Fehlender Farner

Baschi Dürr unterschlägt in seinem Wahlprospekt seinen Arbeitgeber. Er spricht lieber von einem KMU, als von Farner – der einflussreichsten PR-Agentur der Schweiz.  Eine schmucke Broschüre hat sich der FDP-Regierungsratskandidat Baschi Dürr für die Wahlen zusammengestellt. Unter dem Slogan «Mehr Mut zur Freiheit» macht er gekonnt Werbung in eigener Sache. So erfahren wir, dass er […]

Baschi Dürr will seinen Arbeitgeber lieber nicht namentlich erwähnen.

Baschi Dürr unterschlägt in seinem Wahlprospekt seinen Arbeitgeber. Er spricht lieber von einem KMU, als von Farner – der einflussreichsten PR-Agentur der Schweiz. 

Eine schmucke Broschüre hat sich der FDP-Regierungsratskandidat Baschi Dürr für die Wahlen zusammengestellt. Unter dem Slogan «Mehr Mut zur Freiheit» macht er gekonnt Werbung in eigener Sache. So erfahren wir, dass er sich als Freisinniger konsequent gegen staatliche Bevormundung und eine hohe Regelungsdichte, für weniger Abgaben und den Schutz der Privatsphäre einsetzt. Letzteres scheint dem 35-Jährigen auch in seinem Wahlprospekt sehr, sehr, sehr wichtig zu sein. Dort gibt er nämlich zweimal an, «Geschäftsleitungsmitglied eines KMU» zu sein.

Dass mit diesem KMU die Basler Filiale der PR-Agentur Farner gemeint ist, blendet Dürr aus. Ist ja auch nicht so relevant, oder? Ganz wohl scheint es dem FDP-Kandidaten offensichtlich nicht zu sein, für eine Agentur zu arbeiten, die eine konservative Schweiz verkörpert und für ihre Geheimnistuerei bekannt ist. Mehr Mut (zur Freiheit) bitte, Herr Dürr! 

Konversation

  1. Man kann zu Guy Morin und Hans-Peter Gass stehen wie man will, aber was uns die Bürgerlichen und die SVP hier als Kandidaten vorsetzen, ist eine Zumutung! OK, die SVP hat immer und schweizweit Mühe mit Exekutiven – da zählen plötzlich Köpfe und Leistungsausweise anstatt linientreue Parteisoldaten. Daher schlechte Karten für Hafner / Nägelin.
    Bei der FDP haben wir mit Dürr einen Turbo-Neoliberalen und mit Haller einen Autolobbyisten – nein danke! Das einzige, was für Dürr spricht ist sein Alter; er würde der Exekutive zumindest in dieser Richtung ein wenig Jugendlichkeit beisteuern, was aber wohl nicht auf seine neoliberalen Rezepte zutrifft. Angesichts dieser Kandidaturen ist für mich klar, dass ich mich bei allen Schwächen für die Bisherigen entscheiden werde. Mangels Alternativen bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als für den zurücktretenden Gass (endlich!) das in meinen Augen geringste Übel zu wählen – Baschi Dürr.

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