Multimillionäre in der Schweiz: Jetzt sinds über 7000

In der Schweiz leben derzeit rund 7000 Menschen, die Vermögenswerte von mehr als 30 Millionen Dollar ihr eigen nennen können. Die Zahl der Multimillionäre ist damit in einem Jahr um rund fünf Prozent gestiegen.

2500 Multimillionäre gibt es gemäss einer Studie in Genf. Das ist mehr als an jedem anderen Ort in der Schweiz. (Archiv) (Bild: sda)

In der Schweiz leben derzeit rund 7000 Menschen, die Vermögenswerte von mehr als 30 Millionen Dollar ihr eigen nennen können. Die Zahl der Multimillionäre ist damit in einem Jahr um rund fünf Prozent gestiegen.

Die schwerreichen Einwohner sind laut dem jüngsten Wealth Report des Immobilienspezialisten Knight Frank vor allem an zwei Orten konzentriert: In Genf leben 2500, in Zürich 2300 Multimillionäre. Genf hat im vergangenen Jahr auch mehr neue Multimillionäre angezogen als Zürich.

Für die Zukunft rechnet das Unternehmen für beide Städte mit einem Zuwachs an Multimillionären, mit 30 Prozent jedoch deutlich stärker in Genf als in Zürich mit 10 Prozent. Für die ganze Schweiz dürfte die Zahl um 20 Prozent wachsen, also auf rund 8500.

Insgesamt schätzt das Unternehmen, das sich auf Daten der Gesellschaft New World Wealth bezieht, die Zahl der Multimillionäre weltweit auf fast 200’000. Knight Frank stellte fest, dass viele dieser Menschen im vergangenen Jahr europäischen Städten – mit Ausnahme Londons – den Rücken gekehrt haben. Australische Städte legten beispielsweise zu.

Schliesslich geht Knight Frank auch davon aus, dass in zehn Jahren rund 70’000 neue Millionäre die Schweiz bevölkern werden. Das wären dann 430’000 Millionäre.

Konversation

  1. Mitte der 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es in Deutschland Millionen von Multimilliardären… Alles eine Frage der Relationen.

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  2. Seit 15! Jahren hab ich reel keine Lohnerhöhung erhalten.
    Dank der Tawo weiss ich jetzt wo mein Geld „verschwunden“ ist.
    Das Geld wandert wie von Geisterhand von den Fleissigen zu den Reichen.

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  3. Einfach so zum Überlegen: Gab es in den letzten 50 Jahren ein Jahr, in dem die Sozialausgaben tiefer lagen als im Vorjahr?
    Welcher Posten hat in den letzten 50 Jahren am stärksten zugenommen: Die Bildungsausgaben, die Militärausgaben oder die Ausgaben für die soziale Sicherheit?

    Ehrlich gesagt: Das Geld ist ja gut eingesetzt und wir haben keine lebensbedrohliche Armut. Da können wir uns auf die Schultern klopfen.
    Ich würde einfach den Kröten und Cesnas dieser Welt raten, weniger zu jammern. Der Grund ist einfach: Wenn eine Massnahme immer teurer aber die Resultate immer schlechter sind, stellt das die Massnahme in Frage.
    Könnte politisch kontraproduktiv sein.

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    1. @Tanner
      ich glaube nicht, dass wir Grund haben uns auf die Schultern zu klopfen, (ist aber Ansichtssache ist mir schon klar).

      Wenn ein Land (ohne Flüchtlinge) soviel Sozialhilfebezüger hat und jedes Jahr enorme Steigerungen der Millionäre ist das, in meinen Augen nichts, worauf wir stolz sein können.

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    2. Und im Internet habe ich Daten von 2015 gefunden, dass in der Schweiz 86 Milliardäre wohnen.

      Und @ Tanner: Was verstehen sie unter lebensbedrohlicher Armut?

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    3. @ Hr. Tanner:
      Vielen Dank, ich bin bis anhin gar nicht darauf gekommen, meine Gedanken als Jammern zu empfinden.
      Offenbar leistet sich der Staat diese Gelder und fragt sich mittlerweile selber, wieso die gesellschaftliche Schichtung so stabil ist, d.h. der Schichtaufstieg eines Kindes so schwer bis fast unmöglich ist.

      Es tut mir nicht leid, mich öffentlich zu äussern, weil ein Staat, in dem ich eher die Klappe halten sollte sicher nichts für mich ist (…vielleicht dann schon eher für die obig erwähnte Zielgruppe.)

      Wer Ihnen wohl die Idee gegeben hat, dass Schweigen besser sein soll?

      Nein, ich bin nicht der Meinung, dass Multimillionäre in Publikationen mehr Platz beanspruchen sollen als alleinerziehende Mütter.

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    4. 3 Beiträge – null Zahlen.
      Willkommen im postfaktischen Zeitalter, wo das Gefühl die Richtschnur des Handelns ist.
      Mal kurz zu den drei Ausführungen.

      @ Stucki: Soweit mir bekannt, wird ein Zahlenverhältnis zum Medianlohn genommen (so ca. unter 80 % – man korrigiere mich, wenn ich falsch liege), um Armut zu definieren.
      Der Clou an der Sache: Selbst wenn jeder Einwohner der Schweiz eine Mio. Fr. in die Hand gedrückt erhielte, würde sich nichts ändern.
      Die Armutsdefinition in der Schweiz ist wie ein Korkzapfen, der je nach Wasserspiegel steigt oder sinkt. Es bleibt aber immer gleich viel unter und über dem Wasser. Es gibt rein definitorisch keine Möglichkeit, die Armut zu überwinden.
      Eine solche Armutsdefinition ist absurd, missbräuchlich – und nützlich für bestimmte politische Kreise (die natürlich NIEMALS postfaktisch und populistisch argumentieren…).

      @ Eldorado: Die Frage war eine andere.
      Zu „lebensbedrohlicher Armut“: Armut ist m.E. lebensbedrohlich, wenn dem Armen lebenswichtige Medikamente, Operationen und Therapien verweigert werden.
      Ist natürlich nicht sauber und abschliessend definiert. Es gibt immer mehr Therapien, die selbst für Normalsterbliche kaum bezahlbar sind – diese Thematik sprengt aber meinen zeitlichen Rahmen.
      „Lebensbedrohlich“ ist auch das Fehlen einer beheizbaren Behausung – im Moment ist das aber kein Problem. Natürlich gibt es immer mehr Sozialtouristen aus Osteuropa und abgelehnte Asylbewerber, die hier keine Bleibe finden.
      Nur haben wir ein Versicherungssystem, in dem wir einzahlen und dafür Gegenrechte erhalten. Wer hier nichts einzahlt, kann logischerweise auch keine Ansprüche geltend machen (Ausnahme aus humanitären Gründen sind anerkannte Asylbewerber/Flüchtlinge).
      Meine Definition von „Armut“ geht in die Richtung: Arm ist, wer sich keine alltäglichen medizinischen Leistungen leisten kann, über kein schützendes Dach verfügt und dessen Nachwuchs aus finanziellen Gründen keine Schule besuchen kann und somit ein „Klassenwechsel“ unmöglich ist.
      Das sind sozialpolitische Ziele, die erreichbar sind. Die Definition, wie oben bei @ Stucki beschrieben, ist Bullshit und rein politisch.

      @ Cesna: Bad News are good News. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine Zeitung die Schlechtigkeit dieser Welt zelebriert. Wenn Sie so süchtig nach dem schlechten Stoff sind, wäre der „Blick“ oder die “Wewo“ eine Alternative.
      Nennen Sie mir doch ein, zwei Presseerzeugnisse, wo die positiven Nachrichten die negativen Nachrichten überwiegen. Ich selber kenne keine.

      Da mir schon aufgefallen ist, dass Sie Probleme mit Trump und der Postfaktizität haben: „…Offenbar leistet sich der Staat diese Gelder und fragt sich mittlerweile selber, wieso die gesellschaftliche Schichtung so stabil ist, d.h. der Schichtaufstieg eines Kindes so schwer bis fast unmöglich ist….“
      Können Sie das belegen? Aus welchen Büchern, Zeitungen oder Studien haben Sie diese Behauptung?
      Wie kommt es, dass in einem ach so statischen Land wie die Schweiz keine Banlieues existieren? 25% der Einwohner sind Ausländer, wenn man Krypto-Ausländer wie mich (Vater Schweizer, Mutter Italienerin) hinzuzählt, sind’s locker 30-40%. Wieso gibt es keine No-Go-Zonen in Basel, Zürich oder Lausanne?
      Wieso sind die Hälfte meiner Berufskollegen (und ich gehöre klar zur oberen Mittelschicht) Kinder von „gemischten“ Ehen, „reinrassigen“ Ausländern – oder gleich Ausländer?
      Wie kommt es, dass hier kaum Asylheime brennen und Rechtsextremismus ein vernachlässigbares Problem (ich definiere nicht „rechts der Juso“ mit „faschistisch“)
      Ist es nicht ein Widerspruch zu Ihren Aussagen, wenn durch das Schweizer Berufsbildungssystem schulmüde oder ausländische Jugendliche mit sprachlichen Defiziten die Möglichkeit haben, einen anerkannten Beruf zu lernen, Geld zu verdienen, sich weiterzubilden und aufzusteigen?
      Was bieten die Schulsysteme Frankreichs, Italiens, Schwedens und einiger weiterer Staaten für Knaben und Mädchen, die nach neun Jahren Volksschule genug von der Schule haben?
      Sind diese Staaten dynamischer?
      Ist es ein Zufall, dass gerade die oben genannten Staaten gewaltige Probleme mit desintegrierten jugendlichen Ausländern haben?
      Bringen Sie Fakten und nehmen Sie Bezug zum Ausland, bevor Sie die Schweiz runterputzen.
      Der Vergleich mit anderen europäischen Staaten könnte versöhnlich stimmen…

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    5. “ … wenn durch das Schweizer Berufsbildungssystem schulmüde oder ausländische Jugendliche mit sprachlichen Defiziten die Möglichkeit haben, einen anerkannten Beruf zu lernen … „.

      Tanner, wie kommen Sie denn auf so was? Beispiele? Oder sind Sie auch schon „alt-right“ (ich meine natürlich „Trumpist“)?

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  4. @ Chröttli:
    Die Anzahl der alleinerziehenden Mütter, die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen, die Menge der ü50-jährigen Arbeitslosen und die jährliche Anzahl der Ausgesteuerten sind vermutlich weniger sexi als die obigen Zahlen.
    Mit der obigen Multimillionären-Gruppe identifiziert man sich halt lieber als mit den Problemen der alleinerziehenden Mütter.
    Deshalb wählt sda (und andere Medien auch) halt diese Zahlen aus, um sie den „Kunden“ zu servieren.

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