Die TagesWoche stellt ihren Betrieb ein

Der Stiftungsrat der Stiftung für Medienvielfalt hat entschieden, die TagesWoche einzustellen. Er tut das schweren Herzens und in grosser Anerkennung für die Arbeit aller Mitarbeitenden. Ein grosser Dank geht auch an alle Leserinnen und Leser. Die Stiftung wird ihr Engagement für Basel fortsetzen.

Nach reiflichen Überlegungen und einem längerem Austauschprozess mit dem Verwaltungsrat der Neuen Medien Basel AG und der Geschäftsführung der TagesWoche kam der Stiftungsrat der Stiftung für Medienvielfalt zum Entscheid, dass das Medienprojekt TagesWoche nach sieben Jahren seinen Abschluss findet.

Die bestehenden Arbeitsverhältnisse werden aufgehoben. Ein grosszügiger Sozialplan federt die daraus entstehenden Härten ab. Die Betreiberin der TagesWoche, die Neue Medien Basel AG, wird liquidiert.

Diese Entscheidung fiel dem Stiftungsrat schwer und sie ist schmerzhaft. Rund 30 persönliche Schicksale und Arbeitsplätze sind damit verbunden, viel Engagement, viel Herzblut floss in dieses ausserordentliche Projekt. Es waren herausfordernde, manchmal schwierige, sehr oft befriedigende Jahre, in denen der Stiftungsrat seinen Stiftungsauftrag erfüllt sah. Wir danken allen Beteiligten für das Geleistete.

Stiftung kann das Defizit nicht auf Dauer decken

Seit ihrem Start im Jahr 2011 hat die TagesWoche verschiedene turbulente Phasen durchlaufen. Mehrfach gab es Wechsel auf der Führungsebene, auch unter den Mitarbeitenden gab es immer wieder Rochaden. Im Jahr 2016 hat die Stiftung für Medienvielfalt ihre Unterstützung auf eine Million Franken pro Jahr reduziert, da sie nicht auf Dauer die bisherige Finanzierung aufrechterhalten kann. Eine grosszügige Übergangsfinanzierung gab der TagesWoche drei Jahre Zeit, um neue Einnahmequellen zu finden. Die TagesWoche reagierte Ende 2016 mit einem Stellenabbau und einem angepassten Businessplan, um die Mindereinnahmen aufzufangen.

2017 stellten sich das Unternehmen und das Team neu auf und es wurde auf Qualitätsverbesserungen im Journalismus sowie Wirtschaftlichkeit fokussiert.

Die Geschäftsführerin Sibylle Schürch konnte bei diesen Massnahmen immer auf den Rückhalt der Mitarbeitenden zählen. Mit einem engagierten Leitungsteam und einer motivierten Belegschaft kehrte Ruhe ein und die TagesWoche konnte an publizistischem Renommee und an Reichweite gewinnen.

Doch müssen alle Beteiligten heute feststellen, dass die für den Erhalt der TagesWoche in ihrer aktuellen Form notwendige massive Steigerung der Einnahmen nicht möglich ist in einer Zeit, in der alle Medien mit schwindenden Einnahmen aus Inserateverkauf und Abonnements kämpfen. Dass es gelungen ist, die TagesWoche wirtschaftlich zu stabilisieren, die Qualität und Leserzahlen zu steigern, ist schon eine grosse Leistung. Doch verbleibt ein Defizit, das den von der Stiftung zugesagten Betrag von einer Million Franken pro Jahr bei Weitem übersteigt. Die Stiftung kann ein solches Defizit nicht auf Dauer decken.

Grosser Dank an Mitarbeitende, Leserschaft und Levedo

Der Stiftungsrat möchte allen danken, die an der TagesWoche seit dem Start vor sieben Jahren mitgearbeitet haben, sei es in der Redaktion, im Verlag oder in der Technik. Unser Dank geht an die Leserinnen und Leser, die die TagesWoche aufmerksam und kritisch unterstützt und begleitet haben. Ein grosses Dankeschön geht an die Stiftung Levedo, ohne deren Unterstützung in Form eines grosszügigen, einmaligen Startkapitals es weder die Stiftung für Medienvielfalt noch die TagesWoche je gegeben hätte.

Die Schliessung tut dem Stiftungsrat sehr leid, auch wenn sie unvermeidlich ist. Dieser Entscheid ist aber gewiss nicht das Ende des Engagements der Stiftung. Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung, entsprechend ihrem Stiftungszweck, zahlreiche Medienprojekte gefördert und wird dies weiterhin tun. Die Stiftung für Medienvielfalt möchte zudem im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten eine neue Initiative unterstützen mit dem Ziel, dass im besten Fall schon im Jahre 2019 ein neues Medienprodukt für die Region Basel lanciert werden kann. Zurzeit werden verschiedene Optionen näher geprüft. Über das Ergebnis wird zu gegebener Zeit orientiert werden können.

Für die Stiftung für Medienvielfalt: Andreas Miescher und Franz-Xaver Leonhardt

https://tageswoche.ch/gesellschaft/der-verwaltungsrat-zum-ende-der-tageswoche/
https://tageswoche.ch/form/editorial/liebe-abonnentin-lieber-abonnent/
https://tageswoche.ch/allgemein/die-tageswoche-sagt-adieu-das-sagen-unsere-leserinnen-und-leser/

Konversation

  1. Titel „Die Tageswoche stellt ihren Betrieb ein“
    Jetzt sollte es heissen: „Die Tageswoche hat ihren Betrieb eingestellt“
    Aber mir scheint, dass hier noch jemand von der Tageswoche regelmässig hereinschaut. Das erkennt man daran, dass ab und an ein Communitybeitrag gelöscht wird, der allzusehr aus dem „Rahmen“ fällt.

    Und was ich über die Schliessung denke wird gefragt:
    Das verflixte siebte Jahr! Solange wart ihr ja da. Und in diesen sieben Jahren gab es ja einige Rochaden. Diesmal hat’s nicht mehr dazu gereicht. Aber ich habe gehört, dass etwas Neues in Planung ist. So aufersteht aus den Trümmern der Tageswoche etwas Neues wie der Phönix aus der Asche.

    Alles Gute wünscht Euch Maya, die im Realleben anders heisst.

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  2. Ich könnte ja verstehen, wenn die Tageswoche einfach aufgegeben wird, weil sie nicht rentiert, oder weil das Ziel, den Blocher zu vertreiben, erreicht wurde. Stutzig macht mich aber, dass ein ominöses neues Projekt im Raum steht. Es braucht nicht alle zwei Jahre einen Neuanfang, entweder man zieht es durch, oder man gibt es auf. Die dauernden Umstrukturierungen verschwenden doch Energie der Mitarbeiter und Geld der Stiftung, und das ohne erkennbaren Vorteil für den Leser. Es bleibt der Verdacht, dass die vielen Neuanfänge jeweils dazu dienten, die Macht neu zu verteilen und unliebsame MitarbeiterInnen loszuwerden. Das Konzept wurde nie besser, das Layout wurde nicht schöner, die Inhalte nicht überzeugender. Die Tageswoche blieb von aussen gesehen immer gleich, und was intern vorging blieb uns Lesern immer ein Rätsel.
    Siehe dazu auch den Artikel von Guy Krneta bei Infosperber: https://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/Wortkarger-Verwaltungsrat-zum-Tageswoche-Aus

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  3. Liebe Tageswoche, wir sind erst vor ein paar Jahren nach Basel gezogen, und durch die Tageswoche konnte ich Basel besser kennenlernen und mich zu Hause fühlen. Danke dafür und Euch alles Gute. Ich bin gespannt auf das neue Projekt.

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  4. Sehr traurig, auch hier ist die Machbarkeit ohne finanzielle Unterstützung an ihre Grenze gestossen. Besonders die teilweise unkonventionellen Beiträge werde ich vermissen. Für eine offene Frage finde ich aber keine Antwort. Wann kommt die letzte Ausgabe und ab wann wird der Betrieb eingestellt? Ich hoffe es gibt bald eine Alternative. Sonst alles Gute der Redaktion und den Lesern der Tawo und eine Zukunft mit einer neuen Zeitung für Basel, welch sich viele Wünschen. Herzliche Grüsse, P.

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  5. Oh Mist!! Das tut mir jetzt sehr leid!
    Vielen Dank für tolle und ausführliche Artikel und mutigen, provokativen Journalismus!
    Sind wir jetzt die erste Stadt ohne eigene Zeitung?? Das isch e rächte Schämmer !!
    Alles Gute für das ExTagesWocheTeam und irgendwie geht’s bestimmt weiter….
    Hol’s Dr Geier!
    Nochmals: Dankeschön!!!!!!

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  6. Traurig. In Zukunft wird mir das Vergnügen vergällt sein, eure Zeilen einzusaugen. Es gab Artikel mit viel Schalk, solche auf Niveau, man traut das dem Journalismus für Basel kaum zu, und mal schwierig, da konnte ich kaum folgen.

    Geschätzte Redaktorinnen und Redaktoren, hoffentlich findet die eine oder der andere im MOH Unterschlupf, oder sonst einem innovativen Haus, wo eure Schreibe geschätzt wird. Ich wünsche viel Erfolg beim beruflichen Weiterkommen und viel Groits in der Zukunft.

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  7. Danke liebe Tageswoche. Ich habe mich über viele Geschichten fern ab vom Mainstream gefreut, sei es über kulturelle- , gesellschaftliche- oder aktuelle Themen. Wir durften Basel und die ganze Region von einer anderen Seite kennen lernen. Ab und zu erschienen auch interessante Artikel über wirtschaftliche Themen, oder das eine oder andere Interview ergab ganz unkonventionelle Antworten. Die Tageswoche wird mir fehlen, und ich wünsche allen alles Gute für die Zukunft.

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  8. Das Kapital (die, welche über dessen Verteilung bestimmen) finanziert nichts, was ihm nichts nützt. Links vom bürgerlichen Mainstream gibt es nur Printmedien, die von Selbstausbeutung, Gratisarbeit und Selbstfinanzierung leben.

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    1. Diese Sorte Kapital zerstört sich selber: Gedeiht riesig bis fast zum Himmel, …… bis dann irgend so ein kleiner Virus die ganze Monokultur zu Kompost macht.
      Was immer grösser wird, wird VIEL komplexer
      Die „blöde“ Natur mit ihrer Diversifikation ist da schlauer als der schlaue Kapitalist, der dann an der Komplexität seines eigenen Werkes zugrunde geht.
      Das könnte mit so einer Kapitalisten-Schweiz auch mal passieren. Die überall ständig steigenden Preise sind ein untrügliches Zeichen dafür.

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    2. Die erste wirklich treffende Analyse. Der Gier-Kapitalismus wird zusammenbrechen wie ein Kartenhaus. In der Fotowelt haben es die Hersteller langsam begriffen. Man kann nicht jeden Preis verlangen. Muss für Alle was bieten.

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  9. ich wünsche euch allen, dass ihr bald bei anderen medienunternehmen eine (bezahlte) stimme bekommt. viel erfolg!

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  10. Für die Demokratie sind unterschiedlich gestaltete Debattenräume eigentlich essentiell. Die Meinungsbildung seiner Bürger wird aber immer mehr eingeschränkt, auch in der heilen Schweiz. In der Konsensfabrik der neo-liberalen Konserven geht unweigerlich die Vielfalt verloren. Aber das ist Absicht, eine Alternative soll und darf es nicht mehr geben. Diese Machart kann man gerade in Brasilien sehen – für die, welche es nicht schon am Beispiel des Vorbildes USA beobachtet haben. Darum müssen wir uns als demokratische Gesellschaft langsam überlegen, wie wir die Meinungsbildung gestalten wollen, denn der neo-liberale Markt kann und wird es nicht richten. Von dieser Illusion sollten wir uns wirklich verabschieden. Daher ist es schade, dass ein Ende der Tageswoche ansteht, leider war aber dieses erahnbar.

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  11. Ich will der gesamten Redaktion für die erbrachten Leistungen danken!

    Ich war zu Beginn Abonennt, und dann wieder gegen Ende.

    Diejenigen die nun wehklagen, sollten ihren Worten Taten folgen lassen und eines (oder besser: mehrere) digitale Zeitungsabos lösen, sofern nicht schon vorhanden. Vorzugsweise bei denjenigen Zeitungen, von deren Recherche- und Journalismus-Leistungen man überzeugt ist.

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  12. Ich bin überzeugt, dass die Gründe für den Untergang der Tageswoche auch darin bestehen, weil es uns allen politisch immer noch sehr gut geht. Man will den rechten Hass und die rechten Verschwörungstheorien, die weltweit zunehmend in der Bevölkerung verbreitet werden, einfach nicht wahrhaben oder ernst nehmen. Solidarität wäre jetzt gefragt und nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Ein weiteres Mal ziehen die Amis Europa nicht aus dem Sumpf!

    Wie Hass aussieht und wie er sich hier in der Kommentarspalte zeigt, kann man an den primitiven und hasserfüllten Kommentaren von «claudimu» alias Hassprediger Martin Widmer aus Riehen sehen und lesen.
    Er hat es offenbar nicht verdaut, dass ihn die Tageswoche als Hassprediger geoutet hat. Als Alternative zur Tageswoche empfehle ich die «Republik». Kostet halt etwas, gratis liegt da nicht drin!Zur Zeit gerade ein hervorragender Artikel von Christof Moser mit dem Titel

    «Welcome to Switzerland, Mr Soros! Wie Rhetorik und Feindbilder der globalen Rechten in den Abstimmungskampf um die SVP-Selbstbestimmungsinitiative einsickern – die Nachverfolgung einer Fake-Nachricht».

    GEBEN WIR DEM HASS KEINE CHANCE!

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    1. Die Republik hat das gleiche Problem wie die Tageswoche: Ein paar wenige wirklich gut recherchierte Enthüllungsgeschichten, aber sonst wenig Inhalt, man fühlt sich nicht umfassend informiert. Viel belangloses oder besserwisserisches, aber die Tagesaktualität fehlt. Ich bin bei beiden (Tageswoche und Republik) zahlender Abonnent, frage mich aber wofür ich zwei Zeitungen bezahle, und dann doch noch das 20Minuten brauche um mitzubekommen, was in der Politik und auf der Welt aktuell läuft.

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  13. An Claudimu:
    Wieviel Hass muss man in sich haben um soviele gehässige Kommentare zu schreiben?
    Bitte tief durchatmen und das Wort „Anstand“ googeln.
    Danke

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  14. Schade!
    Die TagesWoche brachte immer wieder interessante Beiträge und hinterfragte.
    Auch wenn ich nicht immer derselben Meinung war, der Journalismus hat mich angesprochen.
    Ich wünsche allen Mitarbeitenden viel Glück auf dem weiteren Weg.

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    1. Das ist das geringste Problem. Sie können die TagesWoche bis in alle Ewigkeit in Ihren Lesezeichen behalten. 😉

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  15. Schade, dass es euch nicht mehr gibt. Ich hoffe, meine Vorhersage wird wahr, und wir dürfen euch bald bei der Basler Zeitung wieder lesen. Eine Basler Zeitung, die von gewerkschaftlich und kultursozialistisch bis neoliberal und konservativ geht, wäre echt ein cooles Forumsblatt. Starke Meinungen, aber gerne von allen Seiten!

    Auch wenn ihrs mir nicht geglaubt habt, ich wähle weiterhin links.

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  16. Ich bin, obwohl ich es ahnte, nun doch sehr geschockt ! Herzlichen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die tolle Arbeit und viel Glück für die Zukunft.

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  17. Üblicherweise wenn eine Woche zur Neige geht würde man sagen: Endlich Wochenende! Bei der Tageswoche verhält es sich da etwas sonderbar, sie ist ja auch nicht einfach eine Woche eben halt eine Tageswoche. Kann das als Erklärung für diese Abweichung des Normalfalls dienen? Woche zu Ende: Endlich! Tageswoche zu Ende: Oh nein! Jammerschade? Oder vielleicht geht ja dabei nicht die Woche zu Ende sondern der Tag? Tageswoche? Also eigentlich dann Abendwoche und nicht Tageswochenede? So gesehen würde es dann ja eigentlich wieder Sinn machen.

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    1. Aber es ist ja nicht aller Tageswochenendeabend!
      Nachbemerkung zu obigem Beitrag: Es sollte da tatsächlich heissen: ‚Tageswochenende‘ und nicht ‚T….w….-ede‘ (es fehlt ein N in Ende!). Dies zum besseren Verständnis. Kann das evtl. noch jemand ergänzen oder sind die schon weg?

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  18. Die einzige Zeitung, die ich abonniert habe. Auch aus Solidarität. DANKE!
    Bin gespannt ob etwas neues kommt…
    Alles Gute für alle Betroffenen!!!

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  19. Bin auch traurig. Ihr werdet mir fehlen.
    Danke für diese Jahre mit immer wieder sehr lesenswerten Geschichten und viel Stoff, der zum Nachdenken angeregt hat.
    Allen Mitarbeitenden wünsche ich von Herzen alles Gute und vor allem möglichst bald und möglichst gute neue berufliche Perspektiven.

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  20. War seit der Lancierung, wenn auch mit einem kleinen Obulus, als Sympathisant dabei. Nun ich will es mit den Worten von Katja Ebstein verbinden: Abschied ist ein bisschen wie sterben. Danke für Qualität und Leserfreundlichkeit!

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  21. Die Tageswoche war die letzte lokale Zeitung, bei der ich mich heimisch gefühlt habe. Ironisch, dass ich mich erst diesen Frühling für ein Abonnement entschieden hatte. Ich hoffe, dass man Euch Journalisten an einem anderen Ort weiter lesen kann und Danke an das ganze Team für den tollen und unermüdlichen Einsatz!
    Jetzt bleibt mir nur noch die NZZ…wo Basel leider kaum vorkommt.

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  22. Ich möchte an dieser Stelle ein Kränzchen winden. Ein Kränzchen der Tageswoche, die ihrer Leserschaft eine ganz spezielle Kommentarfunktion geboten hat. Wer Lust hatte, konnte ohne Einschränkung ganze Romane schreiben. Konnte sein Herz ausschütten. Viel Bewegendes und Privates konnte man dabei erfahren. Auch Streit hatte Platz. Wurde es der TaWo zu bunt, griff sie väterlich ein. Oft haben mich die Kommentare mehr interessiert, als der Artikel selbst. Es sind wohl die Menschen hinter den Kommentaren, die mir fehlen werden. Es war fast eine Art Familie. Danke an Alle, die die Tawo nie im Stich liessen.

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  23. Meine anfängliche Euphorie für die TagesWoche ist eine zeitlang einer Enttäuschung gewichen. Seit einiger Zeit wurde bei mir die Begeisterung für euren engagierten Journalismus wieder neu und heftig entfacht. Jetzt weiss ich, dass die TagesWoche mir sehr fehlen wird. Doch es ist zu spät. Wir LeserInnen tragen auch eine Mitverantwortung. Hätten wir doch….. So viele engagierte Mitarbeitende, die das Herz auf dem richtigen Fleck tragen, verlieren jetzt einen Bezugspunkt. Euch wünsche ich viel Zuversicht für eure nächsten Schritte!

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  24. Das will man nicht glauben, dass bei einem so wichtigen gesellschaftlichen Projekt der Atem ausgeht! In einer Zeit in der alle nach wahrhaftem Journalismus rufen. Das ist -als würde man die letzte Rettungsweste über Bord werfen. Nicht aufhören! Erfindet Euch einfach neu im Bestehenden! Ihr ward gut und Ihr werdet gebraucht!

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    1. Wetten sie werden mit Reinhardt zusammen was Grösseres lancieren. Gratiszeitung für die Region. 14 täglich in alle Gemeinden und Basel. Dort werden die Werbefranken sprudeln, nur muss die Qualität auch in der Werbung kompromisslos hoch gehalten werden.

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    1. Einige Nutzer und Schreiber wurden von der Redaktion geblockt. So werden fremde Meinungen zensiert und totgeschwiegen, es lebe der linke Journalismus … oder eben auch nicht

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    2. @ füsiater:
      Vielen Dank für die Nachfrage.
      Meine fünf Buchstaben sind besser als jeder Knopf im Ohr eines Steiff-Teddys!

      P.S.: Grasfresser treffen sich immer wieder auf einer Wiese, weil sie am Ende doch das gleiche Umfeld lieben und sehr ähnliche Bedürfnisse haben.
      Also „Auf Wiederlesen“!

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  25. Das einzig Tröstliche ist die Aussicht, im kommenden Jahr einen neuen Ansatz auszuprobieren. Die journalistische Energie und Fantasie wäre vorhanden. Merci et au revoir!

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  26. Ja, es ist traurig. Auch der Umstand, dass ich einige der jetzt von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeitenden persönlich kenne und sie schätzen gelernt habe, macht die Kenntnisnahme dieser Botschaft nicht einfacher. Euch allen, die ihr gewissermassen das Gesicht, das Aushängeschild des „Produkts Tageswoche“ wart, wünsche ich, dass ihr euch zwecks Existenzsicherung nicht verbiegen müsst. Vielen Dank für das Geleistete und das Allerbeste für eure Zukunft.

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    1. Weshalb auch sollte der Umstand über die Kenntnisnahme von der mit Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter von denen Sie einige kennen gelernt haben es leichter machen? Aber bei diesen verbogenen Aushängeschildern muss ich kapitulieren, sonst kommen mir noch die Tränen 😉

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  27. Das Medienprojekt „Radio Dreyeckland“ musste vor 20 Jahren auch aufgrund mangelnden Interesses eingestellt werden. Das geht aber auf die Verantwortung der Nutzenden. Lieber „gratis“ und „kurz“, wozu denn bezahlen? Ich kenne das seit Jahrzehnten auch aus der gay-medien-szene. Wichtiges muss in dem ganzen Werbemüll dann gesucht werden… Ich schlage vor, doch wieder Zeitschriften à la Gartenlaube oder Landliebe zu produzieren. Sorgenfrei und weltfremd. Da können sich die Leute in den Problemen von Prominenten vergessen. Amen

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  28. Auch wenn ich vom Verlauf her dies habe erwarten können, das Ende der Tageswoche, ist diese Nachricht wie wenn ein guter Freund jetzt gestorben ist. Ich kann es nicht glauben, bin auch hässig, dass es passiert, bin schliesslich sehr sehr traurig, dass es Dich Tageswoche nicht mehr geben wird. Auch diese Kommunität, die Begegnungen zwischen den LeserbriefschreiberInnen, die Gefühle, wie hin und her geflossen sind: Da gibt es keinen Ersatz, sie ist / war einzigartig. Danke viel mal an alle Mitarbeiterinnen, die uns mit ihren Artikeln erfreut wie herausgefordert haben, und natürlich den Leuten, die dies finanziert haben, herzlichen DANK!! Das Schöne ist aber, dass wir NICHT untergehen. Auf irgendeiner Weise gibt es weiter Begegnungen, die an die Zeit der Kommunität erinnern lassen werden.

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    1. Es ist, so wie es aussieht ja gar kein Ende. Es ist schon wieder ein Neuanfang, wie ihn die Tageswoche schon oft erlebte. Es wird von einem neuen Print-Projekt gemunkelt. Also doch nur wieder eine sinnlose Umstrukturierung. Man wird wieder gross ankündigen, ein modernes, hippes Konzept mit Online- und Printausgabe zu lancieren. Schlussendlich bleibt es einfach eine Zeitung, die es auf Papier und im Internet gibt, wie das bei allen Zeitungen seit ca. 20 Jahren der Normalfall ist.

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  29. Erstmals danke vielmals liebe Redaktion und Macher*innen der Tageswoche für eure tolle Arbeit. Ich habe die Tageswoche immer gern gelesen und auch gern gehabt. Sehr sehr schade, dass es euch nicht mehr gibt/geben wird. Joël Neuhaus

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  30. Das ist schwer bedauerlich! Einmal journalistisch. Bis und mit heute war die Tageswoche das linke Korrektiv zu den rechten, bürgerlichen und Mitte-Medien, die in Basel das Sagen haben. In den letzten sagen wir zwei Jahren kam zunehmend politischer Drive in das Unternehmen und es zeichneten sich klarere Konturen ab. Die Qualität und Tiefe der Beiträge nahm zu, die Schärfe auch. Eigentlich ein Erfolgsrezept – aber leider (zumindest für das Unternehmen) wurden die Inhalte alle gratis angeboten. Das Magazin erübrigte sich da. Vermutlich hat es nicht mal dieses geschafft, das Onlineportal querzusubventionieren.
    Und dann ist es sehr bedaurlich für die Angestellten. Das ist kein gutes Umfeld, um nach einem neuen Job zu suchen. Vielleicht war es aber vom Zeitpunkt her schon ungünstiger. Vielleicht tun sich zumindest für die Journis bei der „neuen“ bz oder der „neuen“ BaZ oder sogar bei Primenews (aber wer will das schon) neue Türchen auf. Verdient hätten es alle, denn es lag nicht an den Angestellten, sondern am wackligen Businessmodell, das jetzt zusammengefallen ist.
    Aber gut, dass jetzt wenigstens die Unsicherheit weg ist.

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