Rechtsextreme aus Deutschland ziehen in die Schweiz

Seit Jahren ziehen Rechtsextreme aus Deutschland in die Schweiz. Die Übersiedlung dürfte in erster Linie persönliche Gründe haben – vor allem wirtschaftliche. Das schreibt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) in seinem Jahresbericht. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Strukturen in die Schweiz verlegt worden. Die Rechtsextremen aus Deutschland seien jedoch in der Schweizer Szene präsent. Beim […]

Kommen vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen in die Schweiz: Rechtsextreme aus Deutschland. (Archivbild)

(Bild: sda)

Seit Jahren ziehen Rechtsextreme aus Deutschland in die Schweiz. Die Übersiedlung dürfte in erster Linie persönliche Gründe haben – vor allem wirtschaftliche.

Das schreibt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) in seinem Jahresbericht. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Strukturen in die Schweiz verlegt worden. Die Rechtsextremen aus Deutschland seien jedoch in der Schweizer Szene präsent.

Beim gewalttätigen Extremismus ist die Lage stabil: 2015 zählte der NDB auf rechter Seite 28 und auf linker 199 Ereignisse. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr zwar einer Steigerung. Jahresschwankungen seien jedoch wegen der tiefen Nominalwerte kaum aussagekräftig, schreibt der Nachrichtendienst.

Entspannung auf beiden Seiten

Die Zahlen bestätigten generell den langjährigen Trend zur Entspannung. Im rechtsextremen Bereich seien die Zahlen tief. Im linksextremen seien sie markant höher, aber seit Beginn des Jahrzehnts tendenziell rückläufig.

Mit Gewalt verbunden waren rund 43 Prozent der Ereignisse mit Rechtsextremen und rund 25 Prozent jener mit Linksextremen. Die rechtsextreme Szene hält sich laut dem NDB weiterhin bedeckt und agiert konspirativ, während die linksextreme Szene die Öffentlichkeit sucht.

Reaktionen auf Flüchtlingskrise

Auf der linken Seite sind laut dem Bericht derzeit «Grenzen» und «Repression» die beherrschenden Themen. Unter dem Stichwort «No Borders» kämpften Linksextreme gegen die geltenden Asylregelungen, schreibt der NDB.

Dagegen gebe es keinen Hinweis darauf, dass eine breitere soziale Bewegung gegen Einwanderung oder den Islam im Entstehen sei. Das belegten die gescheiterten Versuche, unter dem Namen Pegida in der Schweiz eine Veranstaltung durchzuführen. Entsprechend sei damit zu rechnen, dass es bei vereinzelten Gewalttaten bleibe.

Die Reaktionen der rechts- und linksextremen Szenen auf Migrationsentwicklungen seien aber eng zu verfolgen, das Gewaltpotenzial sei auf beiden Seiten vorhanden.

Konversation

  1. @Peter Meier. Halt Stopp!! Beginnen Sie gar nicht erst mit Relativierung von Nazigetue!

    1. Wir sind alle dankbar für das weltoffene Klima hier. In Basel wird sich selten grundlos auf der Strasse angefeindet. Wenn überhaupt geschieht das Menschen die nicht weiss sind durch rassistische Polizeikontrollen (Racial Profiling).

    Dies, da die Strassen dominiert sind durch Menschenfreunde nicht Menschenfeinde. (Egal was für ein Kategorie Sie anwenden, ich denke die meisten sind nicht „links“)

    2. 199 gegen 28?? ws googeln Sie denn so.. und was denken Sie was denn überhaupt alles in Ihre Kategorien fällt..
    hm.. In Basel gibt es viele Proteste, die meisten sind gegen Ungerechtigkeiten (z.B. Multinationale CH-Unternehmen die Auftragsmorde in Lateinamerika begehen, Gleichberechtigung, Wohnungsnot etc.) und zum Glück gibt es bisher keine gegen Mitmenschen. Das soll auch so bleiben!

    3. Ja, ich habe das Video gesehen. Diese Leute wollten wohl provozieren.
    Sie haben erst mit Guantanamo-Bezug und bewaffnet mit Ketten die Islamischen Mitbürger provoziert. (Vielleicht gehen sie ja das nächste mal dann mit gestreiftem Pjama vor die Synagoge, wer weiss..).
    Später eine Frau im Hijab mit Kind bedroht.
    Wo sehen Sie da irgendwelche Linken die „Demoteilnehmer“ brutal niederprügeln?
    Ich sehe da Menschen mit Zivilcourage die nach oben genannten Ereignissen gewaltbereite Fremdenfeinde wegweisen, später Angriffe und schlussendlich die Durchsetzung des Wegweisens.

    Ich hoffe auch Sie reagieren in solchen Situationen, wenn Mitmenschen aufgrund diskriminierender Weltanschauung bedroht werden und lassen diese nicht alleine!

    PS: Ich hätte circa 17’000 Ideen was die Nazis besseres machen könnten als eine Demo im Mai.
    Z.b. anstatt „Die nehmen uns alles weg-Rhetorik“ üben
    -sich mit und für unterprivilegierte Menschen einsetzten
    -gemeinsam mit Armen jeder Herkunft ein Recht auf Wohnen einfordern
    -gemeinsam mit Armen jeder Herkunft den Abbau der Arbeitnehmerinnen Rechte stoppen
    -den Einfluss der Digitalisierung auf unser Work-Life leben, unsere sozialen Beziehungen und unseren Abhängigkeiten ergründen.
    -danach auf benannte Missstände reagieren
    -eine fremde Sprache lernen
    -danach mit Menschen aus selbiger Region sprechen.
    -die hiesige patriarchale Stellung vom Mann hinterfragen.
    -dadurch auch gleich eine weitere rückständige Barriere im Nationalsozialismus erkennen
    etc. etc.

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  2. 199 Linke gegen 28 rechte Ereignisse sagt eigentlich schon alles. Ich empfehle zu googeln nach Pegida Demo Basel, da sieht man wie die Linken die Demoteilnehmer brutal niederprügeln. Es wird da einfach mit verschieden langen Ellen gemessen. Linke Chaos Demonstranten lässt man sprayen, Verkehr blockieren und Sachbeschädigungen machen – es gibt kaum Festnahmen. Treffen sich aber 50 Rechtsextreme für ein Grillfest werden alle registriert und kontrolliert.

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    1. Ich glaube, auch statistisch gesehen ist das, wie es sich für die Schweiz gehört, von Kanton zu Kanton verschieden; in der WB waren mal zwei ganz nette „Glatzen“ unterwegs, die sich frei von der Leber weg darüber unterhielten, dass sie in Deutschland SS- und andere Nazi-Abzeichen gekauft haben und damit gutes Business in der Schweiz machen und darüber, was für Karabiner und sonstige Waffen sie besitzen; das macht mir mehr sorgen als ein Haufen unorganisierter Chaoten.

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  3. Wer weiss, vielleicht hat sie ja Herr Glarner eingeladen, dass sie in die leeren Wohnungen in seiner Gemeinde einziehen ! Bin sicher, dass diese Idee der Hälfte der Bürger gefallen würde !

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