Fremde(r) Fötzel

Eigentlich schön, wenn Leute auch mal über die eigene Nasenspitze hinausschauen. Roland Ruf etwa sorgt sich ums Kleinbasel – ohne selber dort zu wohnen. Derzeit läuft im Kleinbasel eine Petition des «Komitee Wohnen und Leben», die fordert, dass Wohnungen in Immobilien des Kantons nur noch an «Schweizer oder sehr gut integrierte Einwohner/innen» vermietet werden (die […]

Komitee-Präsident Ruf will unterschriebene Petitionsbögen nicht nach Hause geschickt bekommen.

Eigentlich schön, wenn Leute auch mal über die eigene Nasenspitze hinausschauen. Roland Ruf etwa sorgt sich ums Kleinbasel – ohne selber dort zu wohnen.

Derzeit läuft im Kleinbasel eine Petition des «Komitee Wohnen und Leben», die fordert, dass Wohnungen in Immobilien des Kantons nur noch an «Schweizer oder sehr gut integrierte Einwohner/innen» vermietet werden (die TagesWoche berichtete).

Brisantes Detail: Der Präsident des Komitees und Grossratskandidat der SVP, Roland Ruf, wohnt selber nicht im Kleinbasel – sondern in Riehen.

Hat er deswegen nicht die eigene Adresse angegeben, an die die unterschriebenen Petitionsbogen zurückgesendet werden können?

Unfreiwillige Pointe: Ruf wohnt an der Helvetierstrasse. Ausgerechnet!

Konversation

  1. Wenn’s ganz schlimm wird, gehen Sie zu Ohrenarzt.

    Aber sonst bin ich tatsächlich der Meinung, dass die extreme Rechte auch und dank des Wirbels den sie bei jeder Gelegenheit macht profitiert. Wenn Sie anderer Meinung sind auch gut. Bereiten sie ihnen weiter eine Plattform. Wer ist Herr Ruf? Jetzt erinnere ich mich, bei uns im Haus wurde der „Bittschriftwisch“ auch in die Briefkästen verteilt. Die meisten davon wurden weggeschmissen. Und dann vom der Abwartin in den Papierabfall getan. Wo er ja auch hingehört.

    Aber vielleicht bin ich, obwohl ich zwar noch leidlich gut höre, halt sonst ein bisschen beschränkt oder Plemplem. Insbesondere dann, denke ich, wenn es um extreme Ansichten und Verlautbarungen geht. Denn sie interessieren mich nicht.

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  2. Auch wenn die Medien davon „leben“, denke ich doch, dass das Fernsehen, die Radiosender und die Online- wie die Print-Ausgaben von Zeitungen extrem rechten „Volksfeinden“, bei denen Gesinnung und eigene Interessen miteinander verzahnt sind, etwas weniger Beachtung schenken sollten.

    So auch Herrn Ruf gegenüber. Er hätte sicher 4 Jahre lang Zeit gehabt, tagtäglich irgendwo Präsident zu werden, um als „Untertan“, untertänigst „Petitionen“, Bittschriften, lancieren zu können. Hat er aber nicht. Doch er will als Kandidat einer bis zum äussersten gehenden, politischen Clique diesen Herbst gewählt werden. Doch wer wählt schon der breiten Öffentlichkeit Unbekannte? Also fangen sie an, sich auf irgendeine Weise zu „inszenieren“, Remmidemmi zu veranstalten. „Und es funktioniert“. Zumindest was die momentane „Publicity“ betrifft.

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