In Platinis Plänen wird die Euro 2020 in Basel gespielt

Uefa-Präsident Michel Platini treibt seine Idee von einer Europameisterschaft an Austragungsorten in verschiedenen Ländern voran. Zu diesen soll auch die Schweiz gehören.

Michel Platini, Präsident der Uefa, weiss, wie er die kleinen Nationen bei Laune halten kann. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

Uefa-Präsident Michel Platini treibt seine Idee von einer Europameisterschaft an Austragungsorten in verschiedenen Ländern voran. Zu diesen soll auch die Schweiz gehören.

Laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung zählt Basel zu den 13 möglichen Spielstätten einer Europameisterschaft in neuem Format. Die anderen Kandidatenstädte sind Berlin, London, Madrid, Lissabon, Paris, Amsterdam, Brüssel, Athen, Rom, Moskau, Istanbul und Zagreb mögliche Spielstätten. Dass Basel und nicht Bern Schweizer Austragungsort wäre, liegt in erster Linie an der grösseren Zuschauerkapazität des St. Jakob-Park mit seinen knapp 40‘000 Plätzen gegenüber dem Stade de Suisse mit rund 30‘000.

Noch müssen aber einige Hindernisse überwunden werden, ehe die Schweiz wieder als EM-Austragungsort in Frage kommt. Über Platinis Idee, die er bereits im Juli, zum Ende der Euro 2012 in Polen und der Ukraine vage vorgestellt hatte, berät zunächst das Exekutivkomitee der Uefa am 7. Dezember. Im bisherigen Fahrplan für die Euro 2020 ist Bewerbungsschluss im September 2013 und die Vergabe auf Mai 2014 terminiert.

Selbst wenn der Kontinentalwettbewerb 2020 zum 60. Geburtstag der Uefa so durchgeführt wird, wie es dem französischen Präsidenten vorschwebt, muss auch noch die Schweizer Nationalmannschaft eine beachtlichen Teil zu Partien in Basel beitragen. Sie müsste sich als eines der zwölf besten Teams für das Turnier qualifizieren.

Ein einmaliges Experiment

Gemäss «Bild» ist in einem ersten Entwurf geplant, die Vorrunde mit sechs Gruppen à vier Mannschaften in zwölf Ländern auszutragen. Die zwei gesetzten Teams jeder Gruppe würden einen Spielort stellen. Nach momentanem Stand gehört die Schweiz zu den besten zwölf europäischen Teams.

Im Achtelfinale würden die sechs Gruppensieger weiter in dem Land spielen, in dem sie auch ihre bisherigen Partien bestritten haben. Die Viertelfinals würden an neutrale Standorte vergeben, die Halbfinals und der Final an ein Land. Istanbul ist Favorit für die Halbfinals und das Endspiel, da sich die Türkei bereits mehrmals – so auch für die alleinige Ausrichtung 2020 – beworben hat.

Platini betonte, dass das neue Format nur 2020 zur Anwendung kommen soll. Vorteile sieht der Franzose vor allem im finanziellen Bereich: «Man müsste keine Flughäfen und Stadien erstellen.» In Zeiten wirtschaftlicher Not sei die Idee sehr reizvoll.

Die Euro 2016 findet in Frankreich statt, wo etliche neue Stadien entstehen werden. Nachdem die Teilnehmerzahl von 16 auf 24 Teams erhöht wurde, sind in Frankreich zehn Stadien in neun Städten als Austragungsorte vorgesehen. An vier entstehen neue Stadien – in Nizza, Lyon und Bordeaux – oder sind wie in Lille bereits fertiggestellt.

Konversation

  1. Mal wieder eine völlig blödsinnige Idee von einem Fussballverband, wie auch schon die Entscheidung, die EM zu vergrössern. Durch diese Massnahme würde die Turnierstimmung zerstört, da das Turnier räumlich auseinandergezogen würde. Meiner Meinung nach sollten grosse Sportveranstaltungen nur noch an Orten durchgeführt werden, die die meiste Infrastruktur haben und auch nachher benutzen können.

    Danke Empfehlen (0 )

Nächster Artikel