Roger Federer spielt gegen Murray um Gold

Roger Federer hat seine erste olympische Einzelmedaille auf sicher. Er gewann den Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro in 4:26 Stunden. Im Final trifft Federer auf Andy Murray.

Switzerland's Roger Federer reacts after the victory during the men's semifinal singles match against Argentina's Juan Martin Del Potro at Wimbledon in London, Great Britain, at the London 2012 Olympic Summer Games, pictured on Friday, August 3, 2012. (KE (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Roger Federer hat seine erste olympische Einzelmedaille auf sicher. Er gewann den Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro in 4:26 Stunden. Im Final trifft Federer auf Andy Murray.

Gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro setzte sich Roger Federer mit 3:6, 7:6 (7:5), 19:17 durch. Am Sonntag winkt Federer die Chance, nach dem Triumph in der Doppel-Konkurrenz vor vier Jahren in Peking an der Seite von Stanislas Wawrinka auch Einzel-Gold zu gewinnen und damit die zweitletzte Lücke im Palmarès zu schliessen. Als allerletztes Ziel würde dann bloss noch der Sieg im Davis Cup verbleiben.

Der Basler Federer musste sich den Gewinn von olympischem Edelmetall im Einzel erdauern. Das gilt einerseits für die Anzahl Olympia-Starts. Bei seiner Premiere 2000 in Sydney scheiterte er im Duell um Bronze am Franzosen Arnaud Di Pasquale. Danach scheiterte er 2004 und 2008 als Weltnummer 1 jeweils an Aussenseitern (Berdych und Blake). In London, oder genauer in Wimbledon, musste sich Federer die Medaille im Halbfinal ungewöhnlich hart erarbeiten. Fast viereinhalb Stunden Spielzeit sind für eine Partie über zwei Gewinnsätze absolut nicht üblich. Und während der ersten beiden Stunden befand sich Federer fast permanent in Rücklage.

Roger Federer verlor den ersten Satz mit 3:6 und musste im zweiten Satz bei 2:2 und 4:4 je einen Breakball abwehren. Auch zu Beginn des dritten Satzes boten sich dem Gegner aus Argentinien beim Stand von 1:0 die ersten Breakmöglichkeiten. Je länger die Partie dauerte, desto klarer erspielte sich Federer aber Vorteile. Im dritten Satz hätte er die Partie früher entscheiden müssen. Aber nach einem ersten Aufschlagdurchbruch zum 10:9, liess sich Federer zu Null den Aufschlag abnehmen. Ausserdem nützte Federer Breakbälle bei 3:3 (1), 4:4 (1), 7:7 (1) und 14:14 (3 hintereinander) nicht.

Murray schlägt Djokovic

Im zweiten Halbfinal setzte sich Lokalmatador Andy Murray mit 7:5, 7:5 gegen den Serben Novak Djokovic durch. Damit kommt es am Sonntag zur Neuauflage des diesjährigen Wimbledon-Finals. Vor drei Wochen hatte sich Federer gegen Murray durchgesetzt und zum siebten Mal das Grand-Slam-Turnier in London gewonnen. Djokovic scheiterte wie schon 2008 im olympischen Halbfinal. In Peking hatte er nach der Niederlage gegen den späteren Goldmedaillengewinner Rafael Nadal Bronze geholt. Am Sonntag trifft Djokovic im Spiel um Platz drei auf Del Potro.

Bei den Frauen qualifizierten sich Maria Scharapowa und Serena Williams für den Final. Die Russin bezwang ihre Landsfrau Maria Kirilenko 6:2,6:3. Williams setzte sich gegen die Weissrussin Viktoria Asarenka klar mit 6:1, 6:2 durch.

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