Fragen und Antworten zur Auflage der TagesWoche

Ist die Auflage der TagesWoche korrekt? Nach Vorwürfen in anderen Basler Medien, die Auflage der TagesWoche sei manipuliert, trifft die Basler Staatsanwaltschaft Vorabklärungen und leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Die TagesWoche begrüsst diese Abklärung und nimmt Stellung zu den Vorwürfen. Ist die Auflage der TagesWoche korrekt? Nach Vorwürfen in anderen Basler Medien, die Auflage der TagesWoche […]

Zeitungsdispenser von heute Freitag am EuroAirport.

Ist die Auflage der TagesWoche korrekt? Nach Vorwürfen in anderen Basler Medien, die Auflage der TagesWoche sei manipuliert, trifft die Basler Staatsanwaltschaft Vorabklärungen und leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Die TagesWoche begrüsst diese Abklärung und nimmt Stellung zu den Vorwürfen.

Ist die Auflage der TagesWoche korrekt? Nach Vorwürfen in anderen Basler Medien, die Auflage der TagesWoche sei manipuliert, trifft die Basler Staatsanwaltschaft Vorabklärungen und leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Die TagesWoche begrüsst diese Abklärung und bedauert die entstandene Verunsicherung in der Leserschaft und bei Anzeigenkunden. Die TagesWoche wird künftig volle Transparenz herstellen auch in der Verbreitung ihrer gedruckten Auflage. Zu den aktuellen Fragen rund um die Beglaubigung unserer Auflage nehmen wir gerne Stellung:

Warum liefert die TagesWoche mehrere Tausend Exemplare in die Flughäfen?

Die TagesWoche ist als neues Medium bestrebt, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, auch über den engeren regionalen Raum der Nordwestschweiz hinaus. Dazu gehören auch Promotionsmassnahmen durch den Vertrieb von Exemplaren in öffentliche Warteräume. Die Passagiere der Flughäfen sind für die TagesWoche grundsätzlich ein interessantes Publikum, da es in der Regel ausreichend Zeit hat, sich in die Lektüre einer anspruchsvollen Wochenzeitung zu vertiefen. Auch für Anzeigenkunden ist es ein interessantes, kaufkräftiges Publikum.

Handelt es sich bei den Flughafen-Exemplaren um Gratis-Exemplare?

Die Exemplare der TagesWoche werden von der für die Belieferung der Flughäfen zuständigen Customer Ground Service CGS erworben und den Passagieren zur Verfügung gestellt. Es erfolgt eine Gegenverrechnung der Leistungen, die in der Buchhaltung ordentlich ausgewiesen wird, auch hinsichtlich der MWST. Die CGS liefert nach eigenen Angaben jährlich rund 1 Mio. Zeitungen und Magazine an die Schweizer Flughäfen Zürich, Basel und Genf. Darunter sind 25 verschiedene Titel im Bereich Tagespresse und Magazine.

Warum liefert die TagesWoche so viele Exemplare an die Flughäfen?

Die TagesWoche ist – in gedruckter Form – eine Wochenzeitung. Für die Berechnung des mutmasslichen Bedarfs an Exemplaren in den Flughäfen ist die Nutzung pro Tag relevant. Zum Vergleich: Die «Basler Zeitung» gibt an, 1500 Exemplare an die Flughäfen zu liefern. Die «bz Basel» liefert laut Regionaljournal Basel vom 5. Februar rund 2500 Exemplare an die Flughäfen. Das wären – sofern diese Angaben stimmen – je mindestens 9000 bzw. 15’000 Exemplare wöchentlich. Gemäss Chefredaktor Matthias Zehnder liefert die bz allerdings «nur einige hundert Exemplare» an den EuroAirport. Zum Vergleich: Die TagesWoche liefert bisher rund 11’000 Exemplare wöchentlich.

Warum ist der Anteil der Flughafen-Exemplare bei der TagesWoche höher als bei anderen Basler Zeitungen?

Der Anteil an Promotionsexemplaren ist bei einer Neulancierung zwangsläufig höher als bei einer Zeitung oder Zeitschrift, die seit Jahrzehnten im Markt auftritt. Einerseits wegen der Marketinganstrengungen, um eine neue Publikation bekannt zu machen, andererseits, weil die abonnierte Normalauflage erst über Jahre hinweg aufgebaut werden muss.

Warum ist die Flughafen-Auflage Teil der als verkauft beglaubigten Auflage?

Die TagesWoche hat sich an den Richtlinien der AG für Werbemedienforschung WEMF orientiert. Gegengeschäfte sind demnach zugelassen und können der beglaubigten verkauften Auflage zugerechnet werden. Das bestätigt auch die WEMF ausdrücklich. Der WEMF standen bei der Beglaubigung der TagesWoche stets alle gewünschten Unterlagen zur Verfügung.

Ist den Anzeigenkunden ein Preisnachteil entstanden?

Die Anzeigenpreise der TagesWoche sind seit ihrer Lancierung – unabhängig von der Auflagenentwicklung – unverändert preiswert geblieben. Es besteht in der Printmedienwerbung kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Auflage- und Preisentwicklung.

Ist es nicht fragwürdig, wenn ein Basler Anzeigenkunde in einem Medium aus Basel inseriert, dann jedoch mehrere Tausend Exemplare auch ausserregional geliefert werden?

Praktisch jede Zeitung oder Zeitschrift hat Leserinnen und Leser auch ausserhalb ihres Kerngebiets. Wie gross dieser Anteil ist, hängt wesentlich von der Konzeption des Mediums ab. Die TagesWoche findet als Wochenzeitung aus Basel auch erfreulich grossen Anklang national und international. Das kann für Anzeigenkunden auch ein Vorteil sein. Wir nehmen die aktuellen kritischen Stimmen jedoch ernst und werden uns bemühen, künftig mehr Transparenz auch in der Frage der regionalen Verbreitung der TagesWoche zu schaffen. Unsere aktuelle Vertriebsstruktur überprüfen wir. Sollten wir Kunden durch die bisherige Praxis bei der Auflagebeglaubigung irregeführt und enttäuscht haben, tut uns dies sehr leid und wir entschuldigen uns dafür.

Ihre TagesWoche

Konversation

  1. Ich akzeptiere die Entschuldigung. Ist wohl etwas beschissen gelaufen. Den grossen Skandal kann ich nicht entdecken. Es handelt sich beim Vorgehen der TagesWoche um durchaus gängige Praktiken. Die WEMF war und ist übrigens noch immer ein Insiderclub für die Verleger, mit teilweise intransparenten Regeln. Schon vor 35 Jahren habe ich als Neuling in der Branche gelernt, wie die WEMF-Zahlen zu eigenen Gunsten interpretiert werden können. Für Werbetreibene letztlich relevant sind nicht die Auflage- sondern die Leserzahlen. Ein Exemplar mit 10 Lesern ist gleich viel Wert, wie 10 Exemplare mit je einem Leser.

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  2. Bitte schafft Transparenz was den Absatz der Tageswoche betrifft.
    Ich schätze die Zeitung sehr, und würde es begrüssen, wenn ihr dem Absatz-Streit ein Ende setzen würdet, und wenn ihr weiterhin Euer bestes gebt, und für uns Leser eine gute Alternative zur Standardpresse in Basel bleibt.

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  3. EINERSEITS war ich bis vor ein paar Tagen ja auch irgendwie der Meinung, die TaWo hätte über 20’000 bezahlende Abonnenten. Was aber nicht zu stimmen scheint, wobei das nicht nur die Schuld der TaWo ist, sondern auch der WEMF, die scheinbar eine sehr seltsame Berechnung zur Bestimmung der Auflagen anstellt. Trotzdem ist man irgendwie „enttäuscht“ – wenn man sich vorher getäuscht hatte und jetzt eines Besseren belehrt wurde! Das ist aber kein juristisches Problem, sondern „nur“ ein Image-Problem.

    ANDERERSEITS geht es in Bezug auf das Finanzielle ja um Werbetreibende. Denen es aber wiederum auch herzlich egal ist, ob die Leute für die vertriebenen Zeitungen bezahlt haben oder nicht. Sonst würden sie doch niemals in „20 Minuten“ Inserate schalten! Anders gesagt: denen geht es nur um Leser. Die aber die TaWo durch WEMF (bisher??) nicht erheben lässt. In anderen Worten: Beglaubigte Leserzahlen für die TaWo scheint es nicht zu geben.

    Was nun die Flughäfen anbelangt so ist es doch so, dass die dortigen Exemplare ja ebenfalls auch gelesen werden. Ob gründlicher oder weniger gründlich als zu Hause müsste man zuerst untersuchen bevor man da was behauptet. Jedenfalls ist es Unsinn, diese Zeitungen als praktisch „gedrucktes Altpapier“ zu bezeichnen (auch wenn sie irgendwann so enden): Die sind als Werbeträger nicht prinzipiell schlechter als Zeitungen zu Hause.

    Hier ist also das einzige Problem nicht die Zahl, sondern die Tatsache, dass Werbende in einem als primär „baslerisch“ verstandenen Medium kaum sein Zielpublikum erreicht, wenn es vom Bündner Geschäftsmann auf seinem Flug von Zürich nach Johannesburg gelesen wird!

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  4. Ja Sie haben es ja weiter oben schon geschrieben
    Sie hassen Heuchler… Was auch immer das sind…

    Es kann Ihnen doch eigentlich egal sein wieviel dieser ‚Schnapsnasen‘ ein Abo besitzen.
    Da Sie ja offensichtlich den Besitzerwechsel der Baz gut fanden oder finden lesen Sie doch einfach dieses Blatt und alles ist ok. Das ist doch das Schöne daran, jeder hat die Möglichkeit die Zeitung oder wie immer Sie es nennen möchten, die er mag zu lesen.
    Warum Sie sich so in das Malheur der TAWO verbeissen verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
    Als ‚Aussenstehender‘ können Sie ja Ihre Meinung kundtun, das ist ja ok, was Sie sich aber von dieser ‚Hasstirade‘ versprechen, verstehe ich nicht. (muss ich auch nicht, ich weiss)

    Ich hoffe das Sie trotzdem ein gutes Wochende haben.
    Dazu, mit der Baz als Lektüre wünschen ich Ihnen alles Gute.

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  5. Die neue Form des Widerstandskämpfers. Oder: Wie sag ich’s der Welt, wenn es meine Frau nicht mehr hören kann.

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  6. Das Ergebnis Ihrer „Aufklärung“:
    (in der Zusammenfassung derselben durch Herrn Stucki):
    „wahscheinlich, scheint so, gehen wir mal davon aus, wäre es meines Erachtens … etc.“

    Ihr Perpetuum mobile zappelt zwar noch, aber es ist absehbar, dass es von seiner Energie abgekoppelt wird. Bald.

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  7. wahscheinlich, scheint so, gehen wir mal davon aus, wäre es meines Erachtens … etc.

    Solche Wörter verwendet man normalerweise wenn man etwas annimmt das man nicht weiss.

    Da Sie ja aber wissen, sollte Sie solche Wörter nicht gebrauchen

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  8. Das sich Telebasel dazu hergibt, für die BaZ so eine Drecksarbeit zu machen, spricht bestimmt nicht für diese Medium! Tief gesunken ihr Typen von Telebasel, das merkt ja jeder Blinde.

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  9. Jemand hat im Unternehmen Mitte eine TaWo Ausgabe mit üblen Schimpfwörtern verschmiert. Ich habe dann diese primitive Aktion zufällig gesehen, und alle Beschimpfungen unleserlich genacht!
    Es gibt Leute, die ereifern sich noch mehr als Sie, oder?

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  10. Bei mir ist eine Frage aufgetaucht die ich gerne hier stellen möchte.

    Die TAWO ist ja online kostenlos zu lesen. Wenn ich das richtig verstehe verdient sie damit kein Geld.
    Wenn dem so ist, dann ist also die Printausgabe vom Freitag die einzige Einnahme Quelle.

    Etwas böse ausgedrückt könnte man sagen es gibt die wöchentliche Printausgabe nur um etwas Geld zu verdienen. Nicht dass man mich jetzt falsch versteht. Ich habe seit Anfang ein Abo, finde es gut, lese die Ausgabe auch regelmässig und auch der Preis scheint mir angemessen.

    Bei der jüngeren Leserschaft die sich nur online informiert (und auch bei den Schnäppchenjägern und Profiteuren) ist das natürlich kein Thema. Ich gehöre noch zu einer Generation die für eine Leistung die sie von andern beansprucht etwas bezahlt.
    Nun die Zeiten haben sich geändert und es ist sicherlich so dass die Zukunft im Online Business liegt.

    Nun zu meiner Frage: wie wird sich eine TAWO (gilt wahrscheinlich auch für alle andern) finanzieren wenn sie keine Printmedien mehr verkauft ?

    Wird es dann so sein wie z.B. bei der NZZ oder andern Medien die man abonnieren muss damit man lesen kann?

    Oder gibt es noch andere Wege der Finanzierung? (Mäzenentum ausgeschlossen)

    Das ganze ist nicht ironisch gemeint, es ist eine ernstgemeinte Frage

    Danke für Aufklârung.

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