Macron setzt auf einen bunten Minister-Mix

Der neuen französischen Regierung gehören unter anderem der konservative Wirtschaftsminister Bruno Le Maire, der zentristische Justizminister François Bayrou und der sozialistische Innenminister Gérard Collomb an.

Unter Macron (r.) ändert sich nicht alles: Mit Le Drian (2.v.l.) ist auch ein Minister aus der Amtszeit Hollandes in der Regierung.

(Bild: sda)

Der neuen französischen Regierung gehören unter anderem der konservative Wirtschaftsminister Bruno Le Maire, der zentristische Justizminister François Bayrou und der sozialistische Innenminister Gérard Collomb an.

Drei Tage nach seinem Amtsantritt hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine Regierung mit Ministern aus verschiedenen politischen Lagern benannt. Europa- und Aussenminister wird der bisherige Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian von den Sozialisten.

Das Wirtschaftsressort übernimmt der Konservative Bruno Le Maire, wie der Generalsekretär des Élyséepalastes am Mittwoch bekannt gab. Le Maire hat enge Beziehungen zu Deutschland und spricht auch gut Deutsch – ebenso wie die liberale Europa-Abgeordnete Sylvie Goulard, die Armeeministerin wird.

Macron hatte am Montag bereits den Konservativen Edouard Philippe zum Premierminister gemacht, der zum moderaten Flügel der bürgerlichen Partei Les Républicains zählt. Der sozialliberale Staatschef Macron will das traditionelle Links-rechts-Schema der französischen Politik durchbrechen. Durch die Einbindung moderater Konservativer setzt er das bürgerliche Lager vor den entscheidenden Parlamentswahlen im Juni weiter unter Druck.

Das Innenministerium, das nach der Terrorserie der vergangenen Jahre grosses Gewicht hat, übernimmt Gérard Collomb. Der Senator und Bürgermeister von Lyon ist einer von Macrons Unterstützern der ersten Stunde.

Der Zentrumspolitiker François Bayrou führt das Justizministerium. Zum Minister für den «ökologischen und solidarischen Wandel» machte Macron den Filmemacher und Umweltaktivisten Nicolas Hulot.

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