Murat Yakin ersetzt Heiko Vogel als FCB-Trainer

Der FC Basel trennt sich überraschend von seinem Coach Heiko Vogel. Die Nachfolge tritt Murat Yakin an, der einen Vertrag bis 2014 unterschrieb.

Vogel muss gehen (Bild: Si)

Der FC Basel trennt sich überraschend von seinem Coach Heiko Vogel. Die Nachfolge tritt Murat Yakin an, der einen Vertrag bis 2014 unterschrieb.

Nach der überaus erfolgreichen letzten Saison mit dem Meistertitel, dem Cupsieg und der überragenden Kampagne in der Champions League kam der FCB in der laufenden Spielzeit noch nicht richtig in Fahrt. Die Qualifikation für die Champions League wurde verpasst, und in der Meisterschaft belegt die Mannschaft nach zwölf Runden den vierten Platz mit acht Punkten Rückstand auf den Leader GC.

Die Führung des FC Basel plädierte aber immer dafür, dass man der Mannschaft Zeit lassen müsse. Nun befand sie aber in der vergangenen Woche, dass Heiko Vogel nicht mehr der Richtig für die bevorstehenden Aufgaben ist. „Die Leistungsentwicklung der Mannschaft ist eine Kombination aus Mentalem, Sportlichem und Erfolg. In keinem dieser Bereiche haben wir eine Besserung festgestellt“, äusserte sich Präsident Bernhard Heulser.

Seit zwei, drei Wochen habe man die Situation analysiert, so Heusler weiter. „Unsere Ziele sind in Gefahr, wenn es so weitergeht. Wir hatten unterschiedlich Auffassungen, wie der Aufwärtstrend eingeleitet werden kann. Deshalb mussten wir uns trennen.“ Vogel, der nach dem Weggang von Thorsten Fink vom Assistenten zum Chef aufgestiegen war, war fast genau ein Jahr als „Headcoach“ im Amt gewesen. Am Montagmorgen nach seiner Rückkehr aus Bayern erfuhr er von seiner Entlassung.

Murat Yakin war Ende letzter Woche erstmals kontaktiert worden. Heusler ist sich sicher, den richtigen Trainer gefunden zu haben: „Yakin hat als Coach einen vorbildlichen Weg beschritten. Er hat an allen Orten erfolgreich gearbeitet.“ Der 38-Jährige, der als Spieler mit dem FCB dreimal Meister und zweimal Cupsieger geworden war, trainierte bereits Concordia Basel, GC als Co-Trainer, den FC Thun und zuletzt Luzern. Den FC Luzern musste er am 20. August nach dem enttäuschenden Saisonstart verlassen. In der Spielzeit zuvor hatte er die Innerschweizer auf den zweiten Rang und in den Cupfinal geführt.

Mit seinem neuen Personal trifft sich Yakin am Dienstagmorgen beim Training erstmals. Er freue sich auf die Aufgabe, habe aber auch grossen Respekt davor. Ernst wird es dann am kommenden Sonntag, wenn Yakin zum ersten Mal als Trainer auf der FCB-Bank sitzt – ausgerechnet gegen den FC Luzern.

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