Der Apfel ist aus dem Sack

Basel erhält eine neue Gadget-Kathedrale in der Freien Strasse. Was unter Apple-Liebhabern längst kein Geheimnis mehr war, ist nun offiziell. Einzig der Zeitpunkt der Eröffnung steht noch nicht fest.

Alles offiziell: Basel erhält einen neuen Apple-Store (Bild: Matthias Oppliger)

Basel erhält eine neue Gadget-Kathedrale in der Freien Strasse. Was unter Apple-Liebhabern längst kein Geheimnis mehr war, ist nun offiziell. Einzig der Zeitpunkt der Eröffnung steht noch nicht fest.

Jetzt ist es also offiziell. «Apple eröffnet eine neue Filiale in der Freien Strasse in Basel», heisst es auf Anfrage von der Pressestelle. Der Zeitpunkt und weitere Details zur Eröffnung stehen noch nicht fest.

Das Hin und Her um die mögliche Eröffnung eines Applestores in Basel sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen, Aufregung und zuletzt vor allem Amüsement. Nachdem Ingenodata seinen Laden am Barfüsserplatz aufgeben musste, war man sich sicher: Der Grund ist der Einzug eines Applestores in unmittelbarer Nähe. Ingenodata ist als Premium-Reseller von Apple vertraglich an den «Big Brother» aus dem Silicon Valley gebunden: Wenn Apple kommt, muss Ingenodata das Feld räumen.

Unter Apple-Jüngern gilt die Eröffnung einer lokalen Gadget-Kathedrale längst als offenes Geheimnis. Medien wie die bz, der «Südkurier» oder die «Handelszeitung» berichteten über Stellenausschreibungen für Mitarbeiter und Manager, der Fall schien klar. Von Seiten des weissen Technologieriesen war nie ein offizielles Statement zu hören, offenbar gefiel dem Konzern das nebulöse Getuschel im regionalen Blätterwald.

Seit Dienstagabend hängt ein Plakat mit Firmenlogo vor der Baustelle. Der Zeitpunkt der Eröffnung soll möglichst bald kommuniziert werden.

Konversation

  1. „Von Seiten des weissen Technologieriesen war nie ein offizielles Statement zu hören, offenbar gefiel dem Konzern das nebulöse Getuschel im regionalen Blätterwald.“
    Das ist doch logisch. Man ist in aller Munde, hat gar nichts gesagt und hält sich alle Optionen offen. Schliesslich waren es die Journalisten, welche aus Indizien ableiteten, dass Apple wohl nach Basel kommt.

    „Basel erhält eine neue Gadget-Kathedrale in der Freien Strasse.“ Und in der Burgfelderstrasse einen neuen Tempel. Es stellt sich mir die Frage, was die Jünger beider Einrichtungen gemeinsam haben könnten. Vielleicht ist es das Phänomen überdurchschnittlich viel für etwas zu bezahlen, was man wo anders in sehr ähnlicher Form günstiger hätte bekommen können. Oder ist es vielleicht der Anspruch der Priester die eigenen Jünger möglichst eng an sich zu binden. So eng, dass ein Umstieg oder Ausstieg auf ein anderes System so teuer ist, dass man es sich zweimal überlegt.
    Bei Apple heisst das Rezept dazu Cloud, iTunes, eigene Steckersysteme etc., bei Scientology heisste es „Brücke zur Freiheit“.

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