Kadetten bereits mit dem Rücken zur Wand

Die Kadetten Schaffhausen verlieren nach der unnötigen 30:31-Heimniederlage gegen Elverum (No) auch das zweite Gruppenspiel in der Champions League mit 24:28 bei Metalurg Skopie.

Aleksandar Stojanovic (links) wird von Metalurgs Milorad Kukoski gestört (Bild: SI)

Die Kadetten Schaffhausen verlieren nach der unnötigen 30:31-Heimniederlage gegen Elverum (No) auch das zweite Gruppenspiel in der Champions League mit 24:28 bei Metalurg Skopie.

Das Team von Markus Baur war mit grossen Hoffnungen in die Champions League gestartet. Nun stehen sie nach zwei Partien bereits mit dem Rücken zur Wand, müssen sie doch in der Sechsergruppe mindestens Zweiter werden, um das Playoff zu erreichen und sich die Chance auf den Einzug in die Achtelfinals zu wahren. Es scheint, als seien die Schaffhauser zu Recht nicht in die ersten beiden Töpfe eingeteilt worden.

Die Niederlage der Kadetten, in der nationalen Meisterschaft nach fünf Runden mit dem Punktemaximum Leader, war alles andere als zwingend. Zwar zeigten die Mazedonier, die wegen finanzieller Probleme 25 Spieler abgegeben hatten und mit einer jungen Mannschaft antraten, eine solide Leistung, übermächtig waren sie aber keineswegs. Dem Schweizer Meister unterliefen gegen die aggressiv und diszipliniert verteidigenden Gastgeber viel zu viele und zum Teil haarsträubende Fehler. Die Effizienz im Angriff betrug ungenügende 46 Prozent.

Deshalb kamen die Kadetten nach dem Fehlstart – nach neun Minuten lagen sie 1:5 zurück – nie mehr näher als bis auf zwei Tore heran. Beim Stand von 22:25 (53.) beispielsweise konnten die Gäste während zwei Minuten mit einem Mann mehr spielen, doch anstatt aufzuholen, kassierten sie das 22:26 (55.) – die vom Taktikfuchs Lino Cervar gecoachten Mazedonier hatten den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Damit war die Niederlage nicht mehr abzuwenden.

Zum besten Torschützen bei den Kadetten avancierte mit sieben Treffern (drei Penaltys) Gabor Csaszar, in der ersten Halbzeit (11:15) schöpfte aber auch der ungarische Regisseur mit zwei Treffern sein immenses Potenzial nicht aus. Manuel Liniger und Luka Maros, in der NLA die Nummern 2 und 3 in der internen Skorerliste, blieben torlos. Csaszar führte die Niederlage auf die fehlende Erfahrung zurück. Dabei hätten sie sich so viel vorgenommen.

Champions League. Gruppenphase. 2. Runde: Gruppe D: Metalurg Skopje – Kadetten Schaffhausen 28:24 (15:11). – Rangliste: 1. Saporoschje 1/2 (30:24). 2. Skjern 1/2 (32:28). 3. Elverum (No) 1/2 (31:30). 4. Skopje 2/2 (52:54). 5. Baia Mare (Rum) 1/0 (28:32). 6. Kadetten Schaffhausen 2/0 (54:59). – Nächstes Spiel der Kadetten: 4. Oktober, 18.00 Uhr: Baia Mare – Kadetten Schaffhausen.

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