Schweiz bleibt teuerstes Pflaster Europas

Konsumenten in der Schweiz zahlen weiterhin die höchsten Lebensmittelpreise Europas. Auch Hotels und Restaurants sind nirgendwo teurer. Generell liegen die Preise hierzulande 61 Prozent über dem EU-Niveau.

Für ihren privaten Konsum von Lebensmitteln bis zu Wohnungsmieten zahlen Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz über 60 Prozent mehr als im EU-Schnitt. (Symbolbild)

Konsumenten in der Schweiz zahlen weiterhin die höchsten Lebensmittelpreise Europas. Auch Hotels und Restaurants sind nirgendwo teurer. Generell liegen die Preise hierzulande 61 Prozent über dem EU-Niveau.

Die drei teuersten Länder Europas befinden sich alle ausserhalb der EU. Hinter der Hochpreisinsel Schweiz folgen Island und Norwegen. Konsumgüter und Dienstleistungen waren dort 2016 im Schnitt 47 beziehungsweise 40 Prozent teurer als in der Union, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat errechnet hat.

Zwischen den einzelnen Ländern gibt es zum Teil riesige Preisunterschiede. So kostete der Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs in Dänemark, dem teuersten Pflaster der EU, fast dreimal mehr als in Bulgarien und Rumänien. In den beiden billigsten Staaten bezahlten Konsumenten nur etwa die Hälfte des EU-Durchschnitts.

Die Preise für Nahrungsmittel lagen letztes Jahr in der Schweiz 73 Prozent über dem europäischen Mittel. Einzig in Norwegen war das Preisniveau (plus 63 Prozent) annähernd so hoch. Von den Nachbarländern lockt Deutschland mit den relativ günstigsten Lebensmittelpreisen (plus 6).

Bekleidung war 2016 in der Schweiz 43 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt. Nur in Island kleiden sich die Bewohner noch teurer (plus 63 Prozent). Auch für Alkohol und Tabak müssen die Isländer zusammen mit den Norwegern am tiefsten in die Tasche greifen. Bei diesen Produkten rangiert die Schweiz erst auf dem sechsten Platz (plus 28 Prozent).

Schweiz auch für Touristen am teuersten

Die Preise für Unterhaltungselektronik lagen hierzulande sogar leicht (minus 3) unter dem europäischen Mittel. Auch bei den Kosten für private Verkehrsmitteln kann die Schweiz mithalten (plus 3). Bei den Dienstleistungen von Hotels und Restaurants wiederum figuriert sie 67 Prozent über dem EU-Schnitt und damit auf dem unrühmlichen ersten Platz.

Österreich (plus 3) und Italien (plus 4) bewegen sich in diesem Sektor nahe am EU-Mittel. Am günstigsten nächtigen und tafeln Touristen auf dem Balkan. In Bulgarien und Albanien berappen sie dafür nicht einmal die Hälfte der durchschnittlichen EU-Preise.

Konversation

  1. Irgendwann wird uns selber das Land zu teuer werden.
    Dann wird es halt ein „Ländeli-Sterben“ geben.
    Das ging damals mit den „Lädelis“ ja auch so,
    …aus den gleichen Gründen.

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  2. Der reine Preisvergleich sagt nichts aus – es gibt auch Waren, die in der CH billiger sind. Die Höhe der Gehälter und Renten sind wichtig, Mietpreise und Preise Wohneigentum, Treibstoff, Heizöl, Preise für Kinderbetreuung. Kino, Restaurant, öV. Dazu kommt die Qualität der Infrastruktur, die gesellschaftliche und soziale Struktur etc. Alles in allem gibt es immer noch gute Gründe in der Schweiz zu leben, auch wenn hier vieles teurer ist.

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  3. Ja die Schweiz ist teuer
    Aber warum gehören die Schweier zu den Ferienweltmeistern?
    Warum kaufen die Schweizer im Durchschnit die teuersten Autos?
    Warum werden in der Schweiz die teuersten Elektronikartikel verkauft?

    Woher haben denn die Leute in der Schweiz das Geld her um sich diesen Lebensstandard leisten zu können?

    Hören wir doch endlich auf über die hohen Kosten zu jammern, es geht uns nicht nur gut es geht uns hervorragend.
    Ich rede vom Durchschnitt, das tun die Statistiken auch.

    Wenn wir wollen, dass wir uns dem EU Durchschnitt annähern wollen, müssen wir endlich aufhören die EU zu verteufeln und unseren Import Lobbiisten in Bern endlich sagen dass sie nicht benötigt werden.
    Sie sollen uns es endlich Direktimporte machen lassen, aber dazu braucht es nicht nur laute Worte sondern Handeln.

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