Saisonende und Neustart bei den Starwings

Die Starwings Basket Regio Basel verlieren das erste Playoff-Heimspiel gegen Fribourg Olympic mit 77:81. Die Fribourger gewinnen damit die Viertelfinalpaarung mit 3:0 Spielen – für die Starwings ist die Saison zu Ende. Bereits jetzt steht für die Baselbieter fest, dass nächstes Jahr eine Übergangssaison ansteht.

The players of Starwings Basket Regio Basel thank the fans after losing the third game of the playoff quarter finals of the basketball league first division between Starwings Basket Regio Basel and Benetton Fribourg Olympic Basket in the sports hall Birsf (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Die Starwings Basket Regio Basel verlieren das erste Playoff-Heimspiel gegen Fribourg Olympic mit 77:81. Die Fribourger gewinnen damit die Viertelfinalpaarung mit 3:0 Spielen – für die Starwings ist die Saison zu Ende. Bereits jetzt steht für die Baselbieter fest, dass nächstes Jahr eine Übergangssaison ansteht.

Marko Simic kommt vollkommen ausgelaugt zum Pressegespräch – und schafft mit einem Laugensandwich Abhilfe. Der Trainer der Starwings scheint eher erleichtert denn unzufrieden zu sein nach dieser Niederlage, die das Saisonende für ihn und sein Team bedeutet.

Das Spiel geht mit 77:81 gegen die Favoriten von Fribourg Olympic nur knapp verloren. Nach dem 0:3 in dieser best-of-five Playoff-Viertelfinalpaarung folgt dem ersten Playoff-Heimspiel in Birsfelden somit kein zweites.

Die «phasenweise gute Verteidigung» und die «vielen Ballgewinne» (Marko Simic) lassen das Spiel bis zum Schluss offen, reichen schliesslich aber nicht zum Sieg. Als Hauptgrund für die Niederlage macht Simic die fehlende Qualität bei den Rebounds aus.

Nächste Saison wird ein Entwicklungsjahr

Die Starwings müssen sich ab sofort Gedanken machen, wie die Mannschaft nächste Saison aussehen wird. Noch stehe bei keinem der Spieler fest, ob er weitermache, sagt Martin Spörri, Präsident der Starwings.

Die ausländischen Spieler würden jeweils auf einen besseren Vertrag bei einem anderen Verein hoffen, der ihnen ein paar Franken mehr einbringt. Aber Spörri macht sich keine grossen Gedanken: Ausländische Spieler gebe es wie Sand am Meer, täglich bekomme er Anfragen, erzählt Spörri.

Laut Marko Simic will man sich zuerst auf die Gespräche mit den Schweizer Spielern konzentrieren. Diese sollen stärker eingebunden werden, denn «die nächste Saison wird ein Entwicklungsjahr».

Der Verein spielt gar mit der Idee, mit jeweils nur drei Ausländern auf dem Feld anzutreten und so den Schweizern mehr Spielzeit zu geben. Das führe zu einer besseren Ausbildung der Einheimischen, sagt Simic – muss er ja sagen, als Junioren-Nationaltrainer.

Zwei interessante junge Schweizer aus Aarau

Er sei an zwei jungen Schweizern aus der Mannschaft des B-Ligisten BC Alte Kanti Aarau interessiert, sagt Simic. Diese dürften mit ihrem Team jedoch aufgrund des Wegfallens der NLA-Vereine Vacallo und Nyon in die NLA aufsteigen, was ihre Verpflichtung zumindest nicht einfacher macht.

Bezüglich der Ausländer wünscht sich Simic «Impact-Spieler». Will heissen: Spieler, die einen Einfluss auf das Team und auf das Spiel haben.

Ist ein neuer Ausländer schon da?

Bereits vor dem Spiel gegen Fribourg sahen die Zuschauer einen möglichen Ausländer für die Starwings: Im Halbfinal des Aufstiegsturniers in die NLB war Jordan Burgason der beste Spieler des Erstligisten CVJM Birsfelden – das Spiel ging trotzdem verloren und Birsfelden wird nicht aufsteigen.

Burgason, der in Bezug auf die 1.Liga unverblümt von einer «Bullshit-Liga» spricht, nahm während des Spiels Anweisungen von Starwingstrainer Simic entgegen und trainiert offenbar auch bereits mit den Starwings.

Ob es zu einer Verpflichtung kommt, ist jedoch ungewiss. Immerhin: Burgason, der in den USA in der Division I im Collage-Basketball auflief, wäre einem Engagement bei den Starwings nicht abgeneigt.

Auf dem Platz gilt Burgason als Spezialist von der 3-Punkte-Linie. Neben dem Platz machte er jedoch auch schon mit Ausfälligkeiten auf sich aufmerksam und wurde letztes Jahr aus disziplinarischen Gründen aus dem Collage-Team geworfen.

Die Starwings suchen «Impact-Spieler». Jordan Burgason wäre so einer – auf und neben dem Platz.

Ergebnisse der Playoffs.

Starwings – Fribourg Olympic 77:81 (35:37)
Sporthalle Birsfelden. – 600 Zuschauer (freier Eintritt). – SR: Pizio/Mazzoni/Clerc.
Starwings: Jenkins (14), Fuchs (2), McCrory (15), Burrows (22), Dobbins (17); Güttinger (3), Kostic (2), Matter (2); Beltinger, Devcic, Smiljic, Verga.
Fribourg: Kazadi (5), Draughan (19), Reid (28), Shaw (9), Yates (13); Garrett (2), Kovac, Uliwabo (5), Savoy; Cotture, Hoch, Manz.
Bemerkungen: Starwings ohne den Belgier Julien Rahier (beruflich verhindert). – Olympic ohne US-Profi Almanson (überzähliger Ausländer). – Viertelsresultate: 19:21, 16:16 (35:37); 14:31 (49:68) und 28:13 (77:81). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 40. Yates. – Fouls: Starwings 18, Fribourg 17. – Zu den besten Spielern wurden Dobbins und Draughan (beide USA) gewählt.

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