E-Biker sollten sich Kinder zum Vorbild nehmen

Die Hälfte aller Velofahrerinnen und -fahrer in der Schweiz trägt einen Helm. Ausgerechnet unter E-Bikern gibt es zu viele Unvernünftige, stellt die zuständige Beratungsstelle des Bundes fest.

Vor allem bei Kindern ist das Tragen eines Helmes besonders wichtig, weil sie noch nicht so viel Erfahrung im Verkehr haben und ihre motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt sind.

(Bild: sda)

Die Hälfte aller Velofahrerinnen und -fahrer in der Schweiz trägt einen Helm. Ausgerechnet unter E-Bikern gibt es zu viele Unvernünftige, stellt die zuständige Beratungsstelle des Bundes fest.

Immer mehr Velofahrerinnen und Velofahrer in der Schweiz tragen freiwillig einen Helm. Bei den Erwachsenen sind es zur Zeit 49 Prozent, bei den Kindern sogar 69 Prozent. Nur bei den Benutzern von langsamen E-Bikes ist die Quote rückläufig.

Der Anteil der Radfahrenden, die in diesem Jahr mit Helm unterwegs sind, nahm gegenüber 2015 insgesamt um zwei Prozent zu, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) am Dienstag mitteilte. Mit 52 Prozent sind die Männer weiterhin die konsequenteren Helmträger als die Frauen mit 46 Prozent.

Nach einem Rückgang in den Jahren 2013 und 2014 erreichte die Helmtragquote bei den Kindern unter 14 Jahren nun wieder den Stand von 2010. Für diese jüngsten Verkehrsteilnehmer sei das Helmtragen besonders wichtig, weil ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt seien, hält die bfu fest.

 

Hemtragquote der Radfahrer (ohne E-Bikes) im Strassenverkehr nach Alter in Prozent, 2016.

Hemtragquote der Radfahrer (ohne E-Bikes) im Strassenverkehr nach Alter in Prozent, 2016. (Screenshot: bfu.ch) (Bild: bfu.ch)

Obligatorium missachtet

Nicht zufrieden ist die bfu mit Fahrerinnen und Fahrer von E-Bikes, die bis zu 45 km/h schnell fahren können: Gemäss der Erhebung halten sich 14 Prozent nicht an das Obligatorium, das seit dem 1. Juli 2012 in Kraft ist. 2015 waren es noch 10 Prozent.

Und auch bei den langsameren E-Bikes, die vor allem bei den älteren Verkehrsteilnehmern immer beliebter werden, braucht es noch Überzeugungsarbeit: Während sich 2015 noch 67 Prozent für einen Helm entschieden, sank die Rate in diesem Jahr auf 60 Prozent.

Der Nutzen eines Velohelms für die Sicherheit der Velofahrer sei wissenschaftlich erwiesen, schreibt die bfu. Sie will sich deshalb mit Sensibilisierungsmassnahmen in Schulen und Vereinen weiterhin für das freiwillige und richtige Helmtragen einsetzen.

Wie der Helm richtig sitzt, wie man ihn pflegt und wann ein neuer her muss, zeigt das bfu in diesem Video:

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