EU-Parlamentarier sagen Iran-Besuch ab

Nach dem Verbot eines Besuchs bei den inhaftierten Trägern des Sacharow-Preises für Meinungsfreiheit haben die EU-Parlamentarier eine Abgeordnetenreise in den Iran abgesagt.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (Bild: sda)

Nach dem Verbot eines Besuchs bei den inhaftierten Trägern des Sacharow-Preises für Meinungsfreiheit haben die EU-Parlamentarier eine Abgeordnetenreise in den Iran abgesagt.

Er bedaure zutiefst, dass den Parlamentariern ein Treffen mit der Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh und dem sozialkritischen Filmemacher Dschafar Panahi verwährt worden wäre, teilte Parlamentspräsident Martin Schulz mit.

Zuvor hatte der iranische Botschafter bei der Europäischen Union erklärt, dass den Abgeordneten nicht zugesichert werden könne, die beiden Preisträger zu treffen. Das EU-Parlament hatte Sotudeh und Panahi am Freitag mit dem Preis ausgezeichnet.

Im Streit über das iranischen Atomprogramm haben sich die Beziehungen zwischen der EU und der Islamischen Republik nach neuen Sanktionen zuletzt weiter verschlechtert.

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