Johnson & Johnson will Actelion für 30 Milliarden Dollar kaufen

Die Spekulationen um die Zukunft des Biotechunternehmens Actelion haben ein Ende: Der US-Konzern Johnson & Johnson hat am Donnerstag eine Kaufofferte in Höhe von 30 Milliarden Dollar vorgelegt. Eine Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft wird dabei abgespaltet.

Im Zuge der Übernahme durch Johnson & Johnson soll von Actelion eine Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft abgespalten und an die Börse gebracht werden. Diese wird unter der Führung des heutigen Actelion-Chefs Jean-Paul Clozel stehen. (Archiv) (Bild: sda)

Die Spekulationen um die Zukunft des Biotechunternehmens Actelion haben ein Ende: Der US-Konzern Johnson & Johnson hat am Donnerstag eine Kaufofferte in Höhe von 30 Milliarden Dollar vorgelegt. Eine Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft wird dabei abgespaltet.

Der offerierte Angebotspreis für Actelion von 280 Dollar pro Aktie entspreche einem Aufschlag von 46 Prozent gegenüber dem Durchschnittskurs der Actelion-Aktie vor der Voranmeldung des Kaufangebots, teilten die beteiligten Unternehmen am Donnerstag mit. Die Verwaltungsräte beider Konzerne haben der Transaktion einstimmig zugestimmt.

Die Actelion-Aktionäre sollen an einer ausserordentlichen Generalversammlung über die Fusion befinden können, die im zweiten Quartal 2017 abgehalten werden soll. Mit dem Vollzug der Übernahme werden alle Verwaltungsräte von Actelion zurücktreten.

Zweiter Verhandlungsanlauf

Die auf die Behandlung von Lungenbluthochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH) spezialisierte Actelion wird seit längerem von Kaufinteressenten umworben. Ende November 2016 hatte Actelion Gespräche mit J&J über eine mögliche Übernahme bestätigt. Mitte Dezember waren die Gespräche aber für erfolglos erklärt worden.

Nachdem offenbar zwischenzeitlich auch die französische Sanofi Interesse gezeigt hatte, kehrten Actelion und J&J am 21. Dezember wieder offiziell zu «exklusiven Gesprächen» zurück.

J&J sieht die Übernahme des Actelion-Geschäfts als «hoch komplementär» zum bestehenden Portfolio der zu J&J gehörenden Janssen Pharmaceuticals an. Der US-Konzern will die Präsenz von Actelion in der Schweiz aufrechterhalten.

Wie bereits aus den Übernahmeverhandlungen durchgesickert war, wird eine Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft («R&D New Co») abgespalten, die unter der Führung von Actelion-Mitgründer und CEO Jean-Paul Clozel stehen wird und an der Schweizer Börse SIX kotiert sein wird.

Starker Druck von Aktionären

Für Clozel dürfte der Abgang von Actelion einen folgerichtigen Schritt darstellen. In der Vergangenheit hatte er eine Übernahme seiner Actelion stets vehement abgelehnt. Dass J&J nun doch den Zuschlag erhält, ist wohl auf den starken Druck der weiteren Aktionäre zurückzuführen, wie verschiedene Medien in den letzten Wochen berichtet hatten.

Am Schweizer Aktienmarkt sprang der Kurs der Actelion-Aktie in die Nähe des Übernahmepreises – im Vergleich zum Vortagesschluss notierte der Titel gegen Mittag um gut 20 Prozent im Plus bei 272,90 Franken.

Konversation

  1. Actelion ist wahrscheinlich eine der privilegiert besteuerten Firmen in BL (kleine Verkäufe in der CH aber grosser R&D und Admin Aufwand). Was passiert wenn J&J übernimmt? Die haben eine Dachgesellschaft in Zug. Einfluss von USR III? Abzug der Dachgesellschaft (bei Nein) nach Irland/Holland? Und (bei Ja), weiss BL alle verfügbaren Mittel einzusetzen (Nachhilfe bei Frau Herzog) um das Steuersubstrat zu halten? Auf jeden Fall muss sich BL (bei Nein stärker als bei Ja) warm anziehen. Allschwil sowieso auch.

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    1. Anstatt diffusiv zu spekulieren und zu fordern, wie wäre es mit ein paar echten Tips ? Wir sind gespannt.

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  2. Was für ein imposanter Werdegang von Mr. Clozel. Als einfacher Chemiker vor ca. 20 Jahren entlassen, liess er sich outsourcen und nahm sein Baby mit, welches ihn bereits zum Milliardär machte. Wohlbemerkt dank 20 Jahren harter Arbeit Tag & Nacht und noch auf einen Schlag ein paar Millliarden oben drauf.

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    1. Was wären denn politisch korrekte Aktien ? Ich meins diesmal ernst (muss ich leider so sagen, sonst kommt wieder der grosse Verberger…).

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