Daten von Seitensprungportal angeblich im Netz gelandet

Nach einem Datendiebstahl beim Seitensprungportal Ashley Madison sind angeblich Nutzer-Informationen veröffentlicht worden. Dies berichtete unter anderem das Magazin «Wired» am Dienstag.

Pikanter Datendiebstahl? Seitensprungportal Ashley Madison offenbar gehackt (Archivbild). (Bild: sda)

Nach einem Datendiebstahl beim Seitensprungportal Ashley Madison sind angeblich Nutzer-Informationen veröffentlicht worden. Dies berichtete unter anderem das Magazin «Wired» am Dienstag.

Eine Datenmenge von 9,7 Gigabyte war demnach im sogenannten Darknet gepostet worden, zugänglich nur mittels des anonymen Internet-Browsers Tor. In den Dateien sind den Berichten zufolge die Profildaten und Log-Ins von etwa 32 Millionen Nutzern des Seitensprungportals enthalten. Auch rund 15’000 Nutzer mit Regierungs- oder Militäradressen sind demnach betroffen.

Die Betreibergesellschaft des Seitensprung-Portals, die in Kanada ansässige Avid Life Media, sprach von einem «kriminellen Akt». Sie bat um Informationen, um die Hacker zu fassen. Es werde auch versucht, veröffentlichte Informationen wieder zu beseitigen.

Im Darknet gibt es im Gegensatz zum Internet keinen zentralen Server zum Datenabruf. Laut Avid Life Media ermitteln die kanadische Polizei und die US-Bundespolizei FBI. Die Firma hielt den Hackern vor, sich zu Hütern der Moral aufschwingen zu wollen.

In ihrer Drohung im Juli hatten die Hacker von Impact Team auch angekündigt, Nacktfotos und E-Mails der Seitensprung-Anhänger zu veröffentlichen. «Wired» zitierte aus einer der ins Darknet gestellten Mails: «Suche jemanden, der zu Hause unglücklich ist oder sich langweilt und etwas Aufregung sucht», schrieb ein Nutzer.

Das Seitensprungportal ist für seinen Werbespruch «Das Leben ist kurz. Gönn‘ Dir eine Affäre» bekannt. Es wurde 2001 gegründet und hat nach eigenen Angaben weltweit fast 37 Millionen Nutzer aus 46 Ländern, auch aus der Schweiz.

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