Fragwürdige Werbung (auf die in Zukunft verzichtet wird)

Calanda will ihr neues Panaché unbedingt unter die Leute bringen. Und schreckt dabei auch vor leicht fragwürdigen Aktionen nicht zurück. In Zukunft will die Firma auf solche Praktiken verzichten. Im Milchkästchen, dort wo schlaue Kinder (und ihre Eltern) gerne die dreckigen Sandschaufeln und ein paar Extrahosen zwischenlagern, in diesem Milchkästchen lag in den letzten paar […]

Kleines Werbegeschenk.

Calanda will ihr neues Panaché unbedingt unter die Leute bringen. Und schreckt dabei auch vor leicht fragwürdigen Aktionen nicht zurück. In Zukunft will die Firma auf solche Praktiken verzichten.

Im Milchkästchen, dort wo schlaue Kinder (und ihre Eltern) gerne die dreckigen Sandschaufeln und ein paar Extrahosen zwischenlagern, in diesem Milchkästchen lag in den letzten paar Tagen eine Überraschung. Genauer: in den Milchkästchen rund um den Neuweiler-Platz.

Die Überraschung war eine kühle Dose Bier. Eine Art Bier auf jeden Fall, das neue Panaché von Calanda (sie nennen es Radler und schafften es damit in den «Blick») mit nur 2 Promille-Alkoholgehalt. Das und dass der Zitronensaft dem Radler «eine leichte Trübung verschaffe», erfährt man auf der Website von Calanda. Allerdings nur, wenn man ein Geburtsdatum eingibt, das einen älter als 18 Jahre macht.

Die Kinder vom Neuweilerplatz hatten es da einfacher: Sie erhielten die Dose Bier frei Haus geliefert. Das waren sicher lustige Pfingsten.

 

PS: Eine Anfrage zur Promotion bei Calanda läuft. Eine Antwort ist aber wohl nicht vor Dienstag zu erwarten.

PPS: Mittwoch, 22.5.2013: Die Antwort ist da! Carmen Wyss, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Heineken, gelobt Besserung. Man habe das neue Bier in sechs Städten «breit gesampelt», spricht verteilt, und habe die Dosen auch in Briefkästen gestellt. «Mietverträge können nur von volljährigen Personen abgeschlossen werden und darum hielten wir es für unbedenklich, die Dosen auch in Briefkästen zu deponieren, die ja nur volljährigen Personen gehören können.» Dabei habe man aber nicht bedacht, dass Kinder ebenfalls Zugang zu den Briefkästen haben könnten. «Das haben wir nicht berücksichtigt. In Zukunft werden wir auf solche Aktionen verzichten.»

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