Spatenstich für Auengebiet «Chly Rhy» am Hochrhein im Aargau

Beim «Chly Rhy» in der Aargauer Gemeinde Rietheim entsteht bis in einem Jahr das grösste revitalisierte Auengebiet am Hochrhein. Die Bagger für die Bauarbeiten sind am Donnerstag aufgefahren. Das Umweltprojekt kostet 9,38 Millionen Franken.

Beim «Chly Rhy» in der Aargauer Gemeinde Rietheim entsteht bis in einem Jahr das grösste revitalisierte Auengebiet am Hochrhein. Die Bagger für die Bauarbeiten sind am Donnerstag aufgefahren. Das Umweltprojekt kostet 9,38 Millionen Franken.

Das Vorhaben gilt als wichtiges Teilstück des Auenschutzparks Aargau. Die Aue an der schweizerisch-deutschen Landesgrenze liegt an der letzten freien, ungestauten Fliessstrecke am Hochrhein zwischen Bodensee und Basel.

Zentrales Element dieser Aue ist der rund 1,5 Kilometer lange Seitenarm «Chly Rhy». Das ehemals ausgedehnte Feuchtgebiet im Mündungsbereich des «Chly Rhy» wurde in den 1960er-Jahren wegen eines geplanten Kraftwerksbaus aufgefüllt und zerstört.

Im Sommer 2012 hatte der Grosse Rat den kantonalen Kostenanteil von 2,08 Millionen am 9,38 Millionen Franken teuren Projekt genehmigt. Der Bund bezahlt 4,8 Millionen Franken. Pro Natura und weitere private Organisationen steuern 2,5 Millionen Franken bei.

Die Aufwertung des Flussraums wird gemäss Angaben des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt einer grossen Zahl seltener und gefährdeter Tier- sowie Pflanzenarten eine neue Lebensgrundlage bieten.

Regierung hat Volksauftrag fast umgesetzt

Das Gebiet «Chly Rhy» wird zum Auenschutzpark Aargau gehören. Der Park umfasst derzeit 1326 Hektaren. Das entspricht einer Fläche von 0,94 Prozent des Kantons. Der Kanton investierte bislang rund 50 Millionen Franken.

Damit hat der Aargau die Ziele der 1993 vom Volk angenommenen Volksinitiative «Auenschutzpark – für eine bedrohte Lebensgemeinschaft» fast erfüllt. Seit 1994 ist der Regierungsrat gemäss Verfassung verpflichtet, innerhalb von 20 Jahren ein Prozent der Kantonsfläche als Auenschutzpark aufzuwerten.

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