National- und Ständerat wollen die Hundekurs-Pflicht abschaffen

Hundehalter und -halterinnen sollen keine Kurse mehr besuchen müssen. Das hat das Parlament beschlossen. Der Nationalrat überwies – gegen den Willen der Mehrheit der vorberatenden Kommission und des Bundesrates – eine Motion aus dem Ständerat mit 93 gegen 87 Stimmen.

Das Parlament will die Hundekurse wieder abschaffen. 

(Bild: sda)

Hundehalter und -halterinnen sollen keine Kurse mehr besuchen müssen. Das hat das Parlament beschlossen. Der Nationalrat überwies – gegen den Willen der Mehrheit der vorberatenden Kommission und des Bundesrates – eine Motion aus dem Ständerat mit 93 gegen 87 Stimmen.

Ruedi Noser (FDP/ZH) hatte im Vorstoss gefordert, die Pflicht für Hundehalter, einen Sachkundenachweis zu erwerben, aufzuheben. Jeder fünfte Hundehalter besuche den Kurs nicht, begründete er dies. Auch sei nicht nachweisbar, dass die Kurse bei Herr respektive Frau und Hund etwas bewirkten.

Eine grosse Minderheit der nationalrätlichen Bildungskommission (WBK) wollte dem Ständerat folgen. Eine knappe Mehrheit der Kommission dagegen beantragte, das Obligatorium nur für «Wiederholungshundehalter» aufzuheben. Die Motion sollte entsprechend abgeändert und dem Ständerat nochmals vorgelegt werden.

Minderheitenvertreter Marcel Dettling (SVP/SZ) zitierte einen Evaluationsbericht des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Dort stehe Erschreckendes: Jeder fünfte Hundehalter besuche die Kurse nicht. Und es gebe keinen deutlichen Unterschied zwischen Hunden, die in Kursen gewesen seien und solchen, die keinen Kurs besucht hätten.

Der Bundesrat dagegen hatte sich dafür ausgesprochen, an den obligatorischen Hundekursen festzuhalten. Innenminister Alain Berset wollte die Kurse wenigstens für jene Halter beibehalten, die zum ersten Mal einen Hund anschaffen.

Emotionale Debatten

Der Innenminister erinnerte an die Dramen um Hundebisse in den Nullerjahren und die emotionalen Parlamentsdebatten dazu. Gegen die Auffassung des Bundesrates hätten die Räte damals Massnahmen beschlossen, um für mehr Sicherheit zu sorgen. «Die Motion verlangt nun, das wieder abzuschaffen», mahnte er.

Berset nannte Zahlen: Drei von vier Tierarztpraxen begrüssten die Kurse. Über 70 Prozent der Hundehalterinnen und -halter hielten sie für angezeigt. Und 87 Prozent der Menschen insgesamt hielten sie für richtig. Die im Sinn der WBK-Mehrheit abgeänderte Motion biete Gelegenheit, die Gesetzesbestimmungen anzupassen.

Im Ständerat war die Motion mit 22 zu 18 Stimmen angenommen worden. Hundehalter müssen seit 2008 mit ihrem Tier einen Kurs in Sachkunde besuchen.

Konversation

  1. Kurse?
    Hunde sind für die Menschen seit je her äusserst wichtige Tiere: Einerseits liefern sie uns gute Fleischstücke, andererseits sind sie wichtige Freunde. Aus ihrer Unterwürfigkeit wird verloren gegangenes Selbstvertrauen gewonnen. Was den Fleischkonsum betrifft, so gehören Hunde zur Zeit nicht zu den gängigsten Fleischsorten auf unserem Teller.

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  2. Keine „Fahrtauglichkeitsprüfung für Senioren unter 75 Jahren“ und keine „Hunde-Kurse für Hundehalter und Hundehalterinnen“.

    Und das alles, weil Gerontokrat Maximilian Reimann (SVP, 74, „Alt“-Nationalrat, Alt-Ständerat und Alt-Regierungsrat) auf dem COOP-Parkplatz nicht mehr sicher ist, ob er gerade ein- oder ausparkt und ob der Ridgeback auf der Rückbank sein Hund ist oder sein Chef.

    Immerhin: Eines erreicht er. Er stützt das Vorurteil der Jugend dieses Landes, dass die Alten nicht aufhören können, sich selbst zu bedienen.

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  3. Weil Hunde sich bekanntlich nicht wehren können, während für jeden, der seine Augen offen hat, ersichtlich ist, dass viele Hunde nicht hundegerecht gehalten werden, ist der verpflichtete Hundekurs doch das mindeste, das wir für die Hunde tun können?

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    1. Ja Piet
      Ein Mastiff oder Pittbull im Kleinbasel
      wo der Boden bereits markiert ist,
      in einer 1 Zimmerwohnung….
      was ist das für eine kranke politische MEHRHEIT?

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