Didi Offensiv: Fussball ist hier das ganze Leben

Am Tag nach dem grandiosen Sieg des FCB gegen Liverpool erfolgte am Erasmusplatz der Ankick einer neuen Fussballkultur-Bar mit dem schönen Namen Didi Offensiv. Fussball war bislang ihr halbes Leben. Seit dem 2. Oktober ist es das ganze. Nach nur gerade einem Monat Umbauzeit haben die fussballvernarrten Brüder Benedikt und Raphael Pfister zusammen mit Katherine […]

Fussball ist in der Bar Didi Offensiv das ganze Leben.

Am Tag nach dem grandiosen Sieg des FCB gegen Liverpool erfolgte am Erasmusplatz der Ankick einer neuen Fussballkultur-Bar mit dem schönen Namen Didi Offensiv.

Fussball war bislang ihr halbes Leben. Seit dem 2. Oktober ist es das ganze. Nach nur gerade einem Monat Umbauzeit haben die fussballvernarrten Brüder Benedikt und Raphael Pfister zusammen mit Katherine Wildman in den Räumlichkleiten des ehemaligen Restaurants Erasmus am gleichnamigen Platz im Kleinbasel eine Fussballkultur-Bar eröffnet.

Neben Live-Übertragungen von Fussballspielen will das Betreibertrio der Bar auch Blicke hinter die Kulissen und zurück in die Geschichte der in Basel so omnipräsenten Fussballwelt ermöglichen. FCB-Kenner wissen, dass sich der Name des neuen Lokals, Didi Offensiv, auf den ironischen Übernamen bezieht, den die Fans dem defensiv eingestellten FCB-Aufstiegstrainer Claude «Didi» Andrey verliehen haben.

Dieses Augenzwinkern ist auch ein Teil des Konzepts der Bar, an der zwar unter anderem (Ueli-)Bier ausgeschenkt wird, aber nicht alles ganz so bierernst verhandelt werden soll. Augenscheinliches Beispiel sind die türkisblauen Schuhe, die als kostbare Reliquie hinter Glas auf einem Podest zur Schau gestellt werden. Es handelt sich um die Schuhe, mit denen der FCB-Ex-Verteidiger Markus Steinhöfer 2011 im Spiel gegen Manchester United das legendäre Beinahe-Eigentor geschossen hatte.

Fussballgeschichte und Kultur

Natürlich ist aber nicht alles Ironie im Didi Offensiv. Das im unaufdringlichen Retrostyle eingerichtete Lokal hat auch seriöse Fussballgeschichten im Programm. Ganz ernst wird es bei den Fussball-Übertragungen zu- und hergehen. Darüber hinaus sollen regelmässig Talks und Vorträge zum Thema Fussball und Sport stattfinden sowie Filme gezeigt werden.

Dazu kommen Ausstellungen, welche die Welt zwischen den Toren und rund um das runde Leder zum Inhalt haben. Aktuell sind nostalgische Fussballfotografien von Walter Scheiwiller zu sehen (bis 31. Oktober): wunderbare Schwarzweiss-Bilder aus der Zeit, als die Fussballfans noch mit Anzug und Hut ins Stadion pilgerten.

Auf die Idee, eine Fussballkultur-Bar zu lancieren, ist Benedikt Pfister nach eigenen Angaben bei einem Besuch der Bar München 72 in der Bayrischen Hauptstadt gekommen. Die Münchner Themenbar ist im Retrostyle auf die Olympischen Spiele von 1972 ausgerichtet. Zusammen mit seinem Bruder und der Frau im Bunde habe man gut anderthalb Jahre nach einem geeigneten Lokal Ausschau gehalten. «Mit dem Restaurant Erasmus haben wir schliesslich die idealen Räumlichkeiten am idealen Standort gefunden», sagt Benedikt Pfister freudig.

Das Betreiber-Trio konzentriert sich auf den Barbetrieb und die verschiedenen Veranstaltungen. Für den gastronomischen Mittagsbetrieb werden Küche und Lokal untervermietet. Ab 8. Oktober 2014 serviert Urban Nomad von Mittwoch bis Freitag von 11 bis 14 Uhr im Didi Offensiv frisch zubereitete afghanische Gerichte.

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Didi Offensiv, Erasmusplatz 12, 4057 Basel. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 17 bis 1 Uhr, Freitag bis 2 Uhr, Samstag 14 bis 2 Uhr und Sonntag 12 bis 20 Uhr.

Konversation

  1. Lieber Didi, Du liest das ja bestimmt.
    Also, eine Konzeptidee: Tippe Deinen Leuten sanft auf die Schulter und flüstere ihnen ins Ohr, dass sie vielleicht, eventuell, allenfalls … nun ja … ja auch retromässig coole Fussball-Shirts tragen könnten. Ein Replika-Shirt von Arsenal aus den Sechzigern etwa, statt dem humorlosen Teil mit Emirates-Werbung.

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