Die Leichen von zehn Flüchtlingen sind am Samstag vor der libyschen Küste bei 15 Rettungseinsätzen unter Aufsicht der italienischen Küstenwache geborgen worden. Dabei wurden 2185 Menschen an Bord von Booten gerettet, die in Richtung Italien unterwegs waren.
Die Leichen befanden sich an Bord eines Schlauchbootes, das die Rettungseinheiten 40 Seemeilen vor Libyen erreichen konnten, teilte die Küstenwache mit.
Weitere zwölf Leichen, die in den vergangenen Tagen im Mittelmeer geborgen wurden, trafen an Bord eines Schiffes im Hafen der sizilianischen Stadt Trapani ein. Zu den Leichen zählte auch jene eines Neugeborenen, dessen Mutter sich retten konnte. Neun der zwölf Todesopfer sind Frauen.
Von Libyen aus versuchen immer wieder Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Oft werden sie von Schleppern in seeuntüchtige und völlig überladene Boote getrieben. Nach Angaben der UNO starben in diesem Jahr bereits mehr als 4000 Menschen bei der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer. Im Jahr 2015 gab es 3771 Tote.