Das grosse Quartiertreffen am Bärlauchmarkt

Die Organsiatoren des Bärlauchmarkts vom 23. März auf dem Matthäuskirchplatz wurden von Anfragen von Standbetreibern beinahe überrollt. «Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Darm und Blut. Ewig kränkelnde Leute mit Flechten und Ausschlägen und Bleichsüchtige sollten den Bärlauch verehren wie Gold», schrieb der Kräuterpfarrer Johann Künzle einst über das […]

Bärlauch und vieles mehr am Bärlauchmarkt bei der Matthäuskirche

Die Organsiatoren des Bärlauchmarkts vom 23. März auf dem Matthäuskirchplatz wurden von Anfragen von Standbetreibern beinahe überrollt.

«Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Darm und Blut. Ewig kränkelnde Leute mit Flechten und Ausschlägen und Bleichsüchtige sollten den Bärlauch verehren wie Gold», schrieb der Kräuterpfarrer Johann Künzle einst über das scharf riechende (und vorzüglich schmeckende) Kraut mit dem botanischen Namen Alium ursinum, das  gegenwärtig gerade Saison hat. Die scheinbare Heilkraft des Bärlauchs ist aber nur einer von vielen Gründen, die für einen Abstecher zum Bärlauchmarkt von Samstag, 23. März, bei der Matthäuskirche sprechen. An den vielen Ständen werden auch zahlreiche weitere Produkte angeboten, Gemüse, Brot, Käse, Wurstwaren, selbstverständlich (Oster-)Eier und auch viel nicht Essbares, das man unbedingt braucht oder allenfalls brauchen könnte.

Der Bärlauchmarkt, er ist einer der vier Saisonmärkte des samstäglichen Matthäus-Wochenmarktes, hat sich auch als ausgesprochen beliebter Treffpunkt für die Quartierbevölkerung und andere Marktgängerinnen und -gänger entwickelt, die sogar vom Grossbasel her anreisen. Stark vertreten ist traditionsgemäss Tout Petit-Bâle gauche et verte, also diejenigen Baslerinnen und Basler, die sich nicht von festfgefahreren Vorurteilen gegenüber dem Unteren Kleinbasel die gute Laune verderben lassen. Die gute Stimmung ist laut Angaben von Theres Wernli, Leiterin des Stadtteilsekretariats Kleinbasel und Sprecherin des Marktes, eines der Gründe, warum der Bärlauchmarkt auch bei den Standbetreiber immer beliebter wird. «Wir wurden dieses Jahr von Anmeldungen beinahe überrollt», sagt Wernli. Gut 70 Stände werden sich um die Mätthäuskirche schmiegen – bei einigermassen schönem Wetter übrigens, wie die Prognosen voraussagen.

Der Matthäusmarkt wurde 2006 ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile als erfolgreiche Massnahme zur Belebung und für den sozialen Zusammenhalt des Quartiers etabliert. Die Initiantinnen und Initianten wurden dafür 2010 mit dem Prix schappo ausgezeichnet – als Würdigung sowohl des «zivilgesellschaftlichen Engagements als auch des Einsatzes für den sozialräumlichen Nutzen für das Quartier», wie es damals in der Begründung des Basler Regierungsrates hiess.

Bärlauchmarkt: Samstag, 23. März 2013, 8 – 14 Uhr auf dem Matthäuskirchplatz

Nachtrag: Das mit der Wetterprognose ging nicht so richtig auf: Der Bärlauchmarkt fand bei kühl-feuchter Witterung statt, was aber der guten Stimmung nur wenig zu schaden vermochte.

 

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