Erste Schweizer Gold-Hoffnung im Einsatz

Das Schweizer Rad-Team um Fabian Cancellara hat für das Strassenrennen von heute Samstag eine Medaille im Visier. Dazu müssen die Schweizer Verbündete finden, um die Sprinter zu eliminieren.

Cancellara will mit Schweizer Kreuz wieder Edelmetall (Bild: sda)

Das Schweizer Rad-Team um Fabian Cancellara hat für das Strassenrennen von heute Samstag eine Medaille im Visier. Dazu müssen die Schweizer Verbündete finden, um die Sprinter zu eliminieren.

Auf dem Rundkurs in Surrey haben die Fahrer neun Mal den Box Hill zu erklimmen. Dies bedeutet auf einer Totaldistanz von 240 km rund 25 km Steigung. Ob dies reicht, um Sprinter vom Format eines Marc Cavendish oder André Greipel auszuschalten? Nach der letzten Passage des Box Hill verbleiben über 20 km Rückfahrt ins Ziel, was den Sprintern vielleicht ermöglicht, wieder an die Spitze zurückzukehren.

„Wir haben das stärkste Team der Welt. Für die Gegner wird es äusserst schwierig, uns zu Verlierern zu machen“, erklärte der Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins. Für ihn ist klar, dass er sich für die Dienste erkenntlich zeigen will, die ihm im Verlaufe der Tour zu teil geworden sind. Wiggins stellt sich vollumfänglich in die Dienste des Sprint-Asses Mark Cavendish.

Dieser soll mit dem Gewinn der Goldmedaille die Olympischen Sommerspiele für Grossbritannien lancieren. Christopher Froome, bei Sky Procycling Teamkollege von Wiggins und Cavendish, David Millar und der britische Landesmeister Ian Stannard haben das gleiche Ziel: Cavendish den Weg zu einem der wichtigsten Spurts seiner Karriere ebnen.

Es gibt einen einzigen Weg, den Sprintern das Leben zu erschweren: das Rennen so hart wie möglich zu machen. Dazu gehört, die Steigung zum Box Hill so schnell wie möglich hochzufahren. Dies ist in den letzten beiden Runden die Aufgabe von Michael Albasini. Dem in der Tour de France glücklosen Ostschweizer könnte so die Chance seines Lebens winken, indem andere Teams ebenfalls ihre Co-Captains nach vorne schicken und sich eine hochkarätige Spitzengruppe bildet. Albasini kann sich nicht mit den reinen Sprintern messen. Aber bei der Ankunft einer kleinen Gruppe ist seine Endgeschwindigkeit nicht zu unterschätzen.

Er habe sich schnell und gut von der Tour de France erholt und sei für London bereit, hielt Albasini fest. Er liess keine Zweifel aufkommen, dass er sich zusammen mit Michael Schär, Gregory Rast und Martin Elmiger vollumfänglich hinter Fabian Cancellara stellt. Der Berner strahlte am Vortag seines ersten von zwei Einsätzen eine grosse Ruhe aus: „Ich habe meine Vorbereitungen zu hundert Prozent richtig gemacht. Druck verspüre ich nicht, weil ich schon zwei Olympiamedaillen gewonnen habe. Wir gehen mit einem starken Team an den Start und werden unser eigenes Rennen fahren.“

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