Schutz der Synagoge ist Basel vielleicht doch was wert

Der Regierungsrat will mit der Israelitischen Gemeinde Basel nun doch ein Sicherheitskonzept erarbeiten. Noch bleibt vieles vage, aber die Massnahmen dürften die Stadt auch etwas kosten.

Der unzureichende Schutz der Basler Synagoge löst «Unbehagen» aus. Deshalb wird die Regierung aktiv.

In der Sicherheitsfrage der Basler Synagoge ist die Regierung bereit, «den Fächer nochmals zu öffnen», wie Sprecher Marco Greiner dem «Regionaljournal Basel» am Dienstag sagte. Viel konkreter wurde er nicht. Per 2019 soll es ein «langfristiges, nachhaltiges Gesamtkonzept für die Sicherheitssituation der Gemeinde» geben. Und dieses dürfe auch etwas kosten, bestätigte er im Interview mit SRF.

Greiner begründet die neue Haltung mit «Unbehagen auf beiden Seiten». Ende letzten Jahres hatte die Regierung einen Antrag der Israelitischen Gemeinde Basel abgelehnt, sich mit jährlich 800’000 Franken an den Sicherheitskosten zu beteiligen. Die Jüdische Gemeinde teilte in der Folge mit, sie müsse ihre Aktivitäten kürzen.

Am 30. Januar hatte die Israelitische Gemeinde mit Sympathisanten eine Menschenkette rund um die Synagoge gebildet, um zu zeigen, dass diese nicht genügend geschützt sei. Das neue Sicherheitskonzept soll auf Anfang 2019 stehen.

«SRF-Regionaljournal»: Basel schliesst Hilfe für Synagogen-Schutz nicht mehr aus

Konversation

  1. Es ist Auftrag des Staates, seine Bürger zu beschützen. Dass Juden einem deutlich erhöhten Risiko ausgesetzt sind durch den zunehmenden Antisemitismus, ist unbestritten. Darum müssen Bund und Kanton mithelfen, dass Schweizer Juden auch weiterhin eine Zukunft in unserem Land haben. Schön wäre es, wenn der Judenhass wirksam bekämpft würde, dann könnte man die Sicherheitskosten wieder senken.

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