Eklat um Venezuelas Ausschluss bei Mercosur-Treffen

Der Ausschluss Venezuelas aus dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur ist in einen Eklat ausgeartet. Die venezolanische Aussenministerin Delcy Rodríguez versuchte am Mittwoch der Übergabe der Bündnis-Präsidentschaft an Argentinien beizuwohnen.

Vergeblich gewartet: Die venezolanische Aussenministerin Delcy Rodríguez am Mercosur-Gipfel in Buenos Aires. (Bild: Twitter) (Bild: sda)

Der Ausschluss Venezuelas aus dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur ist in einen Eklat ausgeartet. Die venezolanische Aussenministerin Delcy Rodríguez versuchte am Mittwoch der Übergabe der Bündnis-Präsidentschaft an Argentinien beizuwohnen.

Sie wurde aber von der Polizei abgewiesen. Rodríguez erklärte, ein Polizist habe sie am Eingang des argentinischen Aussenministeriums geschlagen. Die argentinische Aussenministerin Susana Malcorra erklärte, Rodríguez sei «schriftlich und mündlich» mitgeteilt worden, dass sie zu dem Treffen nicht eingeladen war.

Letztendlich wurde die venezolanische Aussenministerin von Malcorra am Rande des Treffens empfangen. An dem einstündigen Gespräch nahmen auch ihre Amtskollegen aus Uruguay und Bolivien teil. Malcorra sprach anschliessend von einem «offenen Gespräch mit enormen Meinungsverschiedenheiten», bei dem es zu unerwünschten Spannungen gekommen sei.

Die Gründungsmitglieder Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay hatten Venezuela Anfang Dezember ausgeschlossen, weil das Land vier Jahre nach Eintritt in den Mercosur viele der Bündnis-Regelungen über Freihandel und Menschenrechte noch nicht angenommen hat.

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