Erdbeben im Kanton Freiburg bis Bern spürbar

Im Kanton Freiburg hat am Dienstagmorgen die Erde gebebt. Das Erdbeben der Stärke 3,3 dürfte in der Nähe des Epizentrums deutlich zu spüren gewesen sein. Schäden sind bislang keine bekannt.

In der Nähe des Schwarzsees im Kanton Freiburg bebte am Dienstagmorgen die Erde.

Im Kanton Freiburg hat am Dienstagmorgen die Erde gebebt. Das Erdbeben der Stärke 3,3 dürfte in der Nähe des Epizentrums deutlich zu spüren gewesen sein. Schäden sind bislang keine bekannt.

Bei einem Erdbeben dieser Stärke seien Schäden in der Regel nicht zu erwarten, teilte, der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich am Dienstagmorgen mit. Gänzlich ausschliessen könne man sie aber nicht, wie Dominik Zbinden vom SED auf Anfrage ausführte.

Bei der Freiburger Kantonspolizei waren im Verlauf des Dienstagvormittags keine Meldungen eingegangen, wie es auf Anfrage hiess.

Epizentrum beim Schwarzsee

Das Beben ereignete sich um 09:18 Uhr. Das Epizentrum lag rund neun Kilometer nordwestlich des Schwarzsees. Bei einem Ereignis dieser Stärke bebe die Erde normalerweise nur wenige Sekunden, führte Zbinden aus.

Auf der Internetseite des Erdbebendienstes wurde zunächst eine Stärke von 3,2 angegeben, die präzisere manuelle Berechnung durch Spezialisten des Erdbebendienstes ergab einen Wert von 3,3.

Am Schwarzsee handelte es sich laut Erdbebendienst um ein einzelnes Beben. Allerdings werde ein solches Beben im Normalfall nicht als einzelner Stoss verspürt, sondern als Erschütterung, die mehrere Sekunden andauere.

Wie ein Beben verspürt wird hängt laut Zbinden nicht nur von der Stärke ab. Personen näher am Epizentrum, die beispielsweise einer ruhigen Tätigkeit nachgehen, verspüren es eher als solche, die weiter entfernt und beispielsweise in Bewegung sind.

Laut dem SED wurde das Beben bis nach Freiburg und Bern wahrgenommen. In den Sozialen Medien meldeten verschiedene Personen aus der Region, sie hätten die Erdstösse gespürt.

Wie im Wallis

Am vergangenen Freitagabend hatte die Erde ähnlich stark im Wallis gebebt. Damals wurde eine Magnitude von 3,4 auf der Richterskala gemessen, das Epizentrum lag nordwestlich von Sitten.

Am 6. März hatte ein Beben der Stärke 4,6 die Zentralschweiz erschüttert. Ein Erdbeben dieser Stärke kommt im Durchschnitt alle fünf Jahre vor. In der Schweiz werden pro Jahr bis zu 800 kleinere Erdbeben registriert, die keine Schäden anrichten.

Das stärkste, historisch belegte Erdbeben der Schweiz mit einer Magnitude von 6,6 ereignete sich im Jahr 1356 in Basel.

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