtgärtnerei, der Kantonalen Denkmalpflege, der Abteilung für Aussenbeziehungen und Standortmarketing, der Abteilung Kultur sowie des Stadtteilsekretariats Basel West – hat das «Saint Louis» mit seinem Konzept «Vom Quartier – fürs Quartier» überzeugt:

«Die Buvette soll sich gut integrieren – nicht nur am beabsichtigten Standort, sondern auch im gesamten Quartier. Eine ansprechende Architektur und ein Gastrokonzept mit Fisch als Schwerpunkt haben mit zum Entscheid für dieses Projekt beigetragen.»

Erklärt wird im Rahmen der Mitteilung auch, warum das St. Johann eine Buvette erhält:

«Für den Bereich östlich des St.-Johann-Tors auf der Befestigungsanlage bis hin zum Rhein besteht ein öffentliches Interesse an einer weitergehenden Bespielung in den Sommermonaten.»

Und auch der Ort ist aus besonderem Grund gewählt:

«Die Rheinschanze befindet sich in der Stadtbild-Schutzzone und der denkmalpflegerisch wertvolle Teil der Anlage liegt in der Grünzone. Eine kommerzielle Nutzung soll auf den St. Johanns-Rheinweg unterhalb des Thomasturms konzentriert werden. […] Ziel ist, mit Hilfe auch der neuen Buvette eine angenehme Aufenthaltsqualität zu schaffen und gleichzeitig die einmalige historische Kulisse voll zur Geltung zu bringen. Der Zinnenbereich des Thomasturms kann für den Gastrobetrieb genutzt werden.»

Die Besucher des St.-Johanns-Parkes müssen gemäss Mitteilung nicht um ihre Ruhe fürchten, und auch die Architektur soll berücksichtigt werden. Konkret:

«Der chaussierte Bereich zwischen Thomasturm und St.-Johanns-Tor hingegen soll der ruhigen Erholungsnutzung vorbehalten sein. Der Gastrobetrieb wird sich in erster Linie auf den St. Johanns-Rheinweg konzentrieren. Der gesamte Bereich muss aber durchgehend für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.» Der St.-Johanns-Park werde als Ruhebereich berücksichtigt.

Das zukünftige Betreiberteam Christoph Nyfeler, Michael Hänggi und Pascal Salathe haben den Zuschlag für die kommenden fünf Jahre erhalten. «Dies mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre.» Das erste Bier kann das St. Johann an seiner neuen Buvette im Frühjahr 2016 geniessen – wenn alles rund läuft, die öffentliche Publikation im Kantonsblatt folgt nun mit der üblichen Einsprachefrist von 30 Tagen.

Der Name steht auch schon fest

Der Name steht auch schon, wie Christoph Nyfeler mitteilt, und er wird schlicht: «Saint Louis Buvette». Wie bereits das Café wird auch die Buvette französisch werden. «Wir wollen unserem Stil treu bleiben», sagt Nyfeler. Gelockt werden soll das Publikum mit Fischspezialitäten – das könnten von Fischbrötchen über panierten Fisch bis hin zu Moules et frites reichen, erklärt Nyfeler. «Wir werden das nun ganz konrket erarbeiten», sagt Nyfeler. An wen sich die Buvette richten soll, wissen die Nyfeler und Kollegen bereits sehr genau: «Unser Zielpublikum sind die Quartierbevölkerung und die Menschen, welche im Quartier arbeiten.»

Die Geschäftsleitung teilen sich die drei Gastronomen, die alle bereits gastronomische Erfahrungen haben. Zudem haben Michael Hänggi und Pascal Salathe die Hotelfachschule in Luzern abgeschlossen und arbeiten bereits seit zwei Jahren in der Catering bisskid AG zusammen.

Wie Nyfeler sagt, wird die Buvette von Christophe Scheidegger entwickelt und realisiert. Einer breiteren Öffentlichkeit dürfte Scheidegger seit der Favela-Installation auf dem Messeplatz bekannt sein, er realisierte damals zusammen mit dem Künstler Tadashi Kawamata das Projekt. Ort und Art der Buvette stehen schon fest (siehe Bild oben), das Farbkonzept ist noch nicht entschieden – die Visualisierung ist entsprechend mit Vorsicht zu geniessen.



Zwei von drei glücklichen Neo-Buvetten-Betreibern: Christoph Nyfeler und Michael Hänggi.

Zwei von drei glücklichen Neo-Buvetten-Betreibern: Christoph Nyfeler und Michael Hänggi. (Bild: Amir Mustedanagic)


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Das Saint Louis eröffnete anfangs 2013, ein kleiner Bericht zum Café von damals.

Konversation

  1. Wenn wir im St. Johann Ihrer Meinung nach so unzivilisiert sind frage ich mich warum Sie sich Miss St. Johann nennen?? Ihr letzter Satz macht mich Nachdenklich den genau dieser verschandelt etliche Häuser und Mauern im St.Johann Quartier !!!!

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  2. rhyschänzli, bollwerk, uferstrasse
    jeder winkel muss buvettisiert und damit dem konsumzwang und der sozialen kontrolle zugeführt werden

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  3. @konsumfeinde: Zieht doch ins Gellert oder aufs Bruderholz, da hat es keine Buvetten und die Ruhe herrscht. Ich will auch in meinem Quartier einen Eistee am Bach nippen dürfen. Tschüss

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  4. Öhm… von welchem ‚öffentlichen Interesse‘ an einer ‚weitergehenden Bespielung‘ spricht die Auswahlkommission? Wurde etwa die Quartierbevölkerung befragt, und ich habe es nicht mitbekommen? Bei aller Freude an den Buvetten am anderen Rheinufer und auch am Café St. Louis, das ich gerne ab und zu besuche: wieso muss jetzt auch auf unserer Rheinseite Trubel gemacht werden? Es war bzw. ist so schön, hier in Ruhe zu spazieren, während der Rummel auf der anderen Seite zwar zu sehen, aber nicht zu hören ist.
    Ich vermute, das ‚öffentliche Interesse‘ ist eher das Bedürfnis des Herrn Kessler, keinen einzigen ‚unbespielten‘ Fleck mehr ertragen zu müssen, nirgendwo in der Stadt… Nach Jonny Parker braucht es jetzt offenbar auch noch eine Buvette, um das unzivilisierte St. Johann endlich mal ein bisschen proper aussehen zu lassen.
    Da kann ich nur sagen: St. Johann blybt dräckig!

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