Jetzt hilft nur noch beten: Desolater FCZ geht mit 0:4 gegen Lugano unter

Die Krise des FC Zürich spitzt sich drastisch zu. Die Zürcher verlieren in der 33. Runde der Super League den Abstiegsthriller gegen Lugano 0:4 und rutschen auf den Abstiegsplatz. Derweil holt auch der FC Vaduz beim 2:0 wichtige Punkte, und Luzern schnuppert wieder an einem Europacup-Platz.

Der Zuercher Philippe Koch am Boden zerstoert nach der Niederlage beim Fussballspiel der Super League FC Zuerich gegen den FC Lugano im Stadion Letzigrund in Zuerich am Mittwoch, 11. Mai 2016. (KEYSTONE/Walter Bieri)

(Bild: Keystone/WALTER BIERI)

Die Krise des FC Zürich spitzt sich drastisch zu. Die Zürcher verlieren in der 33. Runde der Super League den Abstiegsthriller gegen Lugano 0:4 und rutschen auf den Abstiegsplatz. Derweil holt auch der FC Vaduz beim 2:0 wichtige Punkte, und Luzern schnuppert wieder an einem Europacup-Platz.

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Eine Stunde lang zeigte der FCZ im Letzigrund gegen den Aufsteiger eine desolate Leistung, die knappe Führung der Gäste durch Egzijan Alioski, der in der 50. Minute traf, war mehr als verdient. Erst in der letzten halben Stunde, als die Zürcher je länger je mehr alles auf eine Karte setzten, kam der FCZ zu Torchancen.

Der Ausgleich wollte jedoch nicht fallen, im Gegenteil: Die Tessiner erhöhten in der Schlussphase dank einer Doublette von Mattia Bottani und einem weiteren Treffer Alioskis auf 4:0. Der FCZ zeigte Zerfallserscheinungen, die Mannschaft liess sich gehen und hinterliess Bestürzung.

Die Tessiner überholten dank dem Sieg die Zürcher in der Tabelle und setzten sich einen Punkt vor den direkten Konkurrenten, dem sie auch im Cupfinal gegenüberstehen werden. Und da Vaduz zu Hause gegen Sion 2:0 siegte, liegen der Zürcher drei Runden vor Schluss auf dem Abstiegsplatz.

Hyypiä wirkt angeknockt, Canepa schämt sich

Für den FCZ war es die vierte Niederlage in Folge und das siebte sieglose Spiel in Serie. Ob Trainer Sami Hyypiä auch im nächsten Spiel am Pfingstmontag in St. Gallen an der Seitenlinie stehen wird, darf nach dem Auftritt am Mittwoch bezweifelt werden. «Wir werden sehen», lautete seine karge Antwort auf entsprechende Fragen nach dem Spiel. Die Leistung seiner Mannschaft nannte er «inakzeptabel».

Während die FCZ-Fans im von 7284 Zuschauern besuchten Letzigrund entweder tobten oder konsterniert waren, sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa vor der SRF-Kamera: «Es war beschämend, und ich bin bodenlos enttäuscht. Es sieht jetzt dramatisch aus, aber verloren ist noch nichts.»

» FCZ zerfällt in alle Teile – der Bericht zum 0:4 gegen Lugano

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten

FC St. Gallen | 35 Punkte

FC Vaduz | 32

FC Lugano | 31

FC Zürich | 30

FCZ (h) GC (a) YB (h) St. Gallen (a)
Luzern (h) Lugano (h) Vaduz (a) Sion (a)
Lugano (a) FCZ (a) St. Gallen (h) Vaduz (h)

» Armando Sadiku trifft doppelt bei Vaduzer 2:0 gegen Sion

Ebenso spannend wie der Abstiegskampf verläuft das Rennen um die beiden Plätze, die zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigen. Luzern besiegte im direkten Duell zweier Konkurrenten die Grasshoppers unter anderem dank zwei Penalty-Toren von Jakob Jantscher 3:0 und verkürzte den Rückstand auf die Zürcher auf zwei Punkte. Sion liegt punktgleich mit Luzern weiterhin auf Platz 4.

» Luzern greift nach den Europa-League-Plätzen

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Konversation

  1. Vielleicht sollte sich Mutter Canepa überlegen, ob es nicht billiger käme, einen „Magritte“ mit dem Gattenporträt malen zu lassen. Titel “ Ceci est une pipe“.

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  2. Wieso hab ich seit gestern dieses Grinsen im Gesicht? :))

    60 Millionen haben Canepas die letzten 9 Jahre in den FCZ gesteckt…

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