Schlafprobleme sind eine grosse Unfallgefahr

Gemäss einer Studie der Suva hat jeder Fünfte, der bei der Arbeit verunfallt, schlecht geschlafen. Der Unfallversicherer will deswegen mit einer Kampagne der Tagesschläfrigkeit den Kampf ansagen.

Wer nicht gut schlafen kann, soll eine Stunde vor dem Zubettgehen das Tablet ausschalten, empfiehlt die Suva. (Bild: sda)

Gemäss einer Studie der Suva hat jeder Fünfte, der bei der Arbeit verunfallt, schlecht geschlafen. Der Unfallversicherer will deswegen mit einer Kampagne der Tagesschläfrigkeit den Kampf ansagen.

30 Prozent der Arbeitnehmer litten unter Schlafproblemen, teilte die Suva am Mittwoch mit. Schlechter Schlaf führe nicht nur zu Erschöpfungen und Erkrankungen, sondern erhöhe auch das Unfallrisiko. Wer müde durch das Leben gehe, verunfalle fast doppelt so häufig.

Gemäss Suva sind rund 53’000 Berufsunfälle pro Jahr auch auf Schlafprobleme zurückzuführen. Am häufigsten passierten Stolper- und Sturzunfälle sowie Verletzungen mit Maschinen und Werkzeugen.

Nicht für jeden Schlechtschläfer ist die Unfallgefahr gleich gross. Besonders gefährdet seien diejenigen, die älter als 30 Jahre alt seien, pro Nacht weniger als sieben Stunden schliefen und pro Woche mehr als 50 Stunden arbeiteten, teilte die Suva mit.

Hohe Folgekosten

Die Kosten, die wegen den durch Schlafmangel verursachten Berufsunfällen entstehen, beziffert die Suva auf 283 Millionen Franken. Doch auch in der Freizeit verunfallen Unausgeschlafene oft, was weitere Unfallkosten von 512 Millionen Franken nach sich zieht.

Weil Ausgeschlafene sicherer leben, hat die Suva ein Präventionsmodul für ihre versicherten Betriebe entwickelt. Sie weist darauf hin, dass schon am Tag etwas für einen guten Schlaf getan werden kann – dies mit einem regelmässigen Lebenswandel und genügender Bewegung auch im Freien.

Am Abend soll der Konsum von Alkohol, Kaffee und Nikotin eingeschränkt werden. Weitere Tipps der Suva sind die Einnahme einer leichten, aber warmen Mahlzeit und Entspannung. Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollen Computer, TV und Mobiltelefone ausgeschaltet werden. Schlaffördernd sind auch ruhige, dunkle und kühle Schlafzimmer sowie Rituale beim Einschlafen.

Konversation

  1. Schlafstörungen haben nachweislich eher psychische Ursachen und sind meist nicht mit solchen simplen Empfehlungen zu beheben. Es ist meiner Ansicht nach viel effektiver, sich als Betroffener ernsthaft mit sich und dieser Problematik auseinanderzusetzen um den wahren Ursprung zu finden. Der Körper lässt einen Menschen nicht grundlos so schlecht einschlafen. Er reagiert auf äussere Einwirkungen sehr sensibel und hindert das Gehirn durch tausende Gedanken und Sorgen daran, nachts in den Ruhe-Modus zu schalten.

    Ausserdem ist mir aufgefallen, dass Schlafprobleme nicht selten mit Stress und Burnout Symptomen assoziiert werden. Das ironische dabei ist, dass Studien zufolge die Arbeit selbst daran schuld sein soll, dass man an Schlafstörungen leidet und somit durchschnittlich häufiger in Arbeitsunfälle involviert wird.

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