Erdbeben der Stärke 7,6 erschüttert Mexiko

Ein langes, schweres Erdbeben hat am Dienstag Mexiko erschüttert. Es hatte nach Angaben de US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,6. Das Zentrum lag in rund 18 Kilometern Tiefe 25 Kilometer ausserhalb der Stadt Ometepec im südmexikanischen Staat Guerrero.

Das Beben löste grosse Ängste aus (Bild: sda)

Ein langes, schweres Erdbeben hat am Dienstag Mexiko erschüttert. Es hatte nach Angaben de US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,6. Das Zentrum lag in rund 18 Kilometern Tiefe 25 Kilometer ausserhalb der Stadt Ometepec im südmexikanischen Staat Guerrero.

Zunächst hatte die Warte von einem Beben der Stärke 7,9 gesprochen, die Zahl dann aber nach unten korrigiert. Kurz danach erschütterte noch ein Nachbeben der Stärke 5,1 das Gebiet.

Das Tsunami-Warnzentrum des Pazifiks rechnete nicht mit einem Tsunami. An einigen Küstenabschnitten könnten aber „örtliche Tsunami-Effekte“ zu spüren sein, teilte die Behörde mit.

Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Und Präsident Felipe Calderón erklärte, es gebe keine unmittelbaren Meldungen über grössere Schäden.

Die Auswirkungen des Bebens waren bis in die mehr als 400 Kilometer entfernte Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Marcello Ebrard, twitterte, es gebe aber keine Probleme mit „strategischen Einrichtungen“ wie dem Wassersystem. Anwohner berichteten hingegen, der Wasserdruck habe nachgelassen. Die Telefonleitungen und die Stromversorgung waren vorübergehend unterbrochen.

Der örtliche Radiosender Format 21 berichtete, dass bei Überflügen per Helikopter über die Hauptstadt zunächst kein bedeutender Schaden sichtbar gewesen sei. Beim Einsturz einer Brücke im Norden von Mexiko-Stadt sei aber ein Mensch verletzt worden.

„Die Wände bebten“

Kurz nach der Mittagsstunde rannten Beschäftigte aus ihren Büros, Anwohner verliessen in Panik ihre Wohnungen. Putz fiel von den Decken und Fensterscheiben zersprangen im Zentrum der Stadt.

Auf dem Platz vor dem Denkmal des Engels der Unabhängigkeit fielen sich weinende Frauen in die Arme. Andere Menschen tippten nervös auf ihren Mobiltelefonen. Hunderte Menschen suchten auf dem offenen Gelände Sicherheit.

Samantha Rodriguez, eine 37-jährige Umweltberaterin, musste ihren Arbeitsplatz im elften Stock eines angrenzenden Hochhauses verlassen. „Ich dachte, es geht schnell vorbei. Aber die Wände begannen zu beben und wir entschieden uns hinaus zu gehen“, sagte sie.

Der Betrieb am Flughafen von Mexiko-Stadt war kurzzeitig unterbrochen. Es entstanden allerdings keine Schäden an den Landebahnen und der Betrieb wurde wieder aufgenommen.

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