Gesamtweltcupsiege für Schurter und Neff

Nino Schurter und Jolanda Neff sorgen im Mountainbike-Weltcup für eine Premiere. Erstmals gewinnt die Schweiz sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Gesamtwertung im Cross Country.

Nino Schurter triumphiert auch im Val di Sole und sichert sich überlegen den Gesamtweltcupsieg (Bild: SI)

Nino Schurter und Jolanda Neff sorgen im Mountainbike-Weltcup für eine Premiere. Erstmals gewinnt die Schweiz sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Gesamtwertung im Cross Country.

Nino Schurter präsentiert sich vor dem Saison-Highlight, dem WM-Rennen am 5. September in Andorra, in ausgezeichneter Form. Der 29-Jährige gewann anlässlich des Weltcup-Finals im Val di Sole (It) das dritte Rennen in Folge auf höchster Stufe. Zuvor hatte er Anfang August zweimal in Nordamerika die Oberhand behalten. Im Trentino setzte sich Schurter letztlich mit fünf Sekunden Vorsprung gegenüber dem französischen Weltmeister Julien Absalon durch. Mit dem Aargauer Florian Vogel auf Platz 3 stand ein weiterer Schweizer auf dem Podest.

In keinem der sechs Weltcup-Rennen war Schurter heuer schlechter als Zweiter. Dergestalt gewann er überlegen zum vierten Mal nach 2010, 2012 und 2013 den Gesamtweltcup. Im Trentino hätte ihm gar ein 23. Rang für den Triumph in der Overall-Wertung gereicht. Mit nun 17 Weltcup-Siegen egalisierte Schurter die Marke seines Teamchefs Thomas Frischknecht.

Erstmals seit 1991 kommen damit beide Gesamtweltcup-Sieger im Cross Country aus dem gleichen Land. Bei den Frauen triumphierte nämlich die St. Gallerin Jolanda Neff zum zweiten Mal de suite. Im letzten Rennen resultierte für die 22-Jährige Platz 2.

Wie für Schurter geriet auch für Neff der Gesamtweltcupsieg im Val di Sole erwartungsgemäss nie in Gefahr. Ihre Konkurrentin Gunn-Rita Dahle-Flesja war nach einer Lebensmittelvergiftung nicht in Bestform ins Rennen gegangen. In der zweiten Runde schied die norwegische Altmeisterin nach einem Lenkerbruch gar vorzeitig aus. Selbst wenn Dahle-Flesja siegreich gewesen wäre, hätte Neff für die erfolgreiche Titelverteidigung bereits ein 23. Rang genügt. Den vierten Saisonsieg verpasste die Fahrerin vom Team Stöckli letztlich um 57 Sekunden. Erstmals überhaupt im Weltcup stand die 31-jährige Dänin Annika Langvad, die vor acht Tagen in Colorado das 100-Meilen-Rennen von Leadville gewonnen hatte, zuoberst auf dem Podest.

Etwas mehr als eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaften in Andorra darf Neff auf eine äusserst erfolgreiche Weltcup-Saison zurückblicken, stand sie doch in fünf von sechs Rennen auf dem Podest. Dreimal – in Nove Mesto (Tsch), Albstadt (De) und Mont-Sainte-Anne (Ka) – war sie siegreich.

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