Ofen-Mistkratzerli auf Kartoffeln

Im Ofen gegarter Knoblauch und ein paar Kartöffelchen machen das Ofen-Coquelet zu einem fertigen Gericht. Sie stehen dafür maximal 15 Minuten in der Küche. Liebhaber von Knoblauch werden begeistert sein. Das kleine Hähnchen aus dem Ofen kommt praktischerweise mit seiner Beilage – Kartoffeln – auf den Tisch und wird erst auf dem Teller mit mild […]

Das Mistkratzerli gart im Ofen mit Knoblauchzehen und Kartoffeln

Im Ofen gegarter Knoblauch und ein paar Kartöffelchen machen das Ofen-Coquelet zu einem fertigen Gericht. Sie stehen dafür maximal 15 Minuten in der Küche.

Liebhaber von Knoblauch werden begeistert sein. Das kleine Hähnchen aus dem Ofen kommt praktischerweise mit seiner Beilage – Kartoffeln – auf den Tisch und wird erst auf dem Teller mit mild gegartem Knoblauch bestrichen. Man drückt die Knoblauchmasse mit dem Messer aus der Schale und streicht sie auf das Hähnchenfleisch. Oder auch auf ein Baguette, das als Beilage für dieses Gericht durchaus ausreicht. Brot sollte man unbedingt dazu servieren. Das Mistkratzerli gart nämlich in einem leckeren Fond aus Wein- und Zitronensaft. Auftunken ist ein Muss!

Monsieur Kikeriki

Ich gebe zu, bei Pouletgerichten komme ich nicht umhin, an den wackeren Güggel zu denken, der uns jeden Morgen mit heiserem und lange andauerndem Gekrähe weckt. Er wohnt nicht in unmittelbarer Nachbarschaft, doch sein Organ ist gewaltig und ehrlich: Ich möchte diesen Weckruf nicht missen. Die Bauern in unserem südfranzösischen Dorf sind weitgehend Selbstversorger. Monsieur Kikeriki wird deshalb garantiert früher oder später im Topf landen. Wir trösten uns damit, dass das Coquelet aus unserem Rezept ein hoffentlich glückliches Leben hatte. Und greifen beim Einkauf zu einem (teureren) Biohähnchen aus der Schweiz.

Mistkratzerli aus dem Ofen

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Für zwei Personen ein Coquelet (Mistkratzerli) mit der Pouletschere halbieren und gut salzen. Einen flachen Bräter mit Olivenöl bepinseln (ein Backblech mit hohem Rand geht auch). Vier rohe Kartoffeln schälen und halbieren, wenn sie gross sind eher vierteln. Die Kartoffeln auf das Backblech legen. Die halben Mistkratzerli darauf legen und mit Olivenöl bepinseln, die Kartoffeln ebenso. Einen Zweig Rosmarin dazulegen. Ein paar Knoblauchzehen, ganz und ungeschält, zwischen Hähnchen und Kartoffeln verteilen. Über alles den Saft von einer halben Zitrone sowie einen Deziliter Weisswein giessen und alles pfeffern. In die mittlere Höhe des Backofens schieben und 45 Minuten braten. In den letzten Minuten kann man den Grill einschalten, damit die Haut noch besser bräunt.

Konversation

  1. Googeln nicht nötig, es reicht ein Blick in die Tagespresse. Im Bundesland NRW will man endlich etwas gegen die Massentötung von männlichen Küken unternehmen:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bundesrat-nrw-will-toetung-maennlicher-kueken-stoppen-a-1026284.html.
    Die Süddeutsche Zeitung schreibt ausserdem in ihrer heutigen Sonntagsausgabe zum Thema „unwürdige Schlachtpraktiken von Massenbetrieben“, dass 680 Mio. Hühner pro Jahr in dt. Schlachtbetrieben getötet werden und:
    „Besser wäre es, wenn Fleisch nicht in solchen Massen verzehrt würde“ (SZ vom 11./12.4.2015, „Mit viel Liebe getötet“).
    Dem stimme ich allemal zu. Zurück zum Sonntagsbraten.

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    1. Nichts gegen ihr Menu. Aber weil die vergasten Eintagsgüggeli schon mal erwähnt sind, hab ich da doch eine Frage. Warum werden die nicht ein paar Wochen gemästet, so haben sie immerhin noch als Nahrung einen Sinn. Ist das Güggelifleisch nicht so zart, wie das der Hühner oder schmeckt es etwas zu streng?

      Das Problem liegt doch darin, dass alles separiert wird. Hühner für die Eierproduktion, junge gemästete Hühnli für die Fleischproduktion.
      Niemand will mehr das Ganze durchdenken.
      Eigentlich ist es doch so logisch: Zuerst legen die Hühner Eier. Wenn die Eierproduktion nachlässt, gibt das Suppenhuhn und statt die Eintagsgüggeli zu vergasen, eine Zeitlang mästen und dann das Fleisch essen.
      Das gilt natürlich für alle Tiere, die wir für unsere Nahrung benötigen. Da liegt überall vieles im Argen. Es wäre nicht von Uebel, etwas zurückzuschauen, wie es unsere Vorfahren gemacht haben.

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  2. die Monsieur Kikeriki`s , werden meistens nach dem schlüpfen vergast,
    weil sie nicht in dem netten dorf in südfrankreich zur welt kommen,
    da kein bedarf vorhanden ist- googeln.
    das rezept habe ich heute abend getestet, weil noch so ein
    vogel im kühlschrank auf seine verarbeitung wartete.
    ich habe das rezept geändert.
    da ich 2 schalen habe für den backofen.
    ich habe den herrn zuerts ganz in den ofen geschoben
    gefüllt mit bärlauch nach einer viertelk stunde wurde er
    durch mein brotmesser geteilt, der bärlauch entfernt
    und in die zweite schale wie oben eingelegt einfach ohne
    rosmarin….
    köstlich……

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