Mailänder Scala kann sich Alexander Pereira nicht leisten

Im Rennen um die Nachfolge des Franzosen Stéphane Lissner als Intendant der Scala ab 2015 verliert der frühere Direktor des Zürcher Opernhauses, Alexander Pereira, an Boden. Er verlange ein zu hohes Gehalt, berichten Medien.

Pereira liess sich bei seiner Verabschiedung in Zürich ein Geweih aufsetzen (Bild: sda)

Im Rennen um die Nachfolge des Franzosen Stéphane Lissner als Intendant der Scala ab 2015 verliert der frühere Direktor des Zürcher Opernhauses, Alexander Pereira, an Boden. Er verlange ein zu hohes Gehalt, berichten Medien.

Nach Angaben der Tageszeitung «La Stampa» sei die Lohnforderung des 65-jährigen Wieners von einer Million Euro pro Jahr unannehmbar, sie sei «bis zu fünf Mal höher als das Durchschnittsgehalt der anderen Intendanten».

Die Scala, die im vergangenen Jahr Verluste von 4,5 Millionen Euro meldete, muss zurzeit auf Sparkurs setzen. Im Rahmen der Saison 2013/14 wurden bereits 20 Aufführungen gestrichen.

Pereira, der derzeit als Intendant der Salzburger Festspiele «nur» 250’000 Euro verdient, betont immer wieder sein Geschick, Sponsoren zu finden. Zehn bis zwölf Millionen Franken Sponsorengelder generierte er jeweils als Zürcher Opernhaus-Chef pro Jahr. Davon bekam er zusätzlich zu seinem Gehalt einen Anteil von 5,4 Prozent, also über eine halbe Million Franken.

Der Scala-Aufsichtsrat plant eine öffentliche Ausschreibung für das Amt des Intendanten. Kandidaten können dem Aufsichtsrat unter der Leitung des Mailänder Bürgermeisters Giuliano Pisapia ihre Lebensläufe einreichen. Danach soll eine Shortlist der Kandidaten erstellt werden.

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