Flotte Fehler bei den Piraten

So sehr beschäftigt uns die Technik, dass es bereits Parteien gibt, deren ganzes Programm sie darstellt. Wenn dann ebendiese Technik einer solchen Partei noch einen Streich spielt, dann meint es das iKarma wirklich nicht gut. Dass nicht einmal die Piratenpartei mit der Autokorrektur zu Rande kommt, lässt aufhorchen. Da flatterte doch jüngst ein ganz und […]

Das Parteiprogramm aus dem Piraten-Bastelkeller.

So sehr beschäftigt uns die Technik, dass es bereits Parteien gibt, deren ganzes Programm sie darstellt. Wenn dann ebendiese Technik einer solchen Partei noch einen Streich spielt, dann meint es das iKarma wirklich nicht gut.

Dass nicht einmal die Piratenpartei mit der Autokorrektur zu Rande kommt, lässt aufhorchen. Da flatterte doch jüngst ein ganz und gar analoges Flugblatt ins Haus, Absender sind die Basler Piraten. Darauf findet sich sowohl Konkretes (freies WLAN für alle) als auch Vages (mehr Demokratie) – und eben jener verfluchte Tippfehler.

Oder ist es gar ein Freudscher Vertipper? Kam etwa auch dem verantwortlichen Grafiker das Ganze arg gebastelt vor?

Konversation

  1. Um es gleich vorweg zu sagen: Blau ist meine Lieblingsfarbe! Keine Ironie, sondern Tatsache. Aber: Bahnhof SBB und Blau. Da sehe ich zuweilen Rot. Was ich nämlich als regelmässiger Kunde der SBB (mit GA) sehen möchte, wäre eine Generalanzeige der auf dem Bahnhofvorplatz verkehrenden Tram- und Buslinien. Auf dass ich mich zum Beispiel entscheiden kann, nehme ich Richtung Westen den 50er-Bus oder das Tram Nummer 1. Da windet sich die SBB seit Jahren um die Installation einer solchen Anzeigetafel, da werden allerlei Argumente vorgeschoben, von wegen zusätzlichem Stau der Passagiere, weil sie auf eine solche Tafel schauen würden und dergleichen mehr. Machen hier die zuständigen Stellen bei der SBB seit Jahren „blau“ oder werde ich so gezwungen, bei diesem Thema nur noch „rot“ zu sehen? Am Wochenende sehe ich hin und wieder Rot-Blau, aber das ist eine andere Geschichte…..

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  2. Mir ist Diversität auch wesentlich lieber als Einheitsbrei 😉
    Ich setze mich v.a. für selbstbestimmte Identität und Chancengleichheit ein, statt Schubladisierungen und Diskriminierungen
    Es war halt einfach ein dummer Typo; ich kann sonst auch gerne einbringen, dass wir noch eine „BasTlerinnen und BasTler“-Ausgabe drucken sollten ;-D

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  3. So daneben ist der Fehler ja auch wieder nicht.
    Unter Gleichstellung verstehe ich, dass man gleich gestellt ist, aber nicht unbedingt gleich, damit meine ich Einheitsbrei.
    Bastlerin, heisst ja auch praktisch begabt und das fehlt ja den Politikern vielfach. Also ist der „Fehler“ nicht mal so schlecht.
    Mir war das Parteiensysstem auch nie so sympatisch. Ich will Menschen und nicht Programme in der Politik. Ich bin gespannt auf die Piraten, was sich da zeigen wird. Eine Aufmischung in der Politik ist dringend von nöten!

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  4. Die Forderung nach „mehr Demokratie“ ist nur auf dem Flyer vage und nicht in unserem Wahlprogramm.
    Auf dem knappen Raum dieses Kommunikationsmittel lässt sich „Liquid Democracy“ [1] aber auch nicht wirklich sinnvoll erklären für diejenigen, die es zum ersten Mal lesen…

    Ja, mich hat der Tippfehler auch etwas genervt als Engagierter für Gleichstellung [2]; bei der nächsten Flyer-Charge ist der Fehler aber sicher korrigiert 😉

    Pat Mächler
    Vizepräsi Piratenpartei beider Basel
    Erstkandidierender auf Liste 2 im Kleinbasel

    [1] siehe http://www.tageswoche.ch/de/2012_15/schweiz/414125/die-noch-direktere-demokratie.htm
    [2] siehe dazu etwa http://bazonline.ch/basel/stadt/Piraten-wollen-Basel-entern/story/16154528

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  5. Wenn früher jem. einen alten Fernseher los werden wollte, welcher aber mehr flimmerte als wirklich zufrieden stellend funktionierte, schrieb er/sie in die Annonce dann jeweils
    ‚TV gratis abzuholen – für Bastler’. Da wusste man gleich: Das ist nix für mich. Das gibt nur Ärger. Womit wir bei der Politik und den Piraten wären.

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