«Nun diktiere ich, wer gewinnt und verliert»

Roger Federer startet in der Nacht auf Dienstag (ca. 03.00 Uhr MEZ) gegen Donald Young in das diesjährige US Open. Ebenfalls heute Montag im Einsatz stehen die drei Schweizer Teilnehmerinnen.

Roger Federer bekommt es zum US-Open-Start mit Donald Young zu tun (Bild: Si)

Roger Federer startet in der Nacht auf Dienstag (ca. 03.00 Uhr MEZ) gegen Donald Young in das diesjährige US Open. Ebenfalls heute Montag im Einsatz stehen die drei Schweizer Teilnehmerinnen.

Von einem «extrem aufregenden Gefühl» sprach Federer vor Beginn seines 52. Grand-Slam-Turniers in Folge, zu dem er heute erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder als Topgesetzter antritt. „Ich könnte nicht glücklicher sein“, so der 31-Jährige, der sich für das letzte Major-Turnier des Jahres noch einmal viel vorgenommen hat. Er habe mit dem Wimbledon-Titel, der Rückeroberung der Nummer 1 und der Olympia-Einzelmedaille die bisherigen Jahresziele erreicht, «aber dieses hier bleibt als letztes übrig. Hier will ich es noch einmal besonders gut machen.»

Beeindruckende Bilanz seit letztem US Open

Bereits fünf Mal gewann Federer das Turnier im New Yorker Stadtteil Queens (2004 bis 2008), und auch in den letzten drei Jahren verpasste er den Titel jeweils nur knapp. 2009 unterlag er im Final Juan Martin Del Potro in fünf Sätzen, 2010 und 2011 verlor er jeweils im Halbfinal gegen Novak Djokovic nach vergebenen Matchbällen.

Dank seinen neun Turniersiegen in den letzten zehn Monaten – zuletzt gewann er das Masters-1000-Turnier in Cincinnati – kehrte Federer mit viel Selbstvertrauen in den „Big Apple“ zurück. Vor einem Jahr habe er nicht das Gefühl gehabt, dass der Ausgang einer Partie nur in seinen Händen liege, so Federer, «nun diktiere ich, wenn ich gut spiele, wer gewinnt und verliert.» Seit dem letztjährigen US Open hat Federer in 80 Partien nur 7 Niederlagen kassiert. «Es braucht eine spezielle Leistung des Gegners, um mich zu bezwingen», so die Weltnummer 1.

Erster Gegner: Donald Young (ATP 80)

Der erste, der in New York versuchen wird, den 17-fachen Major-Sieger in Bedrängnis zu bringen, ist der Amerikaner Donald Young (ATP 80), der erstmals auf Federer trifft. Der 23-Jährige aus Chicago hatte zuletzt 16 Erstrunden-Niederlagen in Folge kassiert, ehe er letzte Wochen in Winston-Salem diese Negativserie beendete und zu seinem ersten Sieg auf der Tour seit Februar kam.

Young galt lange Zeit als eine der grössten Nachwuchshoffnungen im amerikanischen Männer-Tennis, das seit mittlerweile fast einem Jahrzehnt und dem US-Open-Sieg von Andy Roddick 2003 nach einem Grand-Slam-Titel dürstet. Young wurde 2005 bei den Junioren als 15-Jähriger zur jüngsten Nummer 1 der Geschichte. Der ehemalige Juniorensieger von Melbourne und Wimbledon unternahm kurze Zeit später bereits seine ersten Gehversuche auf der Profi-Tour – allerdings ohne Erfolg.

Bereits vor Federer im Einsatz stehen die drei Schweizer Teilnehmerinnen. Sowohl Romina Oprandi (gegen Andrea Petkovic) als auch Stefanie Vögele (gegen Edina Gallovits-Hall) und Timea Bacsinszky (gegen Mallory Burdette) bestreiten auf einem der Aussenplätze jeweils die zweiten Partien des Tages (ab ca. 19.30 Uhr MEZ). Erst am Dienstag im Einsatz steht Stanislas Wawrinka, der gegen den Ukrainer Sergej Stachowski spielt.

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