Einen Meter vom Schweizer Rekord entfernt

Der Roche-Turm, offiziell ganz banal Bau 1 genannt, wächst und wächst. Im Moment fehlt ihm nur noch ein Meter bis zum Schweizer Höhenrekord. Unbescheiden, wie sie nun mal sind, nennen die Zürcher ihr Hochhaus im Kreis 5 «Prime Tower». Bald schon müsste er eigentlich in «Second Tower» umgetauft werden. Denn seine noch knapp währende Schweizer […]

Auch von der Mittleren Brücke aus unübersehbar: der neue Bau 1 von Roche

Der Roche-Turm, offiziell ganz banal Bau 1 genannt, wächst und wächst. Im Moment fehlt ihm nur noch ein Meter bis zum Schweizer Höhenrekord.

Unbescheiden, wie sie nun mal sind, nennen die Zürcher ihr Hochhaus im Kreis 5 «Prime Tower». Bald schon müsste er eigentlich in «Second Tower» umgetauft werden. Denn seine noch knapp währende Schweizer Rekordhöhe von 126 Metern wird in wenigen Tagen geschlagen sein. Der Bau 1 von Roche ist mittlerweile nämlich bei 125 Metern angelangt, wie die Medienstelle auf Anfrage mitteilte.

Diese 125 Meter haben es in sich: Der Bau ist schon seit längerer Zeit ein unübersehbarer Markstein im Stadtbild (das höchste Gebäude Basels ist er schon seit längerer Zeit). Von allen Rheinbrücken und von vielen weiteren Aussichtspunkten der Stadt aus zieht er die Blicke bereits magisch an.

Noch 50 Meter bis zum Ziel

Dabei ist sein Wachstum noch längst nicht zu Ende. Über 50 Meter wird er noch weiter in die Höhe schiessen, bis er die finalen 178 Meter erreicht haben wird. Zum Vergleich: Die Münstertürme sind rund 60 Meter hoch. Und 50 Meter reichten bis vor kurzem für sich alleine aus, um in Basel als Hochhaus aufzufallen.

Wann der Roche-Turm diesen einen Meter bis zur Rekordmarke zurückgelegt haben wird, konnte die Roche-Medienstelle noch nicht sagen. In einer Woche? Vielleicht aber würden es zwei. Auf alle Fälle soll der Bau 1 bis Ende Jahr seine volle Höhe von 178 Metern erreicht haben. Da bleibt ja noch etwas Zeit übrig.

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Blick auf und vom Roche-Turm in unserem Bildstoff zum Thema: Auf dem Weg nach oben

Konversation

  1. Das tut uns leid, wenn die Seite nicht richtig funktioniert haben sollte. Manchmal hilft es, den Browser-Cache zu leeren und es dann noch einmal zu versuchen. Oder zur Not mit einem anderen Browser. Falls das Problem immer noch besteht, schicken Sie mir doch bitte eine Mail, dann werde ich das Problem an die Technik weitergeben.

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  2. Die Doppelhelix wäre ja und für sich nicht so schlecht gewesen. Aber was nun entsteht, hatten wir bereits in den 60er Jahren zur genüge in der Stadt. Bloss nicht so hoch… „Bau 1“ sieht nun aus wie der grosse Bruder des Holbein-Schulhauses.

    Filigran wäre wohl zu teuer gewesen

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  3. Ich meinte das Hochhauskonzept der Stadt sieht eben solche „Défence-Bereiche“ vor. Und genau so einer ist rund um die Roche. Roche baut einfach das erste richtige Hochhaus dort.

    So meinte ich es in Erinnerung zu haben, denn mit dem Vorschlag der Konzentration haben sie völlig recht. Aber eben, ich meinte, das ist auch so geplant und ausgewiesen.

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  4. Leider haben Sie recht. Ich verstehe das nicht, wo doch die berühmten Architekten von Herzog und de Meuron verantwortlich zeichnen. Im Ausland hoch gerühmt und originell, aber immer wenn sie in Basel bauen, sieht es grässlich aus: Fantastisches Stadion in Peking (dank an die vielen Wanderarbeiter), imposantes Stadion in München,, aber in Basel nur ein unausgegorener Wust aus Plastikbeulen und popeliger Beton-Ornamentik.
    Oder nehmen wir das Schaulager in Münchenstein: Sowas von brutal und plump … Oder dieses scheussliche Teil in der Güterstrasse gleich bei der Bahnhofspasserelle, wo man sich einfach nicht entscheiden konnte, welche Form die Fenster kriegen sollten. Sieht aus wie Dadaismus aus Lego, ist jedoch zu gross, um den anarchistischen Charme rüber zu bringen, der den wahren Dadaismus auszeichnet.
    Was Hochhäuser angeht, hätte sich die Roche lieber an Norman Foster wenden sollen …man denke nur an seine elegante Swiss-Re-Gurke in London. Klar, auch das ist ein Phallus-Symbol, aber wenigstens ein elegantes.
    Nein, In Basel gibt es schlicht kein Architekturbüro, das Schönheit und Originalität in einem Gebäude vereinen und sehenswerte Hochhäuser bauen kann.

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  5. Diese Mahnmal der wirtschaftliche Potenz symbolisiert beispielhaft die pragmatische Haltung der Stadtbasler.

    Denn steht man auf der kleinbasler Seite mit diesem Trumm im Rücken, dann fällt der Blick auf auf die schönste Aussicht, die die Stadt zu bieten hat. Und kein Steglein darf diesen heimeligen Anblick stören.

    Dann ist alles in Ordnung und der Baseler fühlt sich so richtig daheim.

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  6. Irgendwie wirkt dieser Turm jetzt schon wie diese Leute, die überall, wo eine TV-Kamera auftaucht im Rücken des Moderators herum hüpfen und wild winken. Wohin man in Basel auch hinschaut, ist dieser Turm im Hintergrund und versucht, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

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    1. Passt! Legendär und unvergessen dazu (glaub) Regula Späni am Rheinweg während der Euro08: “ Ich bi am schaffe, Schätzli!“

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