GSoA will Kriegsgeschäften mit einer Initiative den Riegel schieben

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) lanciert im April ihre Kriegsgeschäfte-Initiative. Diese richtet sich gegen die «Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten». Mit einer Initiative für ein Verbot von Rüstungsexporten war die GSoA 2009 gescheitert.

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) gibt nicht auf. Nach ihrer gescheiterten Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten lanciert sie ein Volksbegehren, das es der Schweizer Nationalbank und den Pensionskassen verbieten will, in die Rüstungsindustrie zu investieren. (Bild: sda)

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) lanciert im April ihre Kriegsgeschäfte-Initiative. Diese richtet sich gegen die «Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten». Mit einer Initiative für ein Verbot von Rüstungsexporten war die GSoA 2009 gescheitert.

Die GSoA will der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten mit einem Initiative einen Riegel vorgeschieben. Der Lancierung des Volksbegehrens stimmte die jährliche Vollversammlung in Solothurn am Sonntag einstimmig zu, wie die GSoA mitteilte. Während Millionen von Menschen von Krieg und Elend in die Flucht gezwungen würden, laufe das Geschäft mit Kriegsmaterial auf Hochtouren. Auch der Schweizer Finanzplatz spiele dabei eine fragwürdige Rolle, schreibt die GSoA.

Das Volksbegehren, das am 11. April im Bundesblatt publiziert werden soll, will es der Schweizer Nationalbank (SNB) und den Pensionskassen untersagen, in die Rüstungsindustrie zu investieren. Zudem soll der Bund entsprechende Bedingungen für Banken und Versicherungen fördern.

Der Kriegstreiberei einen Riegel vorschieben

Die Rüstungsindustrie profitiere von Konflikten und heize sie mit Waffenlieferungen an, macht die GSoA geltend. Das Begehren bekämpfe Fluchtursachen, indem es für weniger Waffen in Kriegsgebieten sorge. «Mit dieser Initiative schieben wir der Kriegstreiberei endlich einen Riegel», liess sich GSoA-Sekretär Lewin Lempert in der Mitteilung zitieren.

Getragen wird die Volksinitiative von der GSoA, den Jungen Grünen sowie 37 weiteren Organisationen. Die SP-Delegierten beschlossen an ihrer Versammlung vom Samstag in Castione TI, das Begehren zu unterstützen.

Konversation

  1. Als ersten Schritt vielleicht eine Umrüstung auf Heckler und Koch Sturmgewehre. Diese sind dem deutschen Traum aus den 1930ern von einem Gewehr, das um die Ecke schiesst, in den letzten Jahren ein Stück näher gekommen.
    Währenddem unsere Grossmütter für Notfälle noch wussten, wie man mit dem Langgewehr einen Angrifer auf 150 Meter unschädlich macht, will scheints in internationalen Verbänden niemand mehr links und rechts der Deutschen kämpfen.

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  2. Liebe GSoA, warum wollt ihr mich schon wieder in Depressionen stürzen? Wenn man nach der Abstimmung so schwarz auf weiss sehen kann, wieviel % der CH-Stimmbürger so einem Anliegen eine Abfuhr erteilen und es am Ende gar abgelehnt wird, dann möchte ich wieder meine Koffer packen…

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    1. @ Hr. Fischer:
      Alternativ-Idee:
      Gucken Sie sich mal diesen „Verein“ an!
      Vielleicht wäre das sogar ein Grund zum Bleiben.

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  3. @ Hr. meier1:
    Wieso sich auch noch die Finger ölig machen, wenn man im Finanzwesen sogar noch einen weissen Kragen und eine weisse Weste behalten kann?
    Das Letztere stinkt auch viel weniger als das Erstere!

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  4. Sie bringen es eigentlich auf den Punkt. Menschen die nach egozentrischen statt moralischen Grundsätzen handeln und sich hinter der „der Andere macht ja auch“ Ausrede verstecken sind das Problem für das Übel der Welt.

    Aber zum Glück gibt es auch immer mehr progressive Menschen, die an echten Fortschritt glauben und deshalb ehrlich zu sich selbst sind.

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  5. @mindyou:
    Ich bin mir gerade am überlegen, wie man das Schweizer Erflogsmodell auf ein allfälliges schweizinternes Scharmützel anwenden könnte, hat das Land doch selber, trotzt der Vermittlungsbemühungen eines Herrn Niklaus von der Flüh oder der Kappeler Milchsuppe immer wieder handfeste Auseinandersetzungen gehabt, und sei es auch nur wegen Glaubensverschiedenheiten, was ökonomisch durchaus auch ein wirtschaftliches Erfolgsmodell für unsere heimische Rüstungsindustrie abgeben könnte:
    So könnte man sowohl die Katholiken wie die Reformierten, die Romands wie die Deutschhelvetier bei so einem Konflikt mit sicher ausreichenden Mengen Waffen beliefern und sich natürlich gemäss Bestimmungen vom Wiener Kongress strickt neutral auch in so einem Konflikt verhalten.

    Stellt sich nur noch die Frage, ob so ein Herr von der Flüh wegen rüstungstechnischer Geschäftsschädigung und damit Wirtschaftsschädigung der Schweiz dann nicht doch noch post mortem ausgebürgert werden sollte?

    Der Herr Dunant wäre in einem solchen Gedankengang natürlich als wirtschaftsfreundlich einzustufen.

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  6. Sie sind also für eine Ausbeutung und Vernichtung von Mensch und Natur, insbesondere in geschwächten Konflikt- unf Rohstoffländern und nennen ein darauf ausgelegtes System Erfolgsmodell. Hm.

    Also ich kann ihren Kommentar nur als ironisch bewerten und wünsche mir für sie ganz fest dass ich damit richtig liege.

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  7. @ Sacha R.

    „Also ich kann ihren Kommentar nur als ironisch bewerten und wünsche mir für sie ganz fest dass ich damit richtig liege.“

    Lieber Sacha, ich wünsche mir für alle, die deine Freiräume geschätzt haben, dass du uns demnächst einen weiteren eröffnen wirst. Die Einschränkungen, wie sie sich u.a. auch in diesem Forum offenbaren, sind für mich Ausdruck von Abhängigkeiten. Der Austausch von Mensch zu Mensch ist nur noch in einem Rahmen möglich, wie du ihn damals an der Güterststrasse uns ermöglicht hast.

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  8. @Meier1
    Wie Sie richtig bemerken ist der Mensch das Problem.
    Menschen, die wie Sie denken, denen die andern gleichgültig sind und als Ausrede gebrauchen, wenn wir es nicht machen, tut en es die andern. Damit schaffen Sie sich ein ruhiges Gewissen, nehme ich an.

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  9. @ M Cesna

    Als Nachfolger von Herrn NvdF würde ich den Herrn Ziegler vorschlagen. Herr Ziegler hat wie NvdF Weit- und Nahsicht. Herr Ziegler wird, genau so wie Herr NvdF damals, lächerlich gemacht von den Nutzniessern des Systems. Der ganze Mythos um NvdF ist eine Konstruktion der heutigen Ausbeutungsindustrie, unisono mit den Kirchen. Der Zweck der Übung: Verdummung und Versklavung der Untertanen. Conclusio: Es ändert sich nichts Wesentliches unter der Sonne.

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